Tag 3: Was darf ich eigentlich überhaupt essen?

Seitdem ich mit meiner 60Tage Challenge begonnen habe, habe ich schon deutliche Veränderungen gemerkt. Nicht nur, dass ich mich gesünder ernähre, sondern auch, dass ich mich besser fühle, nicht mehr so schlapp und krank. Trotzdem ist es unglaublich schwierig Lebensmittel zu finden, in denen kein Gluten enthalten ist – ich bin gestern schon in die Walnussfalle getappt. Ja in Walnüssen können Spuren von Gluten vorhanden sein. Manch einer wird jetzt vermutlich sagen

Das sind doch nur Spuren

Das mag schon sein aber ich möchte ja komplett darauf verzichten.

Nach meinem letzten Post habe ich einige Kritik bekommen und möchte nun erläutern, wieso ich mich für diese 60Tage Diät und gegen eine klinische Untersuchung entschieden habe. Zunächst mal vorweg, durch meinen Beruf bin ich kein absoluter Laie was dieses Thema angeht. Wenn mein Arzt mir ein diagnostisches Verfahren vorstellt, dann durchleuchte ich das vermutlich auf einer ganz anderen Ebene, als ein gewöhnlicher Patient. Hoch angepriesene Verfahren werden immer mit einem kritischen Auge betrachtet und wenn er mir etwas andrehen will, lasse ich mich davon nicht bequatschen. Mein Hausarzt weiß das aber auch.

Wieso habe ich mich also für die Diät entschieden?
Ich habe mir sehr viele verschiedene Meinungen eingeholt und nachgelesen und das Problem bei der Blutuntersuchung ist, dass dort nur nach speziellen Antikörpern gesucht wird und die Untersuchung deswegen sehr ungenau ist. Bei geringer Ausprägung, sprich geringer Antikörperbildung, wird der Test meist als negativ gewertet. So können ziemlich schnell Fehldiagnosen gestellt werden – häufig ist es Morbus Crohn (das Reizdarmsyndrom). Ich bin sowieso ein Fan von alternativen, nicht operativen/klinischen Methoden und kann deswegen sehr gut auf eine Dünndarmbiopsie verzichten, wenn sie nicht unbedingt sein muss. Eine Gastroduodenoskopie (auch Gastroskopie, Magenspiegelung) hatte ich vor Jahren auch schon. Deswegen habe ich mich lange mit meinem Hausarzt beraten und letztendlich entschieden zunächst diese Diät zu probieren. Sollte sich der Verdacht erhärten spricht natürlich nichts gegen diese diagnostischen Verfahren.
Vielleicht liegt meine Einstellung auch an meiner Erziehung. Meine Mama ist eine eingefleischte Homöopathin und dementsprechend war ich schon als Kind nur sehr selten beim Arzt. Medikamente gab es nur, wenn es wirklich zwingend notwendig war.

Was ist eine Biopsie?
Bei einer Biopsie werden Gewebeproben aus dem zu untersuchenden Organ entnommen. Am bekanntesten ist wohl die Koloskopie (Darmspiegelung). Es erfolgt aber nicht nur die Entnahme, sondern auch die Untersuchung auf mögliche pathologische (krankhaft veränderte) Befunde bzw. diese auszuschließen.

Was ist, wenn die Symptome nach der Diät wieder auftreten oder sogar schlimmer werden?
Ich bin nun fast 21 Jahre meines Lebens mit dieser möglichen Glutensensitivität klar gekommen und werde das auch noch den Rest meines Lebens, zumal ich dann weiß, wie ich darauf achten kann. Bei einer Diagnose gibt es keine Heilungschancen, man kann lediglich die Symptome lindern durch die Vermeidung von Gluten – erfolgreiche Medikamente sind zur Zeit noch nicht auf dem Markt. So oder so müsste ich meine Ernährung umstellen und wenn der Verdacht sich bewahrheiten sollte, dann werde ich den Teufel tun und wieder Gluten schlemmen wie zuvor. Ich möchte nicht komplett darauf verzichten, sondern es eher in Maßen zu mir nehmen. Nicht weil ich denke, dass es sowieso keinen Sinn hat, sondern eher weil es so unglaublich schwierig und vor allem teuer ist glutenhaltige Produkte zu ersetzen.

Nun zu meinem zweiten Rezept:
Ich habe lange überlegt, was ich mir als Frühstück zubereiten kann, denn Brötchen, Toast, Müsli und Cornflakes sind raus. Also entschied ich mich für Joghurt mit Obst. Als ich nun im Supermarkt meine Zutaten besorgen wollte, dachte ich lange darüber nach, was ich als Ersatz reinpacken kann und entschied mich spontan für Walnüsse. Joghurt mit Mango und Walnuss, das klang doch ganz gut. Zu Hause bemerkte ich erst, dass ich, wie bereits oben erwähnt, in die Glutenfalle getappt war. Ja schade, damit war meine Idee gestorben. Nun hatte ich aber noch Reis von meinem Hähnchencurry übrig, das ist daraus geworden.

Ihr braucht:
etwas Mango/Melone
Joghurt
Reis

Vorbereitung:
Die Mango klein schneiden und den Reis (es muss nicht zwingend Milchreis sein, ich habe Langkornreis genommen) nach Packungsaufschrift in leicht gesalzenem Wasser kochen.

Zubereitung:
Sehr simpel: alles zusammen in eine Schüssel geben und fertig. Ich hätte liebend gerne noch etwas Honig oder ähnliches zum süßen hinzugefügt, leider hatte mein Freund nichts dergleichen in seiner Wohnung zur Verfügung. Trotzdem war es sehr lecker und vor allem sättigend. Ich hätte nie gedacht, dass gesalzener Reis in dieser Kombi schmeckt. Klar war es gewöhnungsbedürftig, ich habe so etwas noch nie vorher gegessen aber alles in allem sehr schmackhaft. Ihr könnt natürlich jedes beliebige Obst nehmen und es in den Joghurt schnippeln.

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2 Kommentare zu „Tag 3: Was darf ich eigentlich überhaupt essen?

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