Wenn Träume Wirklichkeit werden

IMG_9539-2Erinnert ihr euch noch an eure Kindheitsträume? Wolltet ihr vielleicht Superstar, Sänger oder Astronaut werden? Habt ihr auch davon geträumt etwas zu erreichen, dass scheinbar unerreichbar ist?

IMG_9522-3Ich habe immer davon geträumt Model zu werden. Auf großen Laufstegen zu sein, tolle Fotoshootings zu haben und natürlich weltberühmt zu sein. Nun ja ein wahrhaftig sehr unwahrscheinlich zu erreichender Traum. Dieser Traum ist aber nicht nur so unerreichbar, weil die Wahrscheinlichkeit ihn zu erfüllen viel zu gering ist – Nein! Er scheitert schon an einem winzigen Detail: meiner Größe.
Mit gerade mal 1,60m sind die Laufstege dieser Welt nicht nur unerreichbar, sie sind sozusagen in meiner Welt nicht existent.
Trotz allem liebe ich es vor der Kamera zu stehen, damals wie heute auch. Ich dachte mir immer, dass ich diesen Kindheitstraum aufgegeben habe. Dass ich irgendwann anfing zu realisieren, wie unmöglich das Alles ist und trotzdem bemerke ich jetzt, dass ich es doch nie vollkommen tat.

So ein Fotoshooting kostet viel Geld, deswegen habe ich immer lange darauf gespart, es mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken lassen oder mich selbst damit beschenkt.

IMG_9574-2Doch irgendwann kam der Moment, als für ein TfP-Shooting angeschrieben wurde.
Der Kindheitstraum, den ich tief in meinem Inneren verborgen hatte, flammte plötzlich wieder auf und so wurde mein Traum Wirklichkeit. Nun ja… nicht ganz! Ich würde mich auch heute nicht als „Model“ bezeichnen aber in einer gewissen Art und Weise hat sich mein Traum erfüllt.
Es schneite schließlich einige weitere Anfragen in meinen Facebook-Postfach, die ich mit großer Freude und Dankbarkeit las und beantwortete.

Auf den Fotos in diesem Post seht ihr die Ergebnisse meines letzten Shootings in einem Lost Place in Spa mit KMK-Fotografie. Ich habe mich schon einige Zeit für Lost Places begeistert und ich liebe lange Abendkleider. Die Vorstellungen des Fotografen und meine Eigenen kamen also sehr schnell überein. Allerdings war ich zu Beginn etwas skeptisch – mit einem fremden Fotografen in einem verlassenen Hotel? Klingt ziemlich gruselig.

IMG_9581-2Diese Skepsis wurde mir aber bereits zu Beginn genommen! Es war ein tolles Shooting in dem ich meinem Kindheitstraum wieder ein kleines Stück näher gekommen bin.
Ist es naiv daran zu glauben, dass Träume Wirklichkeit werden können? Oh Nein, gewiss nicht! Wenn man nur hart genug an sich arbeitet, wenn man fest genug daran glaubt, dann kann man seine Träume Wirklichkeit werden lassen!
Ich muss allerdings gestehen, dass mein Traum sich durch die harte Erkenntnis der Realität, sprich meiner Größe und den Anforderungen generell, etwas abgewandelt hat
aber würdet ihr mir nicht zustimmen, wenn ich behaupte

Mein Traum ist Wirklichkeit geworden!

 

 

Das Ziel ist doch letztendlich nichts weiter, als ein Zwischenstopp auf dem langen Weg des Lernens und Lebens!

Wie ich bereits sagte tue ich mich mit dem Begriff „Model“ sehr schwer. Ich habe noch viel zu lernen und zu erreichen, bis ich diesen Begriff auf mich anwenden möchte. Aber wie heißt es doch so schön: Man lernt niemals aus!

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Heißhunger auf gebratenen Reis

Neulich hatte ich abends auf einmal totalen Heißhunger auf gebratenen Reis. Nun war es aber schon 20:30… nach langem hin und her entschied ich mich dann aber doch dagegen welchen zu machen. Was einerseits an der Uhrzeit und andererseits am Mangel an Zutaten lag. Ich hatte zwar Reis, Eier und Soja-Sauce aber weder Fleisch, noch irgendeine Art an Gemüse.
Gebratenen Reis bestellen? Das wäre die einzige Alternative gewesen, doch das wäre nun wirklich zu spät geworden. Also griff ich kurzerhand zu meinem Handy und schrieb meinem Freund

Morgen wird nicht auf der Arbeit gegessen! Wir machen gebratenen Reis!

Hier also nun unser Rezept (5 Portionen):
Wir haben hier ein Wok-Rezept umgewandelt und das ganze in mehreren Pfannen zubereitet.

Ihr braucht:

  1. 250g gekochten Reis = 2 Kochbeutel (den bereitet ihr am besten schon vorher zu, ich habe das morgens um zehn gemacht – es reicht aber etwa eine Stunde vorher)
  2. drei Eier
  3. eine Zucchini
  4. zwei Möhren
  5. eine Zwiebel
  6. 2 Hähnchenschnitzel
  7. ein Bund Frühlingszwiebeln
  8. Soja-Sauce
  9. Pfeffer, Salz, Sambal Olek, Paprika-Chili Gewürz
  10. zwei Pfannen, eine Schüssel, einen Topf

Zubereitung:

  • Den Reis wie oben schon beschrieben am besten schon vorher zubereiten.
  • Wenn ihr zu zweit seit, dann könnt ihr schnippeln und braten gleichzeitig – alleine solltet ihr aber besser zuerstschnippeln, damit euch nichts anbrennt.
    • Zwiebeln in Würfel schneiden und anschließend möglichst klein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig anbraten.
    • Möhren schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Diese zu den Zwiebeln dazu geben, da die Möhren am längsten brauchen, bis sie durch sind.
    • Zucchini ebenfalls halbieren und in Scheiben schneiden und anschließend mit zu den Möhren und Zwiebeln in die Pfanne geben.
    • Als letztes die in Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden. Das Gemüsegemisch nun eine kurze Zeit braten lassen, mit Pfeffer und Salz würzen und anschließend von der Platte nehmen – in ein separates Gefäß füllen (wir haben einen Topf genommen)
  • In einer seperaten Pfanne bratet ihr nun das in Streifen geschnittene Hähnchen an.
  • Die drei Eier in einer Schüssel mit etwas Soja-Sauce verrühren und danach mit dem bereits vorbereiteten Reis in die „Gemüsepfanne“ geben und kurz anbraten.
  • Hähnchen und Gemüse wieder mit zum Reis geben und das ganze weiter anbraten. Zuletzt mit Pfeffer, Salz, Sambal Olek und Paprika-Chili Gewürz abschmecken. Wer mag kann auch noch etwas Soja-Sauce ergänzen.

Et violà.

Mein Freund war mehr als begeistert von diesem Gericht, da es so gesund und sättigend ist. Nach der kleinen Portion, die ihr auf meinem Teller sehen könnt war mein Bauch voller als voll. Dieses Rezept ist auch nahezu glutenfrei (Soja-Sauce enthält leider Weizenstärke) und nebenbei auch noch gut für die Linie.

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Bon appétit!

im Modelhimmel

Wer hätte gedacht, dass die kleine (1,60m) Lena einmal ein Shootingangebot bekommt. Ein Angebot das Model des Shootings zu sein. Ein Angebot mit kostenlosen Bildern und jeder Menge Spaß. Ja ich nicht aber so kam es nun doch vor einigen Wochen. Eine Visagistin postete in einer Gruppe bei Facebook, dass sie noch weibliche Modelle für ein Shooting sucht. Ich machte mir natürlich keinerlei Hoffnung und klickte nur auf Gefällt mir geklickt. Kurz darauf erhielt ich bei Facebook eine Nachricht:

Hallo. Du hattest mein Shooting-Gesuch in der Fotogruppe mit“Gefällt mir“ markiert, daher bin ich auf deine Seite gestoßen und habe mich ein bisschen umgesehen.
Ich finde dich als Model sehr ansprechend und könnte mir gut eine Zusammenarbeit mit dir vorstellen. Deswegen wollte ich fragen, ob du eventuell an dem in der Gruppe ausgeschriebenen Angebot interessiert wärst?
Ich suche für ein TfP-Shooting am Sonntag mit dem Fotografen www.kuchtsbelichtung.de noch ein Model. Geplant sind je nach Wetter entweder Outdoor-Aufnahmen im romantischen Stil (Makeup in zarten Farben, Flechtfrisur, Outfit in Pastellfarben, Rüschen, usw) oder Studio-Aufnahmen in einem ähnlichen Stil. Das Shooting würde entweder Outdoor in Düsseldorf oder im Studio in Mönchengladbach stattfinden.
Hättest du Interesse? Würde mich über eine Antwort freuen.

Ich war natürlich total begeistert. Wie oft wird einem schon so ein Angebot unterbreitet? Wohlwollend stimmte ich dem ganzen zu und nach einigen weiteren Absprachen machte ich mich also letzten Sonntag auf zum vereinbarten Treffpunkt.

Terminvereinbarung
Einen Termin mussten wir wie gesagt nicht mehr vereinbaren. Durch die bereits vorhergegangene Planung hielt sich die Vereinbarung sehr einfach und reibungslos. Ich musste lediglich das Angebot von Lisa annehmen und alles war erledigt. Das Shooting lief auf TfP Basis ab, d.h., dass jede der beteiligten Parteien (in diesem Fall Visa, Fotograf und Model) die Zeit gegen Fotos aufwiegen und nicht in Geld. Jeder bekommt also die Fotos umsonst und kann diese für seine Eigenwerbung nutzen. Ich durfte mir 8 Bilder aussuchen und erhielt die ganzen Originale auf meinem USB-Stick. Das ist das beste Angebot, das ich bisher bei einem Fotografen hatte.

Anfahrt
Durch meine letzten Erfahrungen bezüglich Fahrten zu Shootings, habe ich dieses mal möglichst viel Zeit für meine Anfahrt eingeplant – okay ich muss gestehen ich war wirklich großzügig. Ganze zwei Stunden rechnete ich für eine Fahrt, die laut Navi 36 Minuten dauern sollte. Naja mit einem während der Fahrt ausgehenden Auto, Baustellen, Stau, Suchen und Fahrten irgendwo im Nirgendwo wie bisher wäre ich so auf jeden Fall pünktlich gewesen. Ich fuhr also wie geplant um 10 Uhr los und war wie beschrieben um halb elf am Treffpunkt. Ja Mist. Was macht man denn in einer Stadt wie Mönchengladbach mitten in einem Wohngebiet? Nach langem hin und her entschied ich mich nach einem Bäcker zu suchen und mir einen Kaffee gegen meine Müdigkeit zu kaufen. Bestimmt könnte man sich auch dort gemütlich hinsetzen und die Zeit vertrödeln – ja weit gefehlt. Ich bin tatsächlich eine dreiviertel Stunde rumgelaufen und habe nach einer Bäckerei gesucht. Laut Google Maps waren auch viele in meiner Nähe aber jedes mal wenn ich intuitiv in eine Straße abgebogen bin, habe ich diese verfehlt. Leider konnte ich Maps nicht die ganze Zeit benutzen, weil ich meinen Akku sparen wollte. Naja dafür habe ich mir mal ein bisschen die Stadt angesehen.
Die restliche Zeit habe ich übrigens in meinem Auto mit rumliegen und versuchen ein Nickerchen zu halten, meinem Handy und in die Luft starren verbracht.
Die Location war wie gesagt sehr schnell und leicht gefunden und auch die Parkmöglichkeiten in der Umgebung waren nicht schlecht. In der Straße selber ist das Parken umsonst und es waren sogar noch ziemlich viele Parkplätze frei, sodass ich quasi vor der Tür halten konnte.

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Zuverlässigkeit
Auch in dieser Kategorie habe ich nichts auszusetzen. Alle erschienen wie vereinbart und auch die versprochenen Fotos erreichen mich in Lichtgeschwindigkeit.

Freundlichkeit
Eine lustige und verrückte Truppe war an diesem Tag dabei. Von Beginn des Shootings an wurde ich liebevoll umsorgt, mir wurde jeder einzelne Schritt erklärt, viele Beispielbilder und Arbeiten des Fotografen gezeigt (dadurch auch die Arbeit der Visa), es gab Snacks und Getränke und jede Menge Späßchen und Scherze. Es war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Auch während dem Shooting selber wurde ich nicht einfach in der Luft hängen gelassen, gewollte Posen wurden genau erklärt und gezeigt und auch hier löste sich der ein oder andere Spruch von den Lippen. Auch wie bei meinen bisherigen Shootings mit Martha konnte ich mich in dieser Umgebung und mit diesen Leuten sehr wohlfühlen und während dem Shot.

Equipment
Von beiden Parteien, sowohl Lisa als auch den Fotografen war wirklich mehr als genug Equipment vorhanden. Ich hatte den Eindruck, dass es Lisa niemals an Pinseln und Make-Up fehlen kann, weil sie scheinbar für jeden Hauttyp die richtigen Sachen dabei hat und für jedes Thema passenden Lidschatten und Lippenstift. Bei den beiden Fotografen war es ähnlich von allen möglichen Objektiven über Accessoires und Deko bis hin zu Lampen war alles vorhanden. Zwischendurch konnten Objektive je nach gewünschter Einstellung gewechselt werden, ich erhielt eine Sonnenbrille und wurde sogar mit einer Nebel- und Windmaschine angepustet.

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Ergebnis
Wie bereits oben beschrieben waren sehr romantische und mädchenhafte Fotos gewünscht. Ähnlich wie bei meinem letzten Shooting mit Martha packte ich viele verschiedene Kleidchen und Jumpsuits ein – alles was ich in meinem Kleiderschrank zum Thema romantisch, Blümchen und Spitze finden konnte. Die Bilder sind echt toll geworden irgendwie anders als die bisherigen Fotos, die ich von mir habe.
Als ich meine beste Freundin um Rat gefragt habe, als ich mir Bilder aussuchen durfte sagte sie

Das sieht aus wie aus einem Modejournal

Na, wenn das mal kein Kompliment war.
Die Bearbeitung der Fotos verlief wie gesagt rasend schnell. Nur einige wenige Tage nach dem Shooting erreichte mich schon die erste Mail mit den ersten Fotos und Tag für Tag gibt es 1-2 neue Fotos in mehreren bearbeiteten Ausführungen. Aber nicht nur die Arbeit der Fotografen sollte man an dieser Stelle loben, sondern auch die Arbeit der Visa. Obwohl sie sich das Schminken selber beigebracht hat, beherrscht sie ihr Handwerk wirklich gut. Wie gesagt hatte sie genug Auswahl an verschiedensten Utensilien und auch ihre Pinselstriche saßen. Durch ihre Ausbildung zur Friseurin konnte sie auch meine Haare wundervoll herrichten und ich dachte mir

Wenn du jemals so nach einem Firseurtermin ausgesehen hättest, dann würdest du diese Termine wesentlich mehr genießen

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Fazit
Es war wirklich ein gelungenes Shooting und auch hier kann ich sowohl Fotograf, als auch Visa nur weiterempfehlen. Klickt euch mal durch ihre Seiten durch und taucht in wundervolle Fotos, verrückte Ideen und kreative Umsetzungen ein. Wenn ihr also auf nette Leute und unterhaltsame, entspannte und gut durchgeführte Shootings legt, seid ihr dort auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Alle strahlen nur so vor Kreativität und Einfallsreichtum aber auch die Umsetzung dieser Ideen wird gut gemacht.
Schaut euch die Fotos an und entscheidet selbst.

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Hair & Make-Up: Lisa Knape Makeup Artist
Photo & Retouch: Kuchtsbelichtung

 

 

 

 

Meine bisherigen Reviews findet ihr über Marei Photography/Make-Up Artist Mareike Thelen hier und über Victoria Lindt hier

60 Tage sind um und was nun?

Passend zum ersten Geburtstag von outlawedvogelfrei gibt es heute endlich nochmal einen Post. Viel zu lange habe ich das vor mir hergeschoben und viel zu oft kamen mir Prüfungen, Meisterschaft und andere Dinge dazwischen aber nun ist alles vorbei. Meine Prüfung habe ich bestanden – ich bin nun also eine fertig ausgebildete medizinische Fachangestellte und wurde mit Freude auf die Menschheit losgelassen. Seit Ende Mai ist außerdem meine 60-Tage-Diät durchgestanden und das Fazit dazu mit einem weiteren tollen Rezept gibt es heute!

60 Tage glutenfrei Leben

Zu Beginn viel es mir wirklich sehr schwer auf all die bekannten Produkte zu verzichten, doch nach und nach entdeckte ich gute Alternativen. Natürlich sind diese wesentlich teurer aber dafür kann ich nun auch wieder Nudeln essen. Ich habe also mit und mit meine Ernährung umgestellt und immer mehr Produkte gefunden, die glutenfrei sind. Mittlerweile habe ich mich voll und ganz daran gewöhnt und bin stolz auf mich, dass ich diese 60 Tage mehr oder weniger konsequent durchgezogen habe. Den ein oder anderen Aussetzer und Rückfall gab es natürlich in dieser Zeit und der kommende Tag war mir mal wieder eine Lektion.
In dieser Zeit habe ich aber nicht nur festgestellt, dass ich keine ganze Pizza essen sollte, sondern auch, dass ein Brötchen bei einem Frühstück asymptomatisch bleibt, d.h. ich dadurch keine Probleme bekomme. Jeder Ernährungsberater wird nun wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und einen Vortrag über Resorption und die Rückbildung meiner Darmzotten halten.

Was passiert denn eigentlich im Körper, sollte man seine Ernährung nicht umstellen?
Ein kleiner Ausflug in das Innenleben eines jeden. Wie ihr bestimmt wisst wird die Nahrung, die wir mit unserem Mund zerkleinern und durch die Speiseröhre in den Magen schicken irgendwann den Dünndarm erreichen. Der Dünndarm ist bei einem Erwachsenen in etwa 5-6m lang, er liegt in Schlingen in unserem Bauchraum. Auf der in Falten gelegten Schleimhaut des Dünndarms sitzen die sogenannten Dünndarmzotten. Diese Zotten und genauso die ganze Schleimhaut weisen eine haarähnliche Struktur auf, die Mikrovilli (Saumzellen). Es wird also sowohl durch die Länge des Dünndarms, die Falten, die Zotten und die Mikrovilli eine ernorme Oberflächenvergrößerung des 2,5cm breiten Darms erzielt.
Und warum das ganze? Im Dünndarm werden lebenswichtige Nährstoffe aus der Nahrung resorbiert. Sollte ein Zöliakie-Patient seine Ernährung nicht umstellen führt dies zu massiven Schädigen der Schleimhaut. Der Darm kann die wichtigen Nährstoffe nicht mehr aufnehmen. Die Darmzotten bilden sich zurück und können bei einer erfolgreichen Umstellung nur noch durch Narbengewebe ersetzt werden. Das bedeutet, dass der Körper die zurückgebildeten Zotten nicht mehr funktionsfähig ausbilden kann und sie nur noch mit „billigem“, schlechtem Gewebe – dem Narbengewebe – ersetzen kann. Die Rückbildung der Zotten und die daraus resultierende mangelnde Aufnahme an Nährstoffen kann unter anderem zu schweren Folgeerkrankungen, wie z.B. Anämien (Blutarmut), Wachstumsstörungen, Nyktalopie (Nachtblindheit), Diabetes mellitus, Dermatitis (Entzündungen der Haut), Hepatitis C (chronische Leberentzündung) und noch vielem mehr führen. Das bedeutet nicht, dass jeder der eine Zöliakie hat auch eine oder mehrere dieser Folgeerkrankungen hat und es bedeutet ebenso wenig, dass jeder der eine dieser Erkrankungen hat gleichzeitig eine Zöliakie hat!

Nachdem meine 60-Tage-Diät vorbei war, habe ich nochmal Rücksprache mit meinem Hausarzt gehalten und nun ja es kam so, wie ich bereits vermutet hatte. Keine Zöliakie, sondern eine leichte Unverträglichkeit lautete die Diagnose.

Es ist natürlich doof, wenn Sie bei Freunden eingeladen sind. Dann kann man ja nicht einfach sagen „das esse ich nicht und das nicht und das auch nicht“, dann ist man das halt einfach mal.

Und genau diesem Rat werde ich wohl auch folgen. Ich weiß worauf ich achten muss und ich werde mich hüten mir ein Paket glutenbeladener Nudeln oder ähnliches reinzuschaufeln. Stattdessen lieber etwas mehr Geld ausgeben und glutenfreie Produkte wie Nudeln, Brot und Mehl kaufen aber wenn Freunde einladen und es nun mal etwas mit Gluten gibt, dann wird gegessen was auf den Tisch kommt.
Ich für meinen Teil habe außerdem beschlossen, dass es bestimmte Produkte gibt, auf die ich nicht verzichten will.

Es hat sich alles wunderbar eingespielt, ich weiß, wo ich gute glutenfreie Produkte erhalten kann (eine gute Anlaufstelle ist zum Beispiel dm und die Marke Schär), ich weiß worauf ich verzichten muss und was ich essen kann und das wichtigste von allem mir geht es viel besser. Meine Ernährung ist seitdem um einiges gesünder – mehr Obst und Gemüse, weniger Kohlenhydrate (sind ja schließlich ziemlich teuer jetzt), meine Müdigkeit ist nicht mehr so ausgeprägt wie zuvor, meine Stimmung hat sich gebessert und ein positiver Effekt an all unsere Fitnessjunkies – mein Bauch ist flacher, weil nicht mehr so aufgebläht! Daumen hoch für die (meistens) glutenfreie Ernährung und diesen Selbsttest!

Für glutenfreie Pfannkuchen braucht ihr:

  • 125g glutenfreies Mehl (ich kann wirklich nur die Mischung von Schär empfehlen!)
  • 250ml Milch
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • eine Prise Zucker

Einfach alle Zutaten zu einem Pfannkuchenteig verquirrlen und in einer Pfanne mit etwas Öl braten. Als Topping habe ich mich einmal für die Variante Speck und Zwiebeln und einmal für die vegetarische Variante Champignons und Schnittlauch entschieden. Nach Belieben auf der noch flüssigen Seite des Pfannkuchens verteilen, wenden und kurz auf der belegten Seite backen. Et violà!
Ihr könnt mit dem Grundrezept natürlich alles auf den Pfannkuchen verteilen, wonach euch grade ist. Ein super einfacher und wirklich leckerer Pfannkuchen (schmeckt übrigens auch noch am nächsten Tag).
Viel Spaß beim ausprobieren! Wie würdet ihr euren Pfannkuchen belegen?

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Wie alles begann und noch weitere tolle Rezepte findet ihr hier, hier und hier

Wir sind nur so unzufrieden, wie wir uns selber machen.

Durchaus keine „Weisheit“, die auf alle Lebenslagen aber definitiv eine, die auf meine gestörte weibliche Wahrnehmung im Hinblick auf meine Figur zutrifft. Seit einigen Wochen gehe ich neben meinem normalen Training in der Tanzschule wieder regelmäßig mit einer Freundin ins Fitnessstudio. Eigentlich wollte ich meinen Vertrag kündigen, weil ich rundum sehr zufrieden mit meiner Figur und der zusammenhängenden Lebensweise war. Nun kam es aber so, dass wir bereits im Oktober 2013 uns zusammen angemeldet hatten aber nie wirklich zusammen trainieren waren. Damals war ich ein regelrechter Fitnessfanatiker. Ich trainierte jeden Tag, entweder im Fitnessstudio oder zu Hause. Das Minimum war damals zwei Stunden schwitzen am Stück. Natürlich sah man Erfolge aber glücklich war ich irgendwie trotzdem nicht. Ich hatte immer mehr an meiner Figur auszusetzen.
Der Po war nicht rund genug. Die Beine zu dick. Der Bauch und Rücken zu speckig. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, erscheint mir das ganze mehr als verrückt. Ich trage in Oberteilen Kleidergröße 34 und in Hosen 36. Von Natur aus habe ich sehr kräftige und muskulöse Beine, was durch das regelmäßige Tanztraining auch noch verstärkt wird. Meine Schwachstellen sind definitiv meine Arme. Die typischen Schwabbelarme der Frauen. Am Bauch zeichnete sich schon lange der Ansatz meiner Bauchmuskeln ab, naja man sieht, dass unter dem Speck welche sind.
Während dieser Phase habe ich so viele Dinge meines Lebens aufgegeben, die mir Freude bereiten und das nur, um in dieses perfekte Bild unserer doch ziemlich kranken Gesellschaft zu passen. Fit sein – Nein, wohl eher 0% Körperfett haben. Schon lange sage ich zu meinem Freund:

Ich habe lieber ein bisschen Speck auf den Hüften aber dafür eine weibliche Figur!

Es klang für mich selber oft nach einer Ausrede aber seitdem ich selber wieder ins Fitnessstudio gehe ist mir erst bewusst geworden wie viel Wahrheit dahinter steckte. Ich war in der Zeit, in der ich einfach aß, was ich wollte und Sport machte, wann ich es wollte so zufrieden mit meiner Figur, wie schon lange nicht mehr. Ich verbannte die schreckliche Waage vollkommen aus meinem Leben. Von ein-zweimal pro Tag wiegen wurde keinmal. Ganz ehrlich? Ich weiß nicht wie viel ich wiege und es interessiert mich auch nicht. Da stelle ich mich lieber vor den Spiegel und entscheide nach dem Anblick darin, ob ich mir gefalle oder nicht und nicht nach irgendwelchen Zahlen einer Waage. Wer regelmäßig Sport betreibt, versteht, dass diese Zahlen sowieso kaum eine Aussagekraft haben, denn

Muskeln wiegen mehr als Fett.

Man quält sich jeden Tag ins Fitnessstudio und wird einfach nicht leichter. Man ärgert sich und gibt letztendlich auf.
Seit einigen Wochen gehe ich wie gesagt wieder regelmäßig um besagte Freundin zu unterstützen. Vorhin stand ich vorm Spiegel und bemerkte erst gar nicht, wie ich direkt wieder anfing unzufrieden mit mir zu sein. Ich ärgerte mich darüber, dass meine Beine einfach nicht dünner werden, dass meine Waden und mein Bauch zu dick sind und die Knochen an den Schlüsselbeinen hat man auch schon mal besser gesehen. In dem Moment als mir klar wurde, was ich da eigentlich dachte, ärgerte ich mich nur noch über mich selbst. Ich ärgerte mich darüber, dass ich meinen Körper nicht mehr mochte. Ich ärgerte mich darüber, dass ich innerhalb dieser paar Wochen wieder unzufrieden war. Ich ärgerte mich darüber, dass ich wieder anfing zu überlegen was ich wann esse. Aber am meisten ärgerte ich mich darüber, dass ich mich so schnell von dieser fitnessbesessenen Gesellschaft beeinflussen lasse!

Zum Abschluss noch ein Foto, das dem Trend entspricht. Ein after-workout-selfie #nothighgapneeded

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Sorry for bad quality

P.S. Leben und leben lassen lautet die Devise. Mein Gott nichts gegen Fitnessfreaks. Es geht lediglich darum, dass eben nicht nur die Menschen akzeptiert werden, die in dieses Bild passen – Nein eben auch die, die keine Lust haben sich jeden Tag ins Fitnessstudio zu quälen und Sport zu machen, der ihnen eigentlich gar keinen Spaß macht. Es geht doch darum, jeden seine persönlich optimale Lebensweise zu finden und mit sich selbst im Einklang zu sein, ganz gleich ob mit abs oder ohne. Ein glückliches, gesundes Leben führen, ganz ohne diesen Fitnesszwang, das wäre doch schön.

Tag 3: Was darf ich eigentlich überhaupt essen?

Seitdem ich mit meiner 60Tage Challenge begonnen habe, habe ich schon deutliche Veränderungen gemerkt. Nicht nur, dass ich mich gesünder ernähre, sondern auch, dass ich mich besser fühle, nicht mehr so schlapp und krank. Trotzdem ist es unglaublich schwierig Lebensmittel zu finden, in denen kein Gluten enthalten ist – ich bin gestern schon in die Walnussfalle getappt. Ja in Walnüssen können Spuren von Gluten vorhanden sein. Manch einer wird jetzt vermutlich sagen

Das sind doch nur Spuren

Das mag schon sein aber ich möchte ja komplett darauf verzichten.

Nach meinem letzten Post habe ich einige Kritik bekommen und möchte nun erläutern, wieso ich mich für diese 60Tage Diät und gegen eine klinische Untersuchung entschieden habe. Zunächst mal vorweg, durch meinen Beruf bin ich kein absoluter Laie was dieses Thema angeht. Wenn mein Arzt mir ein diagnostisches Verfahren vorstellt, dann durchleuchte ich das vermutlich auf einer ganz anderen Ebene, als ein gewöhnlicher Patient. Hoch angepriesene Verfahren werden immer mit einem kritischen Auge betrachtet und wenn er mir etwas andrehen will, lasse ich mich davon nicht bequatschen. Mein Hausarzt weiß das aber auch.

Wieso habe ich mich also für die Diät entschieden?
Ich habe mir sehr viele verschiedene Meinungen eingeholt und nachgelesen und das Problem bei der Blutuntersuchung ist, dass dort nur nach speziellen Antikörpern gesucht wird und die Untersuchung deswegen sehr ungenau ist. Bei geringer Ausprägung, sprich geringer Antikörperbildung, wird der Test meist als negativ gewertet. So können ziemlich schnell Fehldiagnosen gestellt werden – häufig ist es Morbus Crohn (das Reizdarmsyndrom). Ich bin sowieso ein Fan von alternativen, nicht operativen/klinischen Methoden und kann deswegen sehr gut auf eine Dünndarmbiopsie verzichten, wenn sie nicht unbedingt sein muss. Eine Gastroduodenoskopie (auch Gastroskopie, Magenspiegelung) hatte ich vor Jahren auch schon. Deswegen habe ich mich lange mit meinem Hausarzt beraten und letztendlich entschieden zunächst diese Diät zu probieren. Sollte sich der Verdacht erhärten spricht natürlich nichts gegen diese diagnostischen Verfahren.
Vielleicht liegt meine Einstellung auch an meiner Erziehung. Meine Mama ist eine eingefleischte Homöopathin und dementsprechend war ich schon als Kind nur sehr selten beim Arzt. Medikamente gab es nur, wenn es wirklich zwingend notwendig war.

Was ist eine Biopsie?
Bei einer Biopsie werden Gewebeproben aus dem zu untersuchenden Organ entnommen. Am bekanntesten ist wohl die Koloskopie (Darmspiegelung). Es erfolgt aber nicht nur die Entnahme, sondern auch die Untersuchung auf mögliche pathologische (krankhaft veränderte) Befunde bzw. diese auszuschließen.

Was ist, wenn die Symptome nach der Diät wieder auftreten oder sogar schlimmer werden?
Ich bin nun fast 21 Jahre meines Lebens mit dieser möglichen Glutensensitivität klar gekommen und werde das auch noch den Rest meines Lebens, zumal ich dann weiß, wie ich darauf achten kann. Bei einer Diagnose gibt es keine Heilungschancen, man kann lediglich die Symptome lindern durch die Vermeidung von Gluten – erfolgreiche Medikamente sind zur Zeit noch nicht auf dem Markt. So oder so müsste ich meine Ernährung umstellen und wenn der Verdacht sich bewahrheiten sollte, dann werde ich den Teufel tun und wieder Gluten schlemmen wie zuvor. Ich möchte nicht komplett darauf verzichten, sondern es eher in Maßen zu mir nehmen. Nicht weil ich denke, dass es sowieso keinen Sinn hat, sondern eher weil es so unglaublich schwierig und vor allem teuer ist glutenhaltige Produkte zu ersetzen.

Nun zu meinem zweiten Rezept:
Ich habe lange überlegt, was ich mir als Frühstück zubereiten kann, denn Brötchen, Toast, Müsli und Cornflakes sind raus. Also entschied ich mich für Joghurt mit Obst. Als ich nun im Supermarkt meine Zutaten besorgen wollte, dachte ich lange darüber nach, was ich als Ersatz reinpacken kann und entschied mich spontan für Walnüsse. Joghurt mit Mango und Walnuss, das klang doch ganz gut. Zu Hause bemerkte ich erst, dass ich, wie bereits oben erwähnt, in die Glutenfalle getappt war. Ja schade, damit war meine Idee gestorben. Nun hatte ich aber noch Reis von meinem Hähnchencurry übrig, das ist daraus geworden.

Ihr braucht:
etwas Mango/Melone
Joghurt
Reis

Vorbereitung:
Die Mango klein schneiden und den Reis (es muss nicht zwingend Milchreis sein, ich habe Langkornreis genommen) nach Packungsaufschrift in leicht gesalzenem Wasser kochen.

Zubereitung:
Sehr simpel: alles zusammen in eine Schüssel geben und fertig. Ich hätte liebend gerne noch etwas Honig oder ähnliches zum süßen hinzugefügt, leider hatte mein Freund nichts dergleichen in seiner Wohnung zur Verfügung. Trotzdem war es sehr lecker und vor allem sättigend. Ich hätte nie gedacht, dass gesalzener Reis in dieser Kombi schmeckt. Klar war es gewöhnungsbedürftig, ich habe so etwas noch nie vorher gegessen aber alles in allem sehr schmackhaft. Ihr könnt natürlich jedes beliebige Obst nehmen und es in den Joghurt schnippeln.

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60 Tage glutenfrei Leben

Nachdem ich mich jahrelang mit Beschwerden rumgeschlagen habe, kam mir neulich abends der Gedankenblitz: Glutenunversträglichkeit. Wie ich darauf komme? Seit einigen Tagen geht es mir nach dem Essen immer furchtbar und das einzige, das ich an allen Tagen gegessen habe war Gluten. Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt entschieden wir uns also dazu den Selbsttest zu starten.

60 Tage glutenfrei Leben

Im ersten Moment war ich mehr als geschockt. Meine ganzen Lieblingsspeisen wurden aus meinem Plan gestrichen. Keine Schokolade, keine anderen Süßigkeiten und keine Nudeln mehr. Dabei liebe ich das alles doch so sehr. Es schien auf einmal so, als könnte ich nichts mehr essen. Nun habe ich aber etwas recherchiert und einige tolle Rezepte gefunden, die ich euch nach und nach gerne vorstellen will.

Was ist Gluten?
Gluten ist ein Klebeeiweiß, das in einigen Arten von Getreide vorkommt. Ihr erkennt das Gluten im Mehl sehr gut, wenn ihr einen Teig macht – zum Beispiel beim Kuchen oder Brot backen. Das Gluten ist der Stoff, der den Teig verklebt und ihm seine Konsistenz gibt.

Worin ist Gluten enthalten?
Am offensichtlichsten ist Gluten in allen Backwaren aber auch in Nudeln ist es enthalten. Gluten ist aber auch versteckt in Lebensmitteln vorhanden. In meinem Osterhasen ist beispielsweise Gerstenmalzextrakt, also ist er verboten. Auch in anderen Lebensmitteln wie Gummibärchen oder anderer Schokolade sind verschiedenste Varianten des Glutens enthalten. Alle Fertigprodukte, eingelegte Früchte und Gemüse sind ebenfalls verboten, da in ihnen auch Gluten enthalten sein kann. Es gibt eine scheinbar endloslange Liste aller verbotenen Lebensmittel. Gluten scheint in fast allem enthalten zu sein, dass man in seinem Alltag zu sich nimmt.

Und was bedeutet das jetzt für mein Essverhalten?
Naja das bedeutet, dass ich jedes verpackte Lebensmittel rumdrehen und die Inhaltsstoffe lesen muss. Das bedeutet, dass ich jedes mal frisch kochen muss, denn Essen bestellen geht nicht. Das bedeutet eine Haushaltsumstellung – Mehle müssen beispielsweise ausgetauscht werden. Essen wird definitiv eine viel größere Rolle in diesem Zeitraum einnehmen. Mal eben ein Brötchen vom Bäcker holen, wenn man nichts zu Essen in der Mittagspause hat, geht nicht mehr. Einen fertigen Salat mit Dressing dabei holen? Geht auch nicht. Ein Mikrowellenessen, als Notlösung gegen den Hunger auf der Arbeit? Geht nicht. Mal morgens ein Müsli? Geht auch nicht.

Was bringt diese Diät?
Nach diesen 60 Tagen werde ich definitiv wissen, ob meine Beschwerden von dieser Unverträglichkeit kommen oder nicht. Sollten sie verschwinden, dann ist klar, dass es davon kommt. Sollten sie weiter bestehen, dann muss es eine andere Ursache haben. Ich habe aber schon so viele Untersuchungen ohne Erfolg hinter mich gebracht, dass das die letzte Idee ist, die ich habe. Selbst meine Ärzte waren ratlos. Anscheinend ist das auch eine Intoleranz, die man nur sehr schwer nachweisen kann, was perfekt zu meinen bisherigen Untersuchungen passen würde.

 

Nun also zum ersten Rezept.

Hähnchencurry mit Reis
Für 4 Portionen braucht ihr:

  • 700g Hähnchenbrust
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 große Paprikaschoten
  • 1EL Currypaste
  • 200g Kokosmilch
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Tüten Reis
  • 1 Knoblauchzehe

Vorbereitung:

  1. Hähnchen würfeln oder in Streifen schneiden
  2. Paprika in grobe Stücke schneiden
  3. Knoblauch schälen und hacken
  4. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden
  5. Gemüsebrühe aufsetzen
  6. Petersilie hacken

Zubereitung:
Leicht gesalzenes Wasser zum kochen bringen und die beiden Reistüten einlegen – bei mittlerer Hitze kochen lassen. Gleichzeitig Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hähnchen anbraten. Hähnchen herausnehmen und mit Pfeffer und Salz würzen. Als nächstes die Kokosmilch und die Currypaste in die Pfanne geben und auflösen. Die Paprika, Lauchzwiebeln, Knoblauch und das gewürzte Hähnchen wieder hinzugeben und noch eine kurze Zeit kochen lassen – etwa 5-10 Minuten. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterrühren.
Den abgetropften Reis auf einem Teller mit dem Curry anrichten und mit einigen weiteren Blättern Petersilie dekorieren. Fertig.

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Ein super leckeres und vor allem schnelles Rezept. Mir war das ganze etwas zu würzig, deswegen habe ich noch etwas Frischkäse untergerührt. Viel Spaß beim ausprobieren.

Meine Klamotte und ich

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Ich hatte mir bei der Gründung dieses Blogs fest vorgenommen nichts über Kleidung zu schreiben, weil ich es selber nicht leiden kann, wenn mir jemand sagt, was schön aussieht und was man auf keinen Fall zusammen tragen kann. Ich entscheide selber, was ich wie anziehe und was mir in welcher Kombination gefällt.
Modeblogs gibt es in der Blogosphäre wie Sand am Meer. In diesem Post möchte ich euch aber nicht zeigen, welche Kleidung wie kombiniert gut aussieht und woher ich sie habe, sondern ich möchte euch Mut machen zu tragen was euch gefällt und wie es euch gefällt. So, dass ihr euch wohl fühlt. Findet euren eigenen Stil. In meinem ersten Post habe ich bereits eine Situation erläutert, in der ich eine damalige Freundin verlor, weil ich meinen Stil veränderte. Von Lappalien und dem möglichen Ende einer Freundschaft.  Dazu später mehr.
Eine Sache mal vorweg – ich bin nicht so eine Art Mädchen, die ihre Kleidung wechselt, nur weil sie von letzter Saison ist. Viele meiner Stücke habe ich bereits seit der 9. Klasse oder noch länger. Diese Stücke sind schon fast sieben Jahre alt (wow, mir fällt jetzt erst auf wie lange das schon her ist). Solange sie mir noch gefallen und noch nicht kaputt sind, wieso sollte ich sie also weg tun? Sind Kleidungsstücke nur verwaschen kann man sie ganz einfach wieder neu einfärben, weiße, mittlerweile gelblich gewordene Stücke, können gebleicht werden und im Handumdrehen hat man ein altes Stück wieder in ein neues verwandelt.

Nun aber zum Wesentlichen – mein Kleidungsstil. Bis vor kurzem war mir nicht mal bewusst, dass ich einen Stil habe. Ich trage einfach was mir gefällt und wie es mir gefällt. Meine Lieblingsjacke kann ich nicht mehr tragen, weil das Bordeauxrot der Jacke und das Kupfer meiner Haare sich beißt? So ein Blödsinn. Ein Volbeat und Rise Against Bandshirt passen nicht in den gleichen Kleiderschrank wir rosa Kleidchen und Blümchenshirts? Blödsinn. Als Frau kann man keinen Männerpulli tragen? Erst Recht Blödsinn.

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Jeder von uns hat mehr als nur eine Fassette und sollte die auch zeigen. Ich habe sehr lange gebraucht, um das zu verstehen und pendelte stehts zwischen dem girly und dem Wunsch alternativ und anders zu sein. Einige Jahre war meine Kleidung so und einige andere Jahre wieder anders. Die Klamotten, die nicht zum jeweils gewählten Stil passten wurden aussortiert oder ganz unten im Schrank verstaut. Doch mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mich nicht für einen Stil entscheiden muss. Ich bin wer ich bin und zeige das durch die Kleidung die ich trage. Meine Kleidung zeigt, wie ich mich gerade fühle. Ganz gleich, ob es sexy, süß oder entspannt ist. Ich entscheide morgens, was ich anziehe nach meinem Gefühl. Habe ich keine Lust mir großartig Gedanken darum zu machen wird es eben ein schlabriger Kapuzenpulli und wenn ich den schönen weißen Strickpulli mit einer Jeansbluse drunter, geziert von einer Statement-Kette tragen will, dann wähle ich eben das.
Das einzige, was mich interessiert ist, ob ich mich in meiner Klamotte wohl und schön fühle. Wie ihr merkt verbinden mich und meine Kleidung wirklich eine bizarre Beziehung mit vielen Höhen und Tiefen.

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Laut meiner Mutter habe ich bereits mit anderthalb Jahren angefangen meine Kleidung selber auszusuchen. Mit 9 Jahren trug ich am liebsten meine pinkglitzernde Schlaghose und meinen pinken Rollkragenpullover. Ja ein richtiges Mädchen eben. Irgendwann machte ich eine Verwandlung durch und entschied mich gegen pink – es ging wieder zurück zu dem Mädchenstil und wieder vorwärts zu dem „Ich-hasse-pink“-Stil. Erst seit einem Jahr fühle ich mich wirklich bei mir angekommen. Erst seit einem Jahr erkenne ich mich wirklich in meiner Kleidung wieder. Erst seit einem Jahr habe ich das Gefühl mich nicht mehr verstellen und so kleiden zu müssen, wie andere es schön finden.
Ich möchte damit nicht sagen, dass ich auf die Meinung meiner Freunde keinen Wert lege um Gottes Willen aber die Gewichtung hat sich einfach anders verteilt. Die Zeit, in der die Kleidung bestimmte wer unsere beste Freundin ist, ist für mich einfach vorbei. Die Zeit, in der ich mich durch Leute beeinflussen ließ, die mich wegen meines veränderten Kleidungsstils nicht mehr mochten, ist für mich einfach vorbei. Ja ich höre viel eher auf mich selber, auf mein Bauchgefühl und meinen eigenen persönlichen Sinn für Schönheit.

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Probleme mit der Figur und der eigenen Wahrnehmung

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Bin ich zu dick? Bin ich zu dünn? Ich sollte abnehmen…
Jeder von uns oder wohl meistens jede Frau hat wohl diese Gedanken. Meistens geht es eben darum zu dick zu sein. Aber ist ein 20jähriges Mädchen mit einer Größe von 165cm und einem Gewicht von 60kg wirklich zu dick? Oder ist das nur unsere verzerrte Wahrnehmung?
Ich persönlich habe selber große Probleme mit meiner Selbstwahrnehmung. Oft sehe ich in den Spiegel und finde mich bei meinen 160cm und durchschnittlich 52kg zu „dick“, zu „speckig“, nicht „schlank genug“. Dann gibt es aber auch wieder diese seltenen anderen Tage an denen ich mir denke: Mir doch egal. Ich esse was und so viel ich will und zähle nicht dauernd irgendwelche Kalorien. Dein Bauch ist eigentlich flach und das bisschen Speck an Hüfte und Beinen macht dich doch erst sympathisch. Genieße dein Leben und scheiß auf die ganzen Models, die man so in den Medien sieht!
Ich sehe es eigentlich gar nicht ein mich durch ein Fitnessprogramm zu quälen oder durch Diäten, nur damit andere mich schön finden. Nur damit ich in dieses Bild passe, das im Moment modern ist.
Natürlich ist eine sportliche, schlanke Figur schön und ich bestreite auch nicht, dass diese Mädchen durch ihre Figur sehr hübsch sind aber will ich mir das wirklich antun? Will ich nicht viel lieber essen worauf ich Lust habe und Sport machen, wenn ich dazu Lust habe? Ab und zu mal ein bisschen süßes essen oder etwas fettiges ohne es zu bereuen und am nächsten Tag panisch ins Fitnessstudio zu rennen?
Für mich persönlich eine viel gesündere Einstellung. Nicht, weil es ein gesünderer Lebensstil ist, sondern weil mir das eine gewissen Zufriedenheit mit mir und meinem Leben gibt. Ich möchte mich nicht zum Sport und 2 Stunden im Studio quälen. Zwei Stunden, in denen ich so viele schöne Dinge tun könnte an denen ich Spaß habe.
Eine Sache ist natürlich klar: wenn ich mein Leben genieße, dann in Maßen!
Wir wollen ja nun auch nicht, dass die kleinen Monster nachts meine Kleidung enger nähen. Ein gutes, aktuelles Beispiel für einen neuen Schlankheitstrend ist die sogenannte thigh gap. So nennt man wohl jetzt die Lücke zwischen den Oberschenkeln (wenn man denn eine hat). Mädchen hungern sich runter, um eben eine solche Lücke zu bekommen. Ist das denn dann noch weiblich? Natürlich werden in den Medien mal wieder nur die Extrema gezeigt und die Tatsache, dass Rebecca Mir bei Taff im Studio steht und über diesen „unmöglichen Trend“ berichtet finde ich auch etwas widersprüchlich.
Es gibt eben wie in allen Dingen im Leben die Extrema und die noch gesunde Einstellung. Ich persönlich habe keine thigh gap aber mit meinen Beinen war ich schon seitdem ich mir Gedanken über meine Figur mache unzufrieden und das werde ich wohl auch immer sein – was die bösen Gene nicht alles anstellen. Aber kommt es nicht darauf an, dass man mit seinem Gesamtpaket zufrieden ist? Dass man sich selber im Spiegel anschauen und sich denken kann: Heute siehst du aber gut aus? Dass man in seinen Speck kneifen und dann doch mit den Schultern zucken und mit einem Lächeln in den Tag starten kann? Dass man auch schon mal ein Eis im Sommer essen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Dass man sich eben nicht zu jeder Minute Gedanken über Kalorien, Fett, Zucker und die Figur machen muss? Dass man sich nicht zum Sport quält, nur um die perfekten Maße zu haben?
Genau das sollten wir uns alle wohl öfter vor Augen führen. Dann würde es wohl auch weniger Mädchen geben, die magersüchtig sind oder die Depressionen wegen ihres Aussehens bekommen.
Genau das sollten sich alle Designer, Fotografen und und und sich öfter vor Augen führen, denn sie sind es, die diese extremen Schönheitsideale in unsere Köpfe bringen.
Genau das sollten wir alle an unserer Gesellschaft ändern. Denn laut unserer Konsumgesellschaft ist es schön, wenn man schlank ist und man verzichten kann. (In armen Ländern ist es übrigens genau umgekehrt.)
Aber können wir wirklich was daran machen? Vermutlich nur, wenn jeder einzelne anfängt sich schön zu finden. Solange wir unserer Gesundheit nicht mit übermäßigem Konsum von Essen oder Sport schaden und es bei den fraulichen Kurven bleibt ist doch alles gut. Finden viele Männer nicht sowieso Frauen „an denen was zum anpacken ist“ schöner? Sieht das nicht sowieso viel weiblicher aus? Und ist es nicht genau das, was viele Mädchen sein wollen? Weiblich sein?