Wichteln im Sommer, geht das überhaupt?

Wichteln kennt jeder von uns doch vor allem aus der Weihnachtszeit, doch einige Blogger haben sich gemeinsam entschlossen das ganze doch mal in einer anderen Jahreszeit zu machen, um so jedem eine kleine Freude zu machen. Ursprünglich war das ganze für den Frühling geplant, doch der Poststreik machte uns da einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Deswegen musste das ganze nun in den Juli verschoben werden.

SONY DSCZuvor erstellte jeder von uns seinen eigenen Wunschzettel, damit der Wichtel auch genau weiß, womit er dem Beschenkten eine Freude machen kann. Nachdem dann auch einige weitere organisatorische Dinge geklärt wurden und der Poststreik endlich hinter uns lag, konnten die ersten Päckchen verschickt werden. Und nun bin ich an der Reihe euch mein tolles Wichtelpaket vorzustellen

Die Wünsche auf meinem Wunschzettel waren ziemlich allgemein formuliert, was es meinem Wichtel garantiert nicht einfach gemacht hat – trotzdem konnte sie ein so tolles Wichtelgeschenk zusammenstellen.

 

SONY DSCDie Windlichter werde ich definitiv auf meinem kleinen Innenhof platzieren. Meiner Mitbewohnerin und mir fehlen nämlich dort sowohl Möbel, als auch Lichter und die Windlichter sind doch dafür ein toller Anfang. Besonders gut gefallen mir die vielen Schmetterlinge darauf. Ich kann mir gut vorstellen, wie schön das Licht drumherum aussieht. Die vielen Schmetterlinge werden im Licht der Flamme tanzen. Es wird toll das auszuprobieren.

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Oh ich liebe selbstgemachte Marmelade. Ich kaufe nie welche, sondern nehme mir immer ein oder zwei Gläser von meiner Mama mit. Selber habe ich aber noch nie welche gemacht und diese Varianten habe ich auch noch nie probiert. Sobald ich wieder glutenfreies Brot habe werde ich sie probieren. Sie klingen auf jeden Fall sehr lecker und so interessant, dass ich mich nicht entscheiden kann, welche ich zuerst öffnen soll.

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Natürlich fehlte auch für die Schönheit nichts im Päckchen. Der Nagellack reiht sich wirklich super in meine Sammlung ein, eine solche Farbe habe ich tatsächlich noch nicht.
Vielen Dank an meinen Wichtel für dieses tolle Paket und die vielen Überraschungen. In dem Berg an Verpackung und Zeitungspapier war es wirklich wie eine kleine Wundertüte – den Nagellack und den Lidschatten hätte ich beinahe übersehen.

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im Modelhimmel

Wer hätte gedacht, dass die kleine (1,60m) Lena einmal ein Shootingangebot bekommt. Ein Angebot das Model des Shootings zu sein. Ein Angebot mit kostenlosen Bildern und jeder Menge Spaß. Ja ich nicht aber so kam es nun doch vor einigen Wochen. Eine Visagistin postete in einer Gruppe bei Facebook, dass sie noch weibliche Modelle für ein Shooting sucht. Ich machte mir natürlich keinerlei Hoffnung und klickte nur auf Gefällt mir geklickt. Kurz darauf erhielt ich bei Facebook eine Nachricht:

Hallo. Du hattest mein Shooting-Gesuch in der Fotogruppe mit“Gefällt mir“ markiert, daher bin ich auf deine Seite gestoßen und habe mich ein bisschen umgesehen.
Ich finde dich als Model sehr ansprechend und könnte mir gut eine Zusammenarbeit mit dir vorstellen. Deswegen wollte ich fragen, ob du eventuell an dem in der Gruppe ausgeschriebenen Angebot interessiert wärst?
Ich suche für ein TfP-Shooting am Sonntag mit dem Fotografen www.kuchtsbelichtung.de noch ein Model. Geplant sind je nach Wetter entweder Outdoor-Aufnahmen im romantischen Stil (Makeup in zarten Farben, Flechtfrisur, Outfit in Pastellfarben, Rüschen, usw) oder Studio-Aufnahmen in einem ähnlichen Stil. Das Shooting würde entweder Outdoor in Düsseldorf oder im Studio in Mönchengladbach stattfinden.
Hättest du Interesse? Würde mich über eine Antwort freuen.

Ich war natürlich total begeistert. Wie oft wird einem schon so ein Angebot unterbreitet? Wohlwollend stimmte ich dem ganzen zu und nach einigen weiteren Absprachen machte ich mich also letzten Sonntag auf zum vereinbarten Treffpunkt.

Terminvereinbarung
Einen Termin mussten wir wie gesagt nicht mehr vereinbaren. Durch die bereits vorhergegangene Planung hielt sich die Vereinbarung sehr einfach und reibungslos. Ich musste lediglich das Angebot von Lisa annehmen und alles war erledigt. Das Shooting lief auf TfP Basis ab, d.h., dass jede der beteiligten Parteien (in diesem Fall Visa, Fotograf und Model) die Zeit gegen Fotos aufwiegen und nicht in Geld. Jeder bekommt also die Fotos umsonst und kann diese für seine Eigenwerbung nutzen. Ich durfte mir 8 Bilder aussuchen und erhielt die ganzen Originale auf meinem USB-Stick. Das ist das beste Angebot, das ich bisher bei einem Fotografen hatte.

Anfahrt
Durch meine letzten Erfahrungen bezüglich Fahrten zu Shootings, habe ich dieses mal möglichst viel Zeit für meine Anfahrt eingeplant – okay ich muss gestehen ich war wirklich großzügig. Ganze zwei Stunden rechnete ich für eine Fahrt, die laut Navi 36 Minuten dauern sollte. Naja mit einem während der Fahrt ausgehenden Auto, Baustellen, Stau, Suchen und Fahrten irgendwo im Nirgendwo wie bisher wäre ich so auf jeden Fall pünktlich gewesen. Ich fuhr also wie geplant um 10 Uhr los und war wie beschrieben um halb elf am Treffpunkt. Ja Mist. Was macht man denn in einer Stadt wie Mönchengladbach mitten in einem Wohngebiet? Nach langem hin und her entschied ich mich nach einem Bäcker zu suchen und mir einen Kaffee gegen meine Müdigkeit zu kaufen. Bestimmt könnte man sich auch dort gemütlich hinsetzen und die Zeit vertrödeln – ja weit gefehlt. Ich bin tatsächlich eine dreiviertel Stunde rumgelaufen und habe nach einer Bäckerei gesucht. Laut Google Maps waren auch viele in meiner Nähe aber jedes mal wenn ich intuitiv in eine Straße abgebogen bin, habe ich diese verfehlt. Leider konnte ich Maps nicht die ganze Zeit benutzen, weil ich meinen Akku sparen wollte. Naja dafür habe ich mir mal ein bisschen die Stadt angesehen.
Die restliche Zeit habe ich übrigens in meinem Auto mit rumliegen und versuchen ein Nickerchen zu halten, meinem Handy und in die Luft starren verbracht.
Die Location war wie gesagt sehr schnell und leicht gefunden und auch die Parkmöglichkeiten in der Umgebung waren nicht schlecht. In der Straße selber ist das Parken umsonst und es waren sogar noch ziemlich viele Parkplätze frei, sodass ich quasi vor der Tür halten konnte.

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Zuverlässigkeit
Auch in dieser Kategorie habe ich nichts auszusetzen. Alle erschienen wie vereinbart und auch die versprochenen Fotos erreichen mich in Lichtgeschwindigkeit.

Freundlichkeit
Eine lustige und verrückte Truppe war an diesem Tag dabei. Von Beginn des Shootings an wurde ich liebevoll umsorgt, mir wurde jeder einzelne Schritt erklärt, viele Beispielbilder und Arbeiten des Fotografen gezeigt (dadurch auch die Arbeit der Visa), es gab Snacks und Getränke und jede Menge Späßchen und Scherze. Es war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Auch während dem Shooting selber wurde ich nicht einfach in der Luft hängen gelassen, gewollte Posen wurden genau erklärt und gezeigt und auch hier löste sich der ein oder andere Spruch von den Lippen. Auch wie bei meinen bisherigen Shootings mit Martha konnte ich mich in dieser Umgebung und mit diesen Leuten sehr wohlfühlen und während dem Shot.

Equipment
Von beiden Parteien, sowohl Lisa als auch den Fotografen war wirklich mehr als genug Equipment vorhanden. Ich hatte den Eindruck, dass es Lisa niemals an Pinseln und Make-Up fehlen kann, weil sie scheinbar für jeden Hauttyp die richtigen Sachen dabei hat und für jedes Thema passenden Lidschatten und Lippenstift. Bei den beiden Fotografen war es ähnlich von allen möglichen Objektiven über Accessoires und Deko bis hin zu Lampen war alles vorhanden. Zwischendurch konnten Objektive je nach gewünschter Einstellung gewechselt werden, ich erhielt eine Sonnenbrille und wurde sogar mit einer Nebel- und Windmaschine angepustet.

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Ergebnis
Wie bereits oben beschrieben waren sehr romantische und mädchenhafte Fotos gewünscht. Ähnlich wie bei meinem letzten Shooting mit Martha packte ich viele verschiedene Kleidchen und Jumpsuits ein – alles was ich in meinem Kleiderschrank zum Thema romantisch, Blümchen und Spitze finden konnte. Die Bilder sind echt toll geworden irgendwie anders als die bisherigen Fotos, die ich von mir habe.
Als ich meine beste Freundin um Rat gefragt habe, als ich mir Bilder aussuchen durfte sagte sie

Das sieht aus wie aus einem Modejournal

Na, wenn das mal kein Kompliment war.
Die Bearbeitung der Fotos verlief wie gesagt rasend schnell. Nur einige wenige Tage nach dem Shooting erreichte mich schon die erste Mail mit den ersten Fotos und Tag für Tag gibt es 1-2 neue Fotos in mehreren bearbeiteten Ausführungen. Aber nicht nur die Arbeit der Fotografen sollte man an dieser Stelle loben, sondern auch die Arbeit der Visa. Obwohl sie sich das Schminken selber beigebracht hat, beherrscht sie ihr Handwerk wirklich gut. Wie gesagt hatte sie genug Auswahl an verschiedensten Utensilien und auch ihre Pinselstriche saßen. Durch ihre Ausbildung zur Friseurin konnte sie auch meine Haare wundervoll herrichten und ich dachte mir

Wenn du jemals so nach einem Firseurtermin ausgesehen hättest, dann würdest du diese Termine wesentlich mehr genießen

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Fazit
Es war wirklich ein gelungenes Shooting und auch hier kann ich sowohl Fotograf, als auch Visa nur weiterempfehlen. Klickt euch mal durch ihre Seiten durch und taucht in wundervolle Fotos, verrückte Ideen und kreative Umsetzungen ein. Wenn ihr also auf nette Leute und unterhaltsame, entspannte und gut durchgeführte Shootings legt, seid ihr dort auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Alle strahlen nur so vor Kreativität und Einfallsreichtum aber auch die Umsetzung dieser Ideen wird gut gemacht.
Schaut euch die Fotos an und entscheidet selbst.

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Hair & Make-Up: Lisa Knape Makeup Artist
Photo & Retouch: Kuchtsbelichtung

 

 

 

 

Meine bisherigen Reviews findet ihr über Marei Photography/Make-Up Artist Mareike Thelen hier und über Victoria Lindt hier

Liebster Award.

LiebsterAward_3lilapplesWow, ich wurde von der Lieben natashaneverland für den Liebster Award nominiert. Folgt an dieser Stelle nicht eine Rede? Keine Sorge darauf bin ich nicht vorbereitet aber danke dafür. Ich hätte niemals damit gerechnet.

Der Liebster Award

Im Prinzip sind die Regeln zum Liebster Award ziemlich einfach:

  1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat
  2. Beantworte alle 11 Fragen, die dir gestellt wurden
  3. Nominiere 11 weitere Blogs, die weniger als 200 Follower haben
  4. Denke dir selber 11 Fragen aus, die deine Nominierten beantworten müssen

Hier also meine Antworten auf die Fragen, die natashaneverland mir gestellt hat:

1. Wenn du für einen Tag in die Haut einer berühmten Person schlüpfen könntest, welche wäre es?
– Ich würde gerne nur ein einziges Mal in meinem Leben ein Model sein. Nennen wir sie Heidi Klum oder Gisele Bündchen. Wer es ist, ist mir eigentlich egal. Ich wäre gerne ein einziges Mal groß. Größer als diese winzigen 1,60m für die ich so oft geärgert werde. Nur für einen einzigen Tag mal die Luft schnuppern, die dort oben ist und nicht immer nur zwischen den Achseln der ganzen Leute rumlaufen. Ein Mal über alle anderen drüber hinwegsehen können – das wär’s doch.

2. Was siehst du, wenn du aus dem Fenster blickst?
– Ich habe aus meiner Wohnung einen wunderschönen Ausblick über einen ziemlich grünen Teil der Stadt. Jeden Sommer sehe ich die Bewohner der Nachbarhäuser auf ihren Dachterrassen und Balkonen und beneide sie, dass ich keins von beiden habe. Ich sehe den wunderbar gestalteten Garten meiner Nachbarn und das Krankenhaus, in dem mein Freund arbeitet. Im Winter kann ich sogar bis zu seiner Wohnung sehen.

3. Wovon hast du als letztes geträumt?
– Ich glaube es ging darum, dass mein Freund eine ganze Tafel Schokolade ohne mich gegessen hat und wir ich deswegen sehr entsetzt und zutiefst enttäuscht war. Meine Liebe zu Süßem ist wirklich tiefgehend…

4. Wenn dein Zimmer brennen würde, welche drei Gegenstände (keine Haustiere & Menschen) würdest du retten?
– Da mein Zimmer meine gesamte Wohnung ist, fällt mir die Entscheidung zu dieser Frage wirklich schwer. Mein gesamter Besitz befindet sich schließlich hier. Trotzdem entscheide ich mich für meinen Laptop, weil dort alle Fotos gespeichert sind, die in den letzten Jahren gemacht wurden, Pauly – mein allererstes Kuscheltier, weil einfach zu viele Erinnerungen und gemeinsame Stunden an ihm hängen und der letze Gegenstand wäre ein Bild, das meine Mutter für mich gemalt hat.

5. Was würdest du dir kaufen, wenn du für einen Tag unbegrenzt viel Geld zur Verfügung hättest?
– Ich würde mir definitiv einen Flug und ein tolles Hotel in Japan buchen. Damit würde sich einer meiner größten Wünsche erfüllen.

6. Welche Ziele möchtest du dieses Jahr noch erreichen?
– Meine Ausbildung würde ich gerne abschließen, mit einer Freundin zusammen in eine WG ziehen und am Ende des Jahres mit meinem Studium beginnen. Alles ist bereits in Arbeit. Für die Prüfung wird mehr oder weniger gelernt – ich meinte natürlich lerne ich sehr viel Mama –  eine geeignete Wohnung wird gesucht und die Bewerbungen sind soweit möglich abgeschickt. Alles in Allem sieht es bisher so aus als würde ich alle meine Ziele irgendwann erreichen.

7. Wenn du dir etwas wünschen könntest und es würde mit Sicherheit in Erfüllung gehen, was wäre es?
– Puh. Für diese Antwort kriege ich bestimmt eine Standpauke von meinem Freund gehalten aber ich würde mir wünschen, dass wir noch eine lange Zeit gemeinsam glücklich sein können. Tut mir leid, dass das so naiv klingt.

8. Welches Land möchtest du mal besuchen und weshalb?
– Wie bereits in Frage 5 erwähnt würde ich gerne nach Japan reisen. Mich interessiert die Kultur dort sehr. Ich würde mir gerne ein Bild davon machen, ob es stimmt, was man über dieses Land hört, die verschiedenen Orte sehen und von ihnen verzaubert werden und natürlich auch, weil es das Heimatland des Genres ist, das ich so liebe. Ich würde gerne all die Leute dort treffen, die Shops durchschauen und die „verrücktesten“ Dinge erleben. Irgendwie scheint es mir, im Gegensatz zu Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Ich will die verschiedenen Kulturen, die Heutige aber auch die Alte erkunden. Ich würde gerne einen Kimono tragen und unter einem Kirschbaum sitzen. Klingt ganz schön bescheuert.

9. Wenn du dich in diesem Moment an einen anderen Ort Zauber könntest, wo würdest du hin?
– Ich wäre gerne schon in meiner neuen Wohnung – natürlich wundervoll eingerichtet und renoviert. Ab Mai ist es endlich so weit. Ich ziehe mit meiner längsten Freundin in eine WG. Wuhu – tschüss langweilige Abende alleine, Hallo WG-Leben.

10. Was würdest du nie in deinem Leben tun?
– Das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich überlege nun schon sehr lange aber ich bin zu keiner richtigen Antwort gekommen. Alles was mir in den Sinn kam wurde direkt wieder beiseite geschoben. Eine Vogelspinne anfassen, weil ich große Angst vor Spinnen habe? Hm ja doch wieso nicht? Ich habe mir schon so oft gesagt

Das würdest du nie im  Leben machen

doch irgendwann hat man es eben doch gemacht. Ganz gleich ob es nun ein Besuch in einer Sauna oder das Rauchen einer Zigarette ist. Ich versuche in meinem Leben so viele Erfahrungen zu sammeln wir nur möglich und habe so schon viel zu viele peinliche Situationen erlebt und „das-würde-ich-nie-machen“-Situationen überlebt, dass mir ausser einem Gesichtstattoo oder einem Lippenteller echt nichts einfällt. Vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch und der erste Kommentar reißt mich hinunter.

11. Welche Superkraft hättest du gerne?
– Diese Frage sehe ich in letzter Zeit erstaunlich oft auf diversen Internetseiten. Ich würde gerne die Elemente bändigen können (zählt das als Superkraft?). Dann wäre ich Avatar, die Herrin der Elemente. Die Legende von Lena.
Buch eins: Feuer – Ich war schon immer mehr interessiert an den Bösen, als an den Guten, ganz gleich, ob es in Buch, Serie oder Film war und Feuerkräfte sind schon ziemlich cool. Mir fällt gerade auf, dass viele Charaktere aus meinen liebsten Serien Feuerkräfte besitzen aber auch im realen Leben verzauberte es mich immer sehr. Die Wärme, die es ausstrahlt, das Flackern und die wunderschöne Farbe. Nicht umsonst habe ich mich jedes Jahr beim Kindermitmachzirkus für den Feuerkurs gemeldet.
Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, habe ich oft Ewigkeiten vor dem Kamin gesessen und den Flammen zugesehen und wenn ich jetzt in meiner Wohnung Kerzen anzünde, bleibt mein Blick allzu oft an den tanzenden Flammen hängen.
Buch zwei: Luft – Schon seitdem ich mich zurückerinnern kann, wollte ich fliegen können. Frei wie ein Vogel durch die Lüfte schweben und mich von den Winden tragen lassen. Das Fliegen fasziniert mich so sehr, dass ich sogar überlegte eine Ausbildung als Stewardes zu machen aber wie das Schicksal es so will – ich bin zu klein. Trotzdem fühle ich mich wie ein kleines Kind an Weihnachten, Geburtstag, Silvester, Ostern und Nikolaus zusammen, wenn ich in einem Flugzeug sitze. Es gab bisher keinen Flug, an dem ich nicht begeistert aus dem Fenster gesehen und zu meinem Sitznachbarn Dinge wie

Guck mal da!

Hast du die Berge gesehen?!

Da ist ja das Meer!

Oh wie schön die Wolken sind.

gesagt habe. An dieser Stelle entschuldige ich mich zutiefst dafür.
Buch drei: Wasser – In der Schule habe ich den Schwimmunterricht gehasst und ich war auch nie eine richtige Wasserratte aber was ich nie jemandem verraten habe ist die Reue, die ich jedes Mal empfand, wenn ich am Beckenrand saß. Ich starrte auf das Wasser im Schwimmbecken und wünschte mir ich könne darin schwimmen. Ich wünschte mir, ich hätte mir keine Ausrede einfallen lassen, wieso ich nicht teilnehmen kann. Ich wünschte mir ich könne die sachten „Wellen“ an meiner Haut spüren und mich schwerelos fühlen. Außerdem steht die Fähigkeit das Wasser zu beherrschen in vielen Geschichten für Heilfähigkeiten und das ist auch nicht schlecht.
Buch vier: Erde – Erde war mir immer ein bisschen zu männlich. An sich verbinde ich auch nichts mit diesem Material. Ich mache mich nicht gerne schmutzig oder wühle gerne draußen herum. Ich habe auch keine Fähigkeit dazu Zimmerpflanzen lange am Leben zu erhalten. Sogar meinen Kaktus habe ich innerhalb von zwei Jahren um die Ecke gebracht. Den grünen Daumen hat meine Mutter mir anscheinend nicht vererbt aber ich liebe die Natur, die uns umgibt. Es gibt nichts schöneres als das. Gleichzeitig birgt sich in ihr aber auch etwas unheimliches, unentdecktes und damit meine ich nicht die bösen Pollen, die mich jedes Jahr aufs Neue quälen – Nein ich rede von unberührter Natur. Ich denke an Wasserfälle, schöne (wenn auch gruselige) Wälder, Wiesen und weite Felder.

 

An dieser Stelle sollen eigentlich 11 weitere Blogs nominiert werden. Ich habe mich allerdings nur für drei entschieden, da diese mir wirklich gut gefallen. Die kleinen Blogs sind leider alle sehr unbekannt und deswegen ziemlich schwer zu finden.

Fliederglück

Bleu, Blanc, Rouge

schwarzbuntgestreift

 

Nun also zu meinen 11 Fragen. Ein böses Lachen folgt an dieser Stelle.

1. Wieso hast du dich für diesen Blogtitel entschieden?

2. Woher nimmst du deine Inspirationen für deine Posts? Hast du eine Muse?

3. Hast du neben dem Blog noch andere Hobbys?

4. Wer steckt hinter deinem Blog und was sollte man unbedingt über dich wissen?

5. Wieso hast du mit dem bloggen angefangen?

6. Was möchtest du auf jeden Fall noch erleben?

7. Liest du regelmäßig andere Blogs?

8. In welcher Epoche würdest du gerne leben, wenn du durch die Zeit reisen könntest?

9. Was war das außergewöhnlichste, das du bisher gemacht hast?

10. Welche ist deine liebste fiktive Figur?

11. Was bedeutet es für dich wirklich frei (vogelfrei) zu sein?

Langsam einen Fuß vor den anderen setzen.

Schritt für Schritt gefällt mir mein Blog immer besser. Schritt für Schritt traue ich mich immer mehr ihn vorzuzeigen, nicht nur in Bloggergruppen – NEIN, vor allem auch vor meinen Freunden und meiner Familie. Es war schon länger bei vielen bekannt, dass ich diesen Blog führe aber einen bewussten Schritt in die Richtung dazu zu stehen und stolz auf meine Arbeit sein zu können das begann erst so langsam als ich anfing meine Posts per Instagram Publik zu machen.
Das war an sich kein riesiger Schritt – eher ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Meine eigene Facebookpage zu veröffentlichen war eine ganz andere Nummer. Ich habe schon sehr lange darüber nachgedacht diesen Schritt zu wagen und für die meisten scheint es vielleicht auch gar kein bewegendes Erlebnis zu sein aber für mich ist es eine ganz andere Hausnummer ein Feedback von „Fremden“ zu bekommen oder von Leuten, die ich gut kenne. Es entstehen viel zu schnell Lästerein und fiese Tuscheleien. Es entstehen Gerüchte und Lauffeuer. Ich kenne meine Heimat sehr gut und weiß wie schnell so was geht. Wie schnell eine Einladung zum liken meiner Page zu einem Lauffeuer wird. Es bleibt nicht dabei, man schaut es sich vielleicht nicht mal an, nein man schreibt direkt der besten Freundin

Hast du schon gesehen?!

Ja ich kenne es doch selber und bin wahrscheinlich nicht viel besser. Vielleicht hatte ich deswegen so große Angst davor diesen Schritt zu gehen.

Das erstellen der Seite hat mir großen Spaß gemacht und auch die Gestaltung meines (nennen wir es mal) vorläufigen Logos. Ich habe viel Arbeit in alles investiert und bin total überrascht, meine Blogstatistik schien förmlich zu explodieren. So viele Leser hatte ich noch nie an einem einzigen Tag. Outlawedvogelfrei steckt eben immer noch in den Kinderschuhen und wie das eben bei Kindern so ist, gibt es noch viele Dinge die es lernen muss und mit seinen kurzen Beinchen kann es auch nur kleine Schritte vorwärts machen aber es macht sie und ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden.

Wieso mache ich mir überhaupt so viele Gedanken? Weil Leute, die ich sowieso nicht leiden kann hinter meinem Rücken schlecht über mich reden? Weil ich ihnen wieder einen Aufhänger liefern könnte? Könnte – JA genau das. Ich könnte einen liefern aber vielleicht auch nicht. Woher weiß ich das schon? Menschen brauchen immer etwas worüber sie sich unterhalten können. Sie brauchen immer jemanden über den sie sich unterhalten können. Möglicherweise, weil ihr eigenes Leben zu langweilig ist oder sie selber nichts erreicht haben. Wer weiß das schon. Wer weiß schon, was in den Köpfen der Menschen vor sich geht.

Also Welt hör‘ mich an! Ich bin Lena, 20 Jahre alt und das Gesicht hinter dem Blog outlawedvogelfrei.

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Steckt noch in den Kinderschuhen

Ich drücke mich heute vorm lernen und bastle stattdessen an meiner facebookpage. Ja richtig gehört outlawedvogelfrei ist ab heute auch bei facebook erreichbar.

Facebookpage

 

Wie der Titel schon sagt, steckt meine Seite noch in den Kinderschuhen. Es werden wohl noch einige Stunden Arbeit hinein fließen, bis ich mit ihr endgültig zufrieden bin. Habt ihr vielleicht noch einige Tipps und Tricks auf Lager, wie ich meine Page verbessern und mehr Leute erreichen kann?
Natürlich wird das ganze erst so richtig losgehen, wenn meine Posts dort hochgeladen werden, das ist mir klar aber ich kenne mich leider wenig mit diesem HTML-CSS-Formatierungs-Internetseiten-schön-machen-Kram aus und bin deswegen für Kritik und Anregungen zu jeder Zeit offen.

Ist euch übrigens schon mein neues Blogdesign aufgefallen? Ich habe schon länger überlegt das Design zu ändern. Es gefiel mir zwar immer recht gut, allerdings habe ich es von Beginn an nicht für allzu benutzerfreundlich empfunden und gerade um euch geht es ja. Da ich aber bisher nur positives Feedback dazu erhalten habe, entschied ich mich stets gegen eine Änderung. Doch heute erhielt ich eine Nachricht von der lieben Laura von pixeldetail.de, die mich genau auf die Punkte hinwies, die mich ebenfalls schon störten.

altes Designneues Design

 

Nun habe ich mich einige Zeit umgesehen und letztendlich dieses Design ausgewählt. Für mich war es wichtig, dass trotz allem immer noch meine Bilder auf der Startseite angezeigt werden aber trotzdem schon die Titel der verschiedenen Beiträge angezeigt werden. Stetig lerne ich durch eure Anregungen und Kritiken dazu. Ohne euch wäre eine Verbesserung meines Blogs wohl kaum möglich.

 

Lernen leicht gemacht.

Damals in der sechsten Klasse hatten wir dieses sagenumwobene Fach „Lernen lernen“. Hat man damals aufgepasst? Nein, natürlich nicht. Mittlerweile wünsche ich mir ich hätte es getan, denn jedes mal, wenn ich für eine Prüfung lerne wünschte ich mir ich wüsste noch, was uns damals vermittelt werden sollte.
Irgendwann habe ich angefangen mir selber eine Lerntaktik zu entwerfen und fahre ganz gut damit.
Meine beste Freundin erkundigte sich vor einigen Tagen bei mir, ob ich ihr Tipps zum lernen geben könnte, da sie es nicht schafft sich alles zu merken. Nun dachte ich mir gebe ich meine Tipps einfach Preis und hoffe, dass sie vielleicht sogar euch weiterhelfen können.

  1. Lernzettel schreiben!
    • Lernzettel sind das oberste Gebot für erfolgreiches Lernen. Durch das Schreiben prägt ihr euch schon die meisten Inhalte ein – je öfter ihr sie schreibt, desto leichter merkt ihr es euch.
  2. Lernzettel = Spickzettel
    • Kennt ihr das nicht auch? Ihr schreibt euch einen Spickzettel und braucht ihn eigentlich gar nicht, weil ihr euch in der Klausur auf einmal so sicher seid. Ihr fühlt euch allein durch den Spickzettel in eurer Tasche viel sicherer.
    • Ich baue meine Lernzettel deswegen schon wie einen Spickzettel auf und nehme sie mit zur Schule, lasse sie aber in meiner Tasche. Allein durch das Bewusstsein, dass diese Zettel da sind fließen die Informationen wie von alleine aus meinen Fingern.
  3. Am Abend vorher lernen!
    • Wir kennen sie alle diese Regel, dass man am Tag vor einer Prüfung nicht mehr lernen sollte, weil dann sowieso nichts mehr im Kopf hängen bleibt. Schwachsinn! Natürlich solltet ihr euch nicht ausschließlich darauf verlassen aber das Gehirn kann Informationen besser verarbeiten, wenn sie kurz vorm schlafengehen eingeprägt werden.
    • Ich lerne ausschließlich abends – schreibe meine Lernzettel tagsüber. Die Infos sind dann zwar nicht endgültig in das Gehirn eingebrannt aber sie sind da und das in der Stunde, in der ich sie brauche. Für spätere Prüfungen reicht dann ein Auffrischen.
  4. Immer die Ruhe bewahren
    • Ganz gleich wie viel Stoff ihr lernen müsst, macht euch keinen Stress! Das verhindert nur euren Erfolg beim Lernen.
    • Steht ihr vor einer großen Prüfung wie eventuell einer Abiturprüfung dann stellt euch der Realität: ihr könnt euch nicht alles merken! Gebt euer bestes und versucht so viel zu behalten, wie ihr nur könnt. Gebt nicht gleich auf aber mit zu viel Stress blockiert ihr nur euren Lernerfolg.
  5. Der eigentliche Erfolg beim Lernen fängt schon im Unterricht an!
    • Tut mir leid ihr Lieben aber der Unterricht ist nun mal das Maß aller Dinge. Durch die Anwesenheit und Aufmerksamkeit dort prägt ihr euch schon viele Grundinformationen ein.
    • Strukturiert alle Notizen schon dort sauber und ordentlich.
    • Macht Überschriften; benutzt unterschiedliche Farben; nehmt einen Bleistift für Infos, die nicht an der Tafel stehen aber trotzdem wichtig sind und die Randspalte könnt ihr super für Sternchen (z.B. um Fremdwörter zu erklären) nutzen.
  6. Achtet auf die Tipps der Lehrer
    • Sätze wie: „Das kam bisher in jeder Abschlussprüfung dran!“ oder „Das war bisher noch in keiner Abiturprüfung!“ sind Gold wehrt. Markiert die genannten Themenfelder zum Beispiel mit einem roten Kreuz, damit ihr beim Lernen darauf ein besonderes Augenmerk legt.
    • Wiederholt ein Lehrer immer wieder ein bestimmtes Thema und legt großen Wert darauf, dass ihr es versteht und euch schon im Unterricht gemerkt habt, dann könnt ihr so gut wie sicher sein, dass dieses Thema in einer Klausur abgefragt wird. Lehrer sind nämlich nicht die Monster für die wir sie immer halten. Sie wollen auch nur unser bestes und hoffen uns erfolgreich durch unsere Schulzeit begleiten zu können.

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Ich hoffe, dass ich euch helfen konnte und ihr in Zukunft erfolgreicher beim Lernen seid. Es würde mich sehr interessieren, was ihr für Erfahrungen gemacht habt. Außerdem würde mich eine Rückmeldung dieser Methode interessieren. Nutzt ihr ähnliche Methoden? Und wie lernt ihr am besten?

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Da ich mich mit diesem Post selber vorm Lernen gedrückt habe verabschiede ich mich und stürze mich erneut in die Arbeit.

Mama warum sieht die Frau so komisch aus? – Sieh da bloß nicht hin!

Immer wieder begegne ich im Alltag und vor allem in meinem Beruf Kindern. Kinder, die die Welt nicht kennen und neue Dinge erst lernen müssen. Immer wieder begegne ich Eltern, die während sie mit ihren Kindern unterwegs sind anderen Dingen mehr Priorität geben und immer wieder begegne ich Kindern, die andere Menschen anstarren, Trauben bilden, auf jemanden zeigen und lachen. Die dazugehörigen Eltern oder Betreuer interessiert das scheinbar nicht. Sie unterhalten sich und beachten die Kinder nicht. Sie erklären ihnen nicht, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die anders aussehen als sie. Die nicht „normal“ sind, etwas befremdlich wirken.
Vor einigen Wochen war ich im Rahmen meines Nebenjobs mit einem Mädchen, das ich betreue im Kino. Sie hat Trisomie 21.
Gleichzeitig waren einige Kinder, die scheinbar einen Kindergeburtstag feierten, ebenfalls dort. Es dauerte nicht lange bis sich eine Traube Kinder um uns bildete, sie anstarrten und einfach nicht gingen.

Was ist denn eigentlich Trisomie 21?
Trisomie 21 ist wohl besser bekannt unter dem Begriff Down Syndrom. Dieses Syndrom ist keine Krankheit, sondern ein genetischer Deffekt. Dazu müsst ihr wissen, dass unsere Erbinformationen auf sogenannten Chromosomen liegen. Von diesen Chromosomen besitzt jeder Mensch insgesamt 46 oder 23 Paar. Bei Menschen mit Trisomie 21 liegt das 21. Chromosom drei mal anstatt zweimal vor. Durch diesen Gendefekt kommt es zur Beeinträchtigung der körperlichen und gestige Entwicklung der Betroffenen.
Der Gendefekt weist ein typisches Erscheinungsbild auf. Die Betroffenen sind beispielsweise kleinwüchsig, sie haben ein rundes Gesicht und meist schrägstehende Augen, die Hände sind breit mit kurzen Fingern und die Zunge zu groß für den Mund, weswegen sie oft aus dem Mund herausragt.
Außerdem leiden die Betroffenen an einer individuell ausgeprägten Intelligenzminderung, wovon aber nur 8% als geistig behindert gelten.
Wenn ihr einen Menschen mit diesem Snydrom kennt, dann wisst ihr, dass sie zu den freundlichsten Menschen zählen. Ich kenne niemanden der immer so fröhlich und herzensgut ist. Ich kenne niemanden, der so viel lacht und an so vielen Dingen Freude hat. Auch das ist ein Symptom der Betroffenen.

Natürlich ist ihr Äußeres demnach für diese Kinder etwas unbekanntes aber es wäre die Aufgabe der Betreuer gewesen die Situation zu erklären. Für Kinder verständlich erklären, nicht zu sagen „Schau da nicht hin“ aber auch nicht mit dieser Missachtung zu reagieren. Ich glaube zwar nicht, dass das Mädchen, mit dem ich dort war die Situation verstanden hat aber es war trotzdem unangenehm und unmöglich. Es war ihr gegenüber verachtend und ungerecht.
Um sie nicht zu verwirren habe auch ich meinen Ärger geschluckt. Am liebsten aber hätte ich die Erwachsenen angesprochen.
Um solche Situationen nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen Betroffenen in Zukunf vermeiden zu können eine Bitte an alle Eltern: bringt euren Kindern bei, dass nicht alle Menschen gleich sind und bitte, bitte, bitte sagt ihnen, dass gucken okay ist – sie sollen ja schließlich lernen – aber aus einer Entfernung und zum Teufel keine Gruppe Kinder sollte jemals ene Traube um einen Menschen bilden, der befremdlich für sie aussieht. Es hätte nur noch gefehlt, dass eins dieser Kinder auf sie gezeigt hätte und gerufen hätte: „Mama warum sieht die Frau so komisch aus?“

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Die Grenze zwischen Bewertung und Rufmord

Als ich gerade gedanklich einen Post über eine Bewertung durchging kam mir die Frage in den Kopf: Wo ist die Grenze zwischen Bewertung und Rufmord?
Ich habe mich dafür mal etwas schlau gemacht. Laut Strafgesetzbuch wird Rufmord nach den §186 StGB (üble Nachrede) und §187 StGB (Verleumdung) geahndet. Nun also ein Mal die Grundkenntnisse für diesen Post:

§186 StGB üble Nachrede
Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Übersetzt bedeutet das so viel wie: Verbreitest du öffentlich Dinge über jemanden, die ihn schlecht dastehen lassen und du diese nicht nachweisen kannst, so kannst du mit einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Verbreitest du diese Geschichten dann auch noch schriftlich, wie zum Beispiel in einem Blog, dann kann die Haftstrafe sogar bis zu zwei Jahre dauern oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

§187 StGB Verleumdung
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

In einfaches Deutsch übersetzt bedeutet das: Verbreitest du Lügen über jemanden, obwohl du weißt, dass sie nicht wahr sind und diese die Person in der Gesellschaft schlecht dastehen lassen, dann wirst du mit einer Haftstrafe bis zu zwei Jahren bestraft. Geschieht das ganze auch noch in einer größeren Menschenmasse, wie zum Beispiel in der Schulklasse oder schriftlich, wie in einem Blog, dann kann es dabei sogar bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe geben,

Soweit so gut. Ihr solltet im Allgemeinen bei einer Bewertung sowieso immer darauf achten eure persönlichen Gefühle nicht mit in diese einfließen zu lassen. Das ist nicht nur unangebracht, sondern auch unprofessionell. Natürlich könnt ihr eure Bewertung nach euren subjektiven Erfahrungen schreiben aber ihr solltet manche Dinge vermeiden.

No-Go’s

  • Schreibt auf keinen Fall eine Bewertung aus Rache, weil ihr zu lange auf ein Produkt gewartet habt. Ihr könnt eventuelle Lieferverzögerungen oder lange Wartezeiten natürlich in der Bewertung vermerken aber sie sollte trotzdem möglichst objektiv bleiben.
  • Eine negative Bewertung, weil es Probleme mit der Lieferung eines Freundes gab. Das ist wirklich unterste Schublade, denn bei euch gab es doch kein Problem? Habt ihr den Anbieter getestet? Für eine Bewertung zählen immer eigene Erfahrungen!
  • Schimpfwörter sind allgemein unangebracht aber ich hoffe das ist selbstverständlich.
  • Direkt die schlechteste Note zu vergeben, wenn ihr zum Beispiel bei einem Arzt unzufrieden wart. Ihr solltet euch nicht von euren Gefühlen überschwemmen lassen, sondern lieber mit der Bewertung einige Tage warten und dann überlegen, ob es nicht auch gute Seiten an der Behandlung gab? Und seien es nur Dinge wie die Einrichtung oder Erreichbarkeit.

Wie schreibe ich jetzt aber eine Bewertung, damit meine subjektive Meinung doch objektiv verpackt und rechtlich korrekt ist?
Go’s

  • Die Wahrheit liegt nun Mal im Auge des Betrachters aber ihr solltet bei der Wahrheit bleiben. Erinnert ihr euch an manche Dinge nicht mehr genau, so haben diese in der Bewertung nichts verloren.
  • Anstatt einer überzogenen ungenügenden Bewertung abzugeben, gebt doch lieber gar keine ab und vermeidet so die mögliche rechtliche Konsequenz für eventuelle Falsch-Aussagen gegen die der Beschuldigte sich schließlich laut StGB wehren kann und darf.
  • In einer optimalen Bewertung sollte keine eigene Wertung einfließen. Ja das klingt verrückt es handelt sich schließlich um eure subjektive Meinung aber ihr solltet nun mal objektiv bleiben. Ich persönlich finde das sehr schwierig, weil man mit Sätzen wie „Ich finde…“ und „meine Meinung ist…“ schon seine subjektiven Eindrücke einfließen lässt. Werdet ihr meine Rezensionen noch mal durchlesen, dann werdet ihr bestimmt solche Sätze finden.
  • Stets positive und negative Aspekte schildern. Das sagte ich auch schon bei den No-Go’s. Lasst euch nicht nur von den negativen Dingen beeinflussen lassen, sondern gut überlegen, ob es nicht auch positive Aspekte gab.
  • Schreibt nur, was ihr auch beweisen könnt. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, ist diese Regel wohl die wichtigste. Ihr könnt euch am besten vor unangenehmen Konsequenzen schützen, in dem ihr diese befolgt. Habt ihr keine Beweise greifen die Paragraphen des StGB, könnt ihr eure Bewertung aber belegen kann der Beschuldigte sich wehren und ihr wärt laut Gesetz trotzdem im Recht. Aber Achtung: dabei objektiv bleiben und nichts überziehen!
  • Vor der Bewertung den Anbieter kontaktieren und über das Problem aufmerksam machen. Wenn er nicht weiß, was ihr für ein Problem habt, dann kann er euch auch nicht helfen. Also fragt doch lieber vorher nach, wieso es zu Lieferverzögerungen kommt oder wieso der Vertretungsarzt euch manche Medikamente nicht verschreiben möchte. So könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden und eventuell doch noch zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen. Wer spricht, dem kann geholfen werden.

Am Besten gliedert ihr eine Bewertung in verschiedene Kriterien. Geht es zum Beispiel um ein Versandhaus bieten sich Kriterien wie Lieferzeit, Zahlungsmöglichkeiten, Rückgabemöglichkeiten, Qualität, Quantität etc. an. Ihr könnt sogar ein Notensystem einführen aber bedenkt dabei, dass die Note 6 einer nicht erbrachten Leistung gleichgestellt wird und das bedeuten würde, dass ihr von dem Versandhaus gar keine Leistung erhalten habt. Weder eine Lieferung, noch Zahlungsmöglichkeiten oder überhaupt Artikel. In der Regel ist das äußerst unwahrscheinlich.
Und denkt immer daran lieber keine Bewertung schreiben als eine falsche überzogene.

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Und was kommt dann?

Als ich heute an meinem Arbeitsplatz ankam, lag dort ein kleines, dünnes, schwarzes Buch, das ich noch in unseren Bestand einpflegen sollte.
Und was kommt dann? Das Kinderbuch vom Tod

Neugierig wie ich nun Mal bin, habe ich dann auch mal reingeschaut und war direkt von der ersten Seite an begeistert. Ich hatte noch nie ein Buch in der Hand, das so gut mit der Thematik Tod umgeht und ihn so gut Kindern darlegen kann.
Für sehr viele ist dieses Thema ja sowieso ein Tabu. In einigen Familien wird kaum darüber geredet oder es wird eben an einer bestimmten Sichtweise festgehalten. Viele christliche (gläubige) Familien erklären ihren Kindern die bekannte Sichtweise. Nach dem Tod folgt das Leben im Himmel und Gott ist ein großer Mann mit Bart, der in den Wolken sitzt. Viele Atheisten erklären es vielleicht so: Nach dem Tod gibt es kein Leben. Es wird einfach schwarz und das war es dann. Welche Sichtweise für jeden persönlich die richtige ist, muss jeder individuell entscheiden, denn man geht speziell mit diesem sensiblen Thema sehr subjektiv um.
Das tolle an diesem Buch ist nun, dass dort viele verschiedene Erklärungen aufgegriffen werden und nicht eine spezielle Richtung, als „das geschieht nach dem Tod“ dargelegt wird. Es zeigt sehr gut, dass jeder selber entscheiden muss, wie er mit dem Thema Tod umgehen muss. Jeder stellt sich anders vor, wie es ist. Manche denken wie gesagt es wird schwarz, andere denken es wird blau oder Gold. Vielleicht werden wir auch Wiedergeboren als Baum, Tier oder gar als Bratwurst?

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In vielen Rezensionen auf Amazon habe ich nun gelesen, dass Eltern dieses Buch für Kinder ungeeignet finden, da die Zeichnungen zu gruselig sind und es ein erschreckender Gedanke ist als Bratwurst zu enden. Es spendet keinen Trost. Ich finde es auch fragwürdig dieses Buch einem Kind zu schenken, das gerade einen Todesfall im Familien- oder Freundeskreis erlitten hat. Es wird wohl nie wieder Bratwürste essen aus Angst, es könne einen geliebten Menschen essen. Um seinem Kind aber allgemein einen Einblick in die Thematik Tod und Sterben zu geben, finde ich es aber absolut geeignet. Es kann schließlich nicht verkehrt sein, sich schon früh mit diesem Thema auseinanderzusetzen, denn schließlich kann es von heute auf Morgen einfach sein, dass der geliebte Opa nicht mehr da ist.
Zum Thema, die Bilder seien zu gruselig: Vor kurzem war erst Halloween. Ich bezweifle, dass alle Eltern, die eine Rezension dort geschrieben haben ihren Kindern verbieten am 31.10. Süßes oder Saures zu spielen und sich als Gespenst zu verkleiden. Habt ihr euch als Kind nie etwas „gruseliges“ angezogen euch im Flur in eine Ecke gestellt und seid dann rausgesprungen, als Mama um die Ecke kam, um sie zu erschrecken?

Die Pflaume von der Anmeldung

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Jeder kennt sie doch: die Tante, die in einer Arztpraxis an der Anmeldung sitzt. Die Dame, die einem immer sagt, dass es mit einem Termin nicht klappt, wenn es klappen sollte. Die Trulla, die einen anruft, um einen Termin zu verschieben.
Die arme Frau, die den ganzen Ärger der Patienten abbekommt und den der Praxis ausbaden darf. Die Frau, die viele unangenehme Telefonate und Gespräche führen muss.
Ja wir alle kennen sie. Jeder von uns begegnet ihr oft genug… sei es nun beim Zahnarzt, Hausarzt, HNO-Arzt oder sei es bei so etwas speziellem wie einer psychiatrischen Praxis.
In letzterer arbeite ich. Hier bin ich die Pflaume von der Anmeldung. Eine der Damen, die hinter den Kulissen die Fäden zieht, ohne die in der Praxis eigentlich nichts läuft.
Wir machen die niedere Arbeit? Wir sind nur das Helfer- und Schreiberlein? Ja aber sind wir nicht auch diejenigen, die euch anrufen und an der viele ihren Ärger über die Praxis auslassen?
Sind wir nicht auch diejenigen, die all euren Ärger schlucken und trotzdem ruhig und freundlich bleiben (sollten)? Ich weiß, dass viele Arzthelferinnen (oder wie es heute korrekt heißt: medizinische Fachangestellte/MFA) eben das nicht sind – freundlich und hilfsbereit. Leider sind das zwei der wichtigsten Dinge in meinem Job.
Natürlich ist meine Praxis nun ein Extremum. Bei uns fallen manchmal Sätze wie: „…dann sind Sie Schuld, wenn meine Tochter tot an einem Baum hängt.“ In solchen extremen Situationen fällt es wirklich schwer sich das ganze nicht zu Herzen zu nehmen. Wir sind eben doch nur die Helferinnen und nicht die Ärzte. Wir sind nicht diejenigen, die Diagnosen stellen und wir sind nicht diejenigen, die sämtliche Entscheidungen über Behandlung und Terminvergabe fällen. Wir sind lediglich die armen Pflaumen, die die Anweisungen von oben ausführen.
Lange Rede kurzer Sinn: wenn ihr das nächste Mal in einer Praxis einen Termin habt denkt daran, dass die Frau hinter der Anmeldung vielleicht schon den Ärger von vielen anderen Patienten abbekommen hat und deswegen unfreundlich ist. Denkt daran, dass wir nicht diejenigen sind, die für die Entscheidungen verantwortlich sind. Denkt daran, dass wir nur die Botschafter von Ärzten und Therapeuten sind. Denkt an all dies und setzt trotz aller Unfreundlichkeit ein Lächeln auf, dann wird euch auch eins zurückkommen.