im Modelhimmel

Wer hätte gedacht, dass die kleine (1,60m) Lena einmal ein Shootingangebot bekommt. Ein Angebot das Model des Shootings zu sein. Ein Angebot mit kostenlosen Bildern und jeder Menge Spaß. Ja ich nicht aber so kam es nun doch vor einigen Wochen. Eine Visagistin postete in einer Gruppe bei Facebook, dass sie noch weibliche Modelle für ein Shooting sucht. Ich machte mir natürlich keinerlei Hoffnung und klickte nur auf Gefällt mir geklickt. Kurz darauf erhielt ich bei Facebook eine Nachricht:

Hallo. Du hattest mein Shooting-Gesuch in der Fotogruppe mit“Gefällt mir“ markiert, daher bin ich auf deine Seite gestoßen und habe mich ein bisschen umgesehen.
Ich finde dich als Model sehr ansprechend und könnte mir gut eine Zusammenarbeit mit dir vorstellen. Deswegen wollte ich fragen, ob du eventuell an dem in der Gruppe ausgeschriebenen Angebot interessiert wärst?
Ich suche für ein TfP-Shooting am Sonntag mit dem Fotografen www.kuchtsbelichtung.de noch ein Model. Geplant sind je nach Wetter entweder Outdoor-Aufnahmen im romantischen Stil (Makeup in zarten Farben, Flechtfrisur, Outfit in Pastellfarben, Rüschen, usw) oder Studio-Aufnahmen in einem ähnlichen Stil. Das Shooting würde entweder Outdoor in Düsseldorf oder im Studio in Mönchengladbach stattfinden.
Hättest du Interesse? Würde mich über eine Antwort freuen.

Ich war natürlich total begeistert. Wie oft wird einem schon so ein Angebot unterbreitet? Wohlwollend stimmte ich dem ganzen zu und nach einigen weiteren Absprachen machte ich mich also letzten Sonntag auf zum vereinbarten Treffpunkt.

Terminvereinbarung
Einen Termin mussten wir wie gesagt nicht mehr vereinbaren. Durch die bereits vorhergegangene Planung hielt sich die Vereinbarung sehr einfach und reibungslos. Ich musste lediglich das Angebot von Lisa annehmen und alles war erledigt. Das Shooting lief auf TfP Basis ab, d.h., dass jede der beteiligten Parteien (in diesem Fall Visa, Fotograf und Model) die Zeit gegen Fotos aufwiegen und nicht in Geld. Jeder bekommt also die Fotos umsonst und kann diese für seine Eigenwerbung nutzen. Ich durfte mir 8 Bilder aussuchen und erhielt die ganzen Originale auf meinem USB-Stick. Das ist das beste Angebot, das ich bisher bei einem Fotografen hatte.

Anfahrt
Durch meine letzten Erfahrungen bezüglich Fahrten zu Shootings, habe ich dieses mal möglichst viel Zeit für meine Anfahrt eingeplant – okay ich muss gestehen ich war wirklich großzügig. Ganze zwei Stunden rechnete ich für eine Fahrt, die laut Navi 36 Minuten dauern sollte. Naja mit einem während der Fahrt ausgehenden Auto, Baustellen, Stau, Suchen und Fahrten irgendwo im Nirgendwo wie bisher wäre ich so auf jeden Fall pünktlich gewesen. Ich fuhr also wie geplant um 10 Uhr los und war wie beschrieben um halb elf am Treffpunkt. Ja Mist. Was macht man denn in einer Stadt wie Mönchengladbach mitten in einem Wohngebiet? Nach langem hin und her entschied ich mich nach einem Bäcker zu suchen und mir einen Kaffee gegen meine Müdigkeit zu kaufen. Bestimmt könnte man sich auch dort gemütlich hinsetzen und die Zeit vertrödeln – ja weit gefehlt. Ich bin tatsächlich eine dreiviertel Stunde rumgelaufen und habe nach einer Bäckerei gesucht. Laut Google Maps waren auch viele in meiner Nähe aber jedes mal wenn ich intuitiv in eine Straße abgebogen bin, habe ich diese verfehlt. Leider konnte ich Maps nicht die ganze Zeit benutzen, weil ich meinen Akku sparen wollte. Naja dafür habe ich mir mal ein bisschen die Stadt angesehen.
Die restliche Zeit habe ich übrigens in meinem Auto mit rumliegen und versuchen ein Nickerchen zu halten, meinem Handy und in die Luft starren verbracht.
Die Location war wie gesagt sehr schnell und leicht gefunden und auch die Parkmöglichkeiten in der Umgebung waren nicht schlecht. In der Straße selber ist das Parken umsonst und es waren sogar noch ziemlich viele Parkplätze frei, sodass ich quasi vor der Tür halten konnte.

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Zuverlässigkeit
Auch in dieser Kategorie habe ich nichts auszusetzen. Alle erschienen wie vereinbart und auch die versprochenen Fotos erreichen mich in Lichtgeschwindigkeit.

Freundlichkeit
Eine lustige und verrückte Truppe war an diesem Tag dabei. Von Beginn des Shootings an wurde ich liebevoll umsorgt, mir wurde jeder einzelne Schritt erklärt, viele Beispielbilder und Arbeiten des Fotografen gezeigt (dadurch auch die Arbeit der Visa), es gab Snacks und Getränke und jede Menge Späßchen und Scherze. Es war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Auch während dem Shooting selber wurde ich nicht einfach in der Luft hängen gelassen, gewollte Posen wurden genau erklärt und gezeigt und auch hier löste sich der ein oder andere Spruch von den Lippen. Auch wie bei meinen bisherigen Shootings mit Martha konnte ich mich in dieser Umgebung und mit diesen Leuten sehr wohlfühlen und während dem Shot.

Equipment
Von beiden Parteien, sowohl Lisa als auch den Fotografen war wirklich mehr als genug Equipment vorhanden. Ich hatte den Eindruck, dass es Lisa niemals an Pinseln und Make-Up fehlen kann, weil sie scheinbar für jeden Hauttyp die richtigen Sachen dabei hat und für jedes Thema passenden Lidschatten und Lippenstift. Bei den beiden Fotografen war es ähnlich von allen möglichen Objektiven über Accessoires und Deko bis hin zu Lampen war alles vorhanden. Zwischendurch konnten Objektive je nach gewünschter Einstellung gewechselt werden, ich erhielt eine Sonnenbrille und wurde sogar mit einer Nebel- und Windmaschine angepustet.

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Ergebnis
Wie bereits oben beschrieben waren sehr romantische und mädchenhafte Fotos gewünscht. Ähnlich wie bei meinem letzten Shooting mit Martha packte ich viele verschiedene Kleidchen und Jumpsuits ein – alles was ich in meinem Kleiderschrank zum Thema romantisch, Blümchen und Spitze finden konnte. Die Bilder sind echt toll geworden irgendwie anders als die bisherigen Fotos, die ich von mir habe.
Als ich meine beste Freundin um Rat gefragt habe, als ich mir Bilder aussuchen durfte sagte sie

Das sieht aus wie aus einem Modejournal

Na, wenn das mal kein Kompliment war.
Die Bearbeitung der Fotos verlief wie gesagt rasend schnell. Nur einige wenige Tage nach dem Shooting erreichte mich schon die erste Mail mit den ersten Fotos und Tag für Tag gibt es 1-2 neue Fotos in mehreren bearbeiteten Ausführungen. Aber nicht nur die Arbeit der Fotografen sollte man an dieser Stelle loben, sondern auch die Arbeit der Visa. Obwohl sie sich das Schminken selber beigebracht hat, beherrscht sie ihr Handwerk wirklich gut. Wie gesagt hatte sie genug Auswahl an verschiedensten Utensilien und auch ihre Pinselstriche saßen. Durch ihre Ausbildung zur Friseurin konnte sie auch meine Haare wundervoll herrichten und ich dachte mir

Wenn du jemals so nach einem Firseurtermin ausgesehen hättest, dann würdest du diese Termine wesentlich mehr genießen

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Fazit
Es war wirklich ein gelungenes Shooting und auch hier kann ich sowohl Fotograf, als auch Visa nur weiterempfehlen. Klickt euch mal durch ihre Seiten durch und taucht in wundervolle Fotos, verrückte Ideen und kreative Umsetzungen ein. Wenn ihr also auf nette Leute und unterhaltsame, entspannte und gut durchgeführte Shootings legt, seid ihr dort auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Alle strahlen nur so vor Kreativität und Einfallsreichtum aber auch die Umsetzung dieser Ideen wird gut gemacht.
Schaut euch die Fotos an und entscheidet selbst.

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Hair & Make-Up: Lisa Knape Makeup Artist
Photo & Retouch: Kuchtsbelichtung

 

 

 

 

Meine bisherigen Reviews findet ihr über Marei Photography/Make-Up Artist Mareike Thelen hier und über Victoria Lindt hier

Liebster Award.

LiebsterAward_3lilapplesWow, ich wurde von der Lieben natashaneverland für den Liebster Award nominiert. Folgt an dieser Stelle nicht eine Rede? Keine Sorge darauf bin ich nicht vorbereitet aber danke dafür. Ich hätte niemals damit gerechnet.

Der Liebster Award

Im Prinzip sind die Regeln zum Liebster Award ziemlich einfach:

  1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat
  2. Beantworte alle 11 Fragen, die dir gestellt wurden
  3. Nominiere 11 weitere Blogs, die weniger als 200 Follower haben
  4. Denke dir selber 11 Fragen aus, die deine Nominierten beantworten müssen

Hier also meine Antworten auf die Fragen, die natashaneverland mir gestellt hat:

1. Wenn du für einen Tag in die Haut einer berühmten Person schlüpfen könntest, welche wäre es?
– Ich würde gerne nur ein einziges Mal in meinem Leben ein Model sein. Nennen wir sie Heidi Klum oder Gisele Bündchen. Wer es ist, ist mir eigentlich egal. Ich wäre gerne ein einziges Mal groß. Größer als diese winzigen 1,60m für die ich so oft geärgert werde. Nur für einen einzigen Tag mal die Luft schnuppern, die dort oben ist und nicht immer nur zwischen den Achseln der ganzen Leute rumlaufen. Ein Mal über alle anderen drüber hinwegsehen können – das wär’s doch.

2. Was siehst du, wenn du aus dem Fenster blickst?
– Ich habe aus meiner Wohnung einen wunderschönen Ausblick über einen ziemlich grünen Teil der Stadt. Jeden Sommer sehe ich die Bewohner der Nachbarhäuser auf ihren Dachterrassen und Balkonen und beneide sie, dass ich keins von beiden habe. Ich sehe den wunderbar gestalteten Garten meiner Nachbarn und das Krankenhaus, in dem mein Freund arbeitet. Im Winter kann ich sogar bis zu seiner Wohnung sehen.

3. Wovon hast du als letztes geträumt?
– Ich glaube es ging darum, dass mein Freund eine ganze Tafel Schokolade ohne mich gegessen hat und wir ich deswegen sehr entsetzt und zutiefst enttäuscht war. Meine Liebe zu Süßem ist wirklich tiefgehend…

4. Wenn dein Zimmer brennen würde, welche drei Gegenstände (keine Haustiere & Menschen) würdest du retten?
– Da mein Zimmer meine gesamte Wohnung ist, fällt mir die Entscheidung zu dieser Frage wirklich schwer. Mein gesamter Besitz befindet sich schließlich hier. Trotzdem entscheide ich mich für meinen Laptop, weil dort alle Fotos gespeichert sind, die in den letzten Jahren gemacht wurden, Pauly – mein allererstes Kuscheltier, weil einfach zu viele Erinnerungen und gemeinsame Stunden an ihm hängen und der letze Gegenstand wäre ein Bild, das meine Mutter für mich gemalt hat.

5. Was würdest du dir kaufen, wenn du für einen Tag unbegrenzt viel Geld zur Verfügung hättest?
– Ich würde mir definitiv einen Flug und ein tolles Hotel in Japan buchen. Damit würde sich einer meiner größten Wünsche erfüllen.

6. Welche Ziele möchtest du dieses Jahr noch erreichen?
– Meine Ausbildung würde ich gerne abschließen, mit einer Freundin zusammen in eine WG ziehen und am Ende des Jahres mit meinem Studium beginnen. Alles ist bereits in Arbeit. Für die Prüfung wird mehr oder weniger gelernt – ich meinte natürlich lerne ich sehr viel Mama –  eine geeignete Wohnung wird gesucht und die Bewerbungen sind soweit möglich abgeschickt. Alles in Allem sieht es bisher so aus als würde ich alle meine Ziele irgendwann erreichen.

7. Wenn du dir etwas wünschen könntest und es würde mit Sicherheit in Erfüllung gehen, was wäre es?
– Puh. Für diese Antwort kriege ich bestimmt eine Standpauke von meinem Freund gehalten aber ich würde mir wünschen, dass wir noch eine lange Zeit gemeinsam glücklich sein können. Tut mir leid, dass das so naiv klingt.

8. Welches Land möchtest du mal besuchen und weshalb?
– Wie bereits in Frage 5 erwähnt würde ich gerne nach Japan reisen. Mich interessiert die Kultur dort sehr. Ich würde mir gerne ein Bild davon machen, ob es stimmt, was man über dieses Land hört, die verschiedenen Orte sehen und von ihnen verzaubert werden und natürlich auch, weil es das Heimatland des Genres ist, das ich so liebe. Ich würde gerne all die Leute dort treffen, die Shops durchschauen und die „verrücktesten“ Dinge erleben. Irgendwie scheint es mir, im Gegensatz zu Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Ich will die verschiedenen Kulturen, die Heutige aber auch die Alte erkunden. Ich würde gerne einen Kimono tragen und unter einem Kirschbaum sitzen. Klingt ganz schön bescheuert.

9. Wenn du dich in diesem Moment an einen anderen Ort Zauber könntest, wo würdest du hin?
– Ich wäre gerne schon in meiner neuen Wohnung – natürlich wundervoll eingerichtet und renoviert. Ab Mai ist es endlich so weit. Ich ziehe mit meiner längsten Freundin in eine WG. Wuhu – tschüss langweilige Abende alleine, Hallo WG-Leben.

10. Was würdest du nie in deinem Leben tun?
– Das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich überlege nun schon sehr lange aber ich bin zu keiner richtigen Antwort gekommen. Alles was mir in den Sinn kam wurde direkt wieder beiseite geschoben. Eine Vogelspinne anfassen, weil ich große Angst vor Spinnen habe? Hm ja doch wieso nicht? Ich habe mir schon so oft gesagt

Das würdest du nie im  Leben machen

doch irgendwann hat man es eben doch gemacht. Ganz gleich ob es nun ein Besuch in einer Sauna oder das Rauchen einer Zigarette ist. Ich versuche in meinem Leben so viele Erfahrungen zu sammeln wir nur möglich und habe so schon viel zu viele peinliche Situationen erlebt und „das-würde-ich-nie-machen“-Situationen überlebt, dass mir ausser einem Gesichtstattoo oder einem Lippenteller echt nichts einfällt. Vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch und der erste Kommentar reißt mich hinunter.

11. Welche Superkraft hättest du gerne?
– Diese Frage sehe ich in letzter Zeit erstaunlich oft auf diversen Internetseiten. Ich würde gerne die Elemente bändigen können (zählt das als Superkraft?). Dann wäre ich Avatar, die Herrin der Elemente. Die Legende von Lena.
Buch eins: Feuer – Ich war schon immer mehr interessiert an den Bösen, als an den Guten, ganz gleich, ob es in Buch, Serie oder Film war und Feuerkräfte sind schon ziemlich cool. Mir fällt gerade auf, dass viele Charaktere aus meinen liebsten Serien Feuerkräfte besitzen aber auch im realen Leben verzauberte es mich immer sehr. Die Wärme, die es ausstrahlt, das Flackern und die wunderschöne Farbe. Nicht umsonst habe ich mich jedes Jahr beim Kindermitmachzirkus für den Feuerkurs gemeldet.
Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, habe ich oft Ewigkeiten vor dem Kamin gesessen und den Flammen zugesehen und wenn ich jetzt in meiner Wohnung Kerzen anzünde, bleibt mein Blick allzu oft an den tanzenden Flammen hängen.
Buch zwei: Luft – Schon seitdem ich mich zurückerinnern kann, wollte ich fliegen können. Frei wie ein Vogel durch die Lüfte schweben und mich von den Winden tragen lassen. Das Fliegen fasziniert mich so sehr, dass ich sogar überlegte eine Ausbildung als Stewardes zu machen aber wie das Schicksal es so will – ich bin zu klein. Trotzdem fühle ich mich wie ein kleines Kind an Weihnachten, Geburtstag, Silvester, Ostern und Nikolaus zusammen, wenn ich in einem Flugzeug sitze. Es gab bisher keinen Flug, an dem ich nicht begeistert aus dem Fenster gesehen und zu meinem Sitznachbarn Dinge wie

Guck mal da!

Hast du die Berge gesehen?!

Da ist ja das Meer!

Oh wie schön die Wolken sind.

gesagt habe. An dieser Stelle entschuldige ich mich zutiefst dafür.
Buch drei: Wasser – In der Schule habe ich den Schwimmunterricht gehasst und ich war auch nie eine richtige Wasserratte aber was ich nie jemandem verraten habe ist die Reue, die ich jedes Mal empfand, wenn ich am Beckenrand saß. Ich starrte auf das Wasser im Schwimmbecken und wünschte mir ich könne darin schwimmen. Ich wünschte mir, ich hätte mir keine Ausrede einfallen lassen, wieso ich nicht teilnehmen kann. Ich wünschte mir ich könne die sachten „Wellen“ an meiner Haut spüren und mich schwerelos fühlen. Außerdem steht die Fähigkeit das Wasser zu beherrschen in vielen Geschichten für Heilfähigkeiten und das ist auch nicht schlecht.
Buch vier: Erde – Erde war mir immer ein bisschen zu männlich. An sich verbinde ich auch nichts mit diesem Material. Ich mache mich nicht gerne schmutzig oder wühle gerne draußen herum. Ich habe auch keine Fähigkeit dazu Zimmerpflanzen lange am Leben zu erhalten. Sogar meinen Kaktus habe ich innerhalb von zwei Jahren um die Ecke gebracht. Den grünen Daumen hat meine Mutter mir anscheinend nicht vererbt aber ich liebe die Natur, die uns umgibt. Es gibt nichts schöneres als das. Gleichzeitig birgt sich in ihr aber auch etwas unheimliches, unentdecktes und damit meine ich nicht die bösen Pollen, die mich jedes Jahr aufs Neue quälen – Nein ich rede von unberührter Natur. Ich denke an Wasserfälle, schöne (wenn auch gruselige) Wälder, Wiesen und weite Felder.

 

An dieser Stelle sollen eigentlich 11 weitere Blogs nominiert werden. Ich habe mich allerdings nur für drei entschieden, da diese mir wirklich gut gefallen. Die kleinen Blogs sind leider alle sehr unbekannt und deswegen ziemlich schwer zu finden.

Fliederglück

Bleu, Blanc, Rouge

schwarzbuntgestreift

 

Nun also zu meinen 11 Fragen. Ein böses Lachen folgt an dieser Stelle.

1. Wieso hast du dich für diesen Blogtitel entschieden?

2. Woher nimmst du deine Inspirationen für deine Posts? Hast du eine Muse?

3. Hast du neben dem Blog noch andere Hobbys?

4. Wer steckt hinter deinem Blog und was sollte man unbedingt über dich wissen?

5. Wieso hast du mit dem bloggen angefangen?

6. Was möchtest du auf jeden Fall noch erleben?

7. Liest du regelmäßig andere Blogs?

8. In welcher Epoche würdest du gerne leben, wenn du durch die Zeit reisen könntest?

9. Was war das außergewöhnlichste, das du bisher gemacht hast?

10. Welche ist deine liebste fiktive Figur?

11. Was bedeutet es für dich wirklich frei (vogelfrei) zu sein?

Review: Hamburg

Erst mal wünsche ich allen nachträglich noch ein frohes neues Jahr. Ich hoffe ihr seid gut reingekommen und habt schön gefeiert.

Wie ich euch ja bereits gesagt habe war ich über Silvester mit meinem Freund in Hamburg, um dem ganzen Stress zu entfliehen. Das ist uns wirklich gelungen.
Nach dem ganzen Weihnachts- und Silvesterplanungsstress konnten wir also endlich einen Tag vor Silvester starten.
Das Angebot für das the Rilano haben wir über ab-in-den-Urlaub.de gefunden. Enthalten waren neben einem wundervollen Zimmer in einem 4-Sterne Hotel auch noch der hauseigene Wellness- und Fitnessbereich. So etwas könnten wir uns eigentlich wegen unseres Azubigehalts nicht mal einfach so leisten aber glücklicherweise wurde es auf dieser Webseite sehr günstig angeboten. Mit diesem Zimmer wären wir mehr als zufrieden gewesen, doch als wir nach fünf Stunden Autofahrt endlich ankamen, erhielten wir sogar ein kostenloses Upgrade von einem Standardzimmer auf ein Executivezimmer. Es war wundervoll. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Neben einem atemberaubenden Bett hatten wir sogar eine eigene Kaffeemaschine, eine Badewanne, eine Mikrowelle, Spüle und kostenlose Getränke in der Minibar.
Von unserem Zimmer hatten wir einen direkten Blick auf die Elbe. Bereits am ersten Tag konnten wir viele große Schiffe passieren sehen. Ich persönlich habe so etwas noch nie in der Realität gesehen und staunte jedes mal aufs Neue über die Größe.
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Wir hatten außerdem direkt am Hotel eine Anlegestelle für eine Fähre, die bis zu den Landungsbrücken St. Pauli übersetzt, d.h,wir waren nicht direkt in der Stadt, sondern in einem etwas weiter außen liegenden Teil namens Finkenwerder. Bei gutem Wetter konnten wir aber über den Fluss bis zur Stadt gucken.
Leider hatten wir am Silvestermorgen Pech mit dem Wetter. Es war am Wasser sowieso sehr kalt und windig, doch dann war es so neblig, dass wir nicht mal mehr die Mitte des Flusses sehen konnten.
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Allerdings hat dieser Nebel über dem Wasser auch etwas mysteriöses und schönes.
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Ich war zum ersten Mal in Hamburg und ich muss sagen, dass diese Stadt es mir wirklich angetan hat. Egal wo wir waren es war immer wunderschön. Es gab so viele kleine bezaubernde Ecken, alte Geschäfte, kleine Läden und schöne Plätze.
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Natürlich haben wir uns es bei unserem selbstgeleiteten Stadtrundgang nicht nehmen lassen zur berüchtigten Reeperbahn zu gehen. Ich wollte gerne bei Nacht dort hin aber unsere letzte Fähre fuhr zu früh, deswegen sind wir geblieben bis es dunkel war und haben die Zeit damit verbracht einige Cocktails in verschiedenen Bars zu schlürfen.
Überrascht hat mich diese Straße alle male. Im Fernsehen sieht es immer ganz anders aus. Nicht wegen der Menschenmassen, sondern allgemein vom Aufbau der Straße. Ich dachte nicht, dass sie so viel befahren wird und erst Recht nicht, dass am Beginn ein Schild hängt auf dem steht, dass Waffen verboten sind.
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Silvester selber haben wir dann wieder auf Finkenwerder verbracht und uns das Feuerwerk angeschaut, dass über der ganzen Stadt sichtbar war. Es war als würde es gar nicht mehr aufhören am Himmel zu leuchten.
SONY DSC SONY DSCNeujahr selber haben wir nur im Hotel verbracht und alle Vorzüge genossen, die wir hatten. Endlich mal einen Tag nur im Bett rumlümmeln und nichts tun. Keine Verpflichtungen haben und nirgendwo hingehen müssen.
Natürlich haben wir uns an unserem letzten Abend auch mal ein richtig gutes Essen gegönnt und im Hotelrestaurant gespeist. Viel zu teuer aber ich habe ewig nicht mehr so gut und ausgefallen gegessen.
Wie alle Urlaube ging aber auch dieser viel zu schnell vorbei aber wir haben jetzt schon beschlossen, dass wir irgendwann wieder hinfahren, um noch mehr zu entdecken, zu erleben und zu genießen.

Das letzte Wort in diesem Jahr

Mein Freund und ich sind vor dem ganzen Silvesterstress geflüchtet und verbringen nun 4 Tage in Hamburg.

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In letzter Zeit sehe ich ziemlich viele Posts bei Facebook und co. über Vorsätze für das neue Jahr. Vorsätze, die doch sowieso niemand einhält. Vorsätze, an die man sich nach einigen Wochen schon nicht mehr erinnert. Vorsätze wie aufhören zu rauchen, abnehmen, sparsamer sein, weniger trinken, fleißiger sein etc. Hat sich von euch jemand mal daran gehalten? Habt ihr euch nach einigen Monaten noch daran erinnert? Und ist der innere Schweinehund dann wirklich verschwunden?
Also bei mir war es nicht so. Nie. Ich mache mir seit langem keine Vorsätze mehr. Wenn ich etwas an mir oder meinem Verhalten ändern will, dann mache ich es sofort und warte nicht aufs neue Jahr. Bis dann habe ich meine Meinung sowieso wieder geändert.

Meine Vorsätze für 2015 würden vermutlich so aussehen:
1. Weiterhin eine glückliche Beziehung führen oder wohl eher dafür sorgen, dass es so bleibt.
2. Meine Abschlussprüfung von der Ausbildung machen.
3. Umziehen und mein Studium beginnen.

Nein Schwachsinn. Der einzige wirkliche Vorsatz den ich habe ist glücklich sein. Glücklich sein an liebsten noch mit meinem Freund, mit bestandener Abschlussprüfung, neuer Wohnung, Studium, meiner Familie, meinen Freunden und mit genügend Selbstzufriedenheit.
Die Vorsätze, die ich euch eben genannt habe sind lediglich Indikatoren um mein eigentliches Ziel zu erreichen. Mein Neujahrsvorsatz oder einfach das Ziel für mein gesamtes Leben: glücklich sein.
Wir werden unseren Abend gemütlich in einer Bar verbringen, vielleicht was leckeres essen und uns dann das Feuerwerk angucken. Wie verbringt ihr denn euer Silvester? Geht ihr eher auf eine Party oder macht ihr einen gemütlichen Abend, so wie wir?

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In diesem Sinne allen einen guten Rutsch ins Jahr 2015.

Das Wort zum Nikolaus

Ich habe eben mein Nikolausgeschenk ausgepackt und selten etwas so tolles in meinen Händen gehalten. Wieso?
Nein es war nichts teures, kein Markenprodukt oder sonst irgendwas exklusives. Es war einfach eine DVD.
Annabelle und die fliegenden Rentiere

imageEine wundervolle Erinnerung aus meiner Kindheit. Damals (naja so lange ist es auch noch nicht her) habe ich keine einzige Ausstrahlung dieses Films im TV verpasst. Er kam mehrmals vor Weihnachten, doch dann irgendwann wurde er abgesetzt und seit dem habe ich jedes Jahr in Hoffnung auf eine erneute Ausstrahlung die Fernsehzeitungen durchforstet.
Könnt ihr also die Freude verstehen, die ich empfunden habe, als ich diesen Film in Händen gehalten habe?

Inhalt
In diesem Zeichentrickfilm geht es um den kleinen Billy und seine Kuh Annabelle. Billy kann aufgrund eines Traumas nicht mehr sprechen. Jedes Jahr zu Heiligabend schenkt der Weihnachtsmann hingegen den Tieren auf dem Bauernhof von Billys Opa die Fähigkeit zu sprechen.
Annabelle wünscht sich nichts sehnlicher als mit dem Weihnachtsmann und seinen Rentieren fliegen zu können, doch als sie feststellt, dass Billy nicht sprechen kann schenkt sie ihm ihre Weihnachtsstimme.
Erst nachdem einige Jahre vergangen sind und Billy sich für Annabelle nichts sehnlicher wünscht als die Fähigkeit zu fliegen, erfüllt der Weihnachtsmann diesen Wunsch und verwandelt Annabelle in ein Rentier.

Animation
Der Film ist aus dem Jahre 1997 und die Zeichenqualität ist dementsprechend schlecht. Was meiner Meinung nach den Spaß am Film nicht mindert.

Aussage
Die „hidden message“ des Films ist wohl immer an seine Träume zu glauben, denn an Heiligabend gehen Wünsche in Erfüllung für alle die noch träumen können, egal ob groß oder klein.
Ganz gleich wie alt wir sind die Fähigkeit zu träumen verlieren wir nur, wenn wir das auch zulassen. Mit dem Erwachsenwerden vergessen wir diese Fähigkeit und unsere Träume werden bedeutungsloser. Wir Träumen von Dingen wie Geld und Ansehen und vergessen die wichtigeres. Wir vergessen unsere Fantasie und die Fähigkeit zu glauben.

Fazit
Auch, wenn die Zeichenqualität zu wünschen übrig lasst ist der Film doch ein Muss für alle Familien in der Weihnachtszeit. Ein Film mit viel Gefühl und Wünschen, der uns lehrt wie wichtig Freundschaft und die Fähigkeit zu glauben und zu träumen ist. Ein Film, der uns lehrt, dass Menschen mit Defiziten (Billys Sprachverlusst) keineswegs Außenseiter sein müssen sondern, dass diejenigen, die sich über sie lustig machen die eigentlich unglücklichen, einsamen Menschen sind.

In diesem Sinne nehmt euch mehr Zeit für eure Träume und Wünsche, denn wer weiß vielleicht gehen sie ja doch irgendwann in Erfüllung so verrückt sie auch sein mögen und selbst wenn es nicht so ist, so ist doch der Traum an sich Grund genug nicht den Glauben zu verlieren.

Fröhlichen Nikolaus euch allen.

DIY: Zimttaler

Ich bin morgen bei den Eltern meines Freundes zum Essen eingeladen und wollte eine Kleinigkeit mitnehmen, um nicht nur das Essen dort abzustauben. Eigentlich wollte ich meine neuen Keksstempel ausprobieren und einfache Ausstechplätzchen machen aber Zimt mag seine Mutter sehr und deswegen habe ich mich dann doch für Zimttaler entschieden.
Na gut eigentlich wollte ich die Stempel dabei auch benutzen, was sich aber leider als unmöglich herausgestellt hat. Deswegen sind es übrigens auch keine Sterne, sondern Taler. Improvisation war gefragt, weil ich auch keine Ausstechformen hatte und deswegen ein Glas herhalten musste. Ja es ist so einiges schief gegangen aber alles in allem sehen sie zwar etwas unförmig aber lecker aus.

Für 9 Taler benötigt ihr:
190g Puderzucker
100g gemahlene Mandeln
200g gemahlene Nüsse
2 Eiweiß
1TL Zimt
Einen Spritzer Zitrone

Ihr schlagt den Puderzucker mit dem Eiweiß zu einer steifen Eiweißglasur. 1/3 von dieser Glasur stellt ihr beiseite für die spätere Glasur der Sterne. Die anderen 2/3 mischt ihr mit einem Löffel oder Schaber mit 100g Mandeln, dem Zimt und der Zitrone. Anschließend knetet ihr den Teig noch mal mit den Händen durch und rollt ihn auf den restlichen 200g Nussmischung aus.

SONY DSCSoweit zum Rezept. In der Realität war mein Teig leider viel zu klebrig und flüssig um ihn ausrollen zu können also habe ich noch Nüsse und Zimt hinzugefügt, um dem ganzen etwas mehr Festigkeit zu geben. Das ausrollen auf den Nüssen ist mir aber immer noch ein Rätsel. Ich habe einfach ein Backpapier untergelegt und den Teig mit Nüssen bestreut, damit das Nudelholz nicht kleben bleibt.
Die ausgestochenen Taler habe ich anschließend mit der bestäubten Seite auf ein weiteres Backpapier gelegt.
Zum Schluss verteilt ihr einfach die restliche Glasur auf den Talern und backt sie 10-12 Minuten bei 150°. Nach 8 Minuten solltet ihr den Ofen einen Spalt öffnen und die Taler die restliche Zeit so weiterbacken. Falls ihr diesen Schritt vergesst ist es aber auch nicht so schlimm (das ist mir nämlich auch passiert).
Wundert euch nicht, dass sie solange sie noch warm sind leicht brechen und noch sehr weich sind. Sobald sie abgekühlt sind lassen sie sich wunderbar vom Backpapier ablösen.

Leider bin ich nicht mehr zum Xenos gekommen, um noch eine schöne Verpackung zu besorgen und improvisiere deswegen mit herkömmlichen Brottüten, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt und einfachem Geschenkband. So können die Taler schön und preiswert zum verschenken eingepackt werden.

Viel Spaß beim nachbacken. Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.

Quelle:
Chefkoch.de Omas Zimtsterne

Ein bisschen Landliebe liegt in der Luft

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Letztes Jahr bin ich aufgrund meiner Ausbildung in eine von meinem Dorf 30km entfernte Stadt gezogen. Es irritiert mich immer wieder aufs Neue, wie unterschiedlich die Luft hier riechen kann. Mal riecht sie total nach Abgasen, mal relativ rein aber grade roch sie zum ersten Mal nach Gülle. Meine Landei-Sensoren gingen sofort an und versuchten herauszufinden, woher dieser Geruch kam. Da ich aber im Industriegebiet der Stadt war, ist es mir unerklärlich. Verrückt, es fühlte sich irgendwie heimisch an diesen Geruch in der Nase zu haben. So eklig er auch sein mag, sind doch viele Erinnerungen mit ihm verbunden.

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Wie oft bin ich von der Schule, Bushaltestelle oder einer Freundin nach Hause gegangen und roch danach komplett nach Gülle. Wie oft bin ich durch unser Haus gelaufen und habe alle Fenster geschlossen, weil der Nachbarsbauer gerade über die Wiesen gefahren ist und damit der Geruch nicht reinzieht. Wie oft habe ich mich darüber geärgert, dass ich meine Haare nach einem Spaziergang durch eine solche Duftwolke waschen und meine Kleidung, nur ein Mal getragen, in die Wäsche schmeißen musste. Jetzt zaubert dieser Geruch mir ein Lächeln auf die Lippen, weil es mich an all das erinnert. Es erinnert an unseren Hund, der sich so gerne im Mist gewälzt hat und aus dessen Fell der Geruch einfach nicht verfliegen wollte. Es erinnert mich an meine Familie, unseren Bauernhof, an mein Dorf und an alle Leute dort.
Vermutlich klingt das ganze total verrückt, denn schließlich ist das kein angenehmer Duft aber für mich als Landei ist es einfach ein Stückchen Heimat.

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Für immer vielleicht.

Love Rosie,
als meine Freundinnen mich fragten, ob wir zusammen diesen Film gucken sollen, war ich zunächst etwas skeptisch… denn mein erster Gedanke, als ich den Trailer sah war, dass die Beziehung der beiden zueinander ziemlich ähnlich, zu meiner Lebenslage ist.

Wieso? Nun ja. Vor über einem Jahr kam mein bester Freund auf die Idee, er müsse mich verkuppeln. Er hätte den perfekten Mann für mich. Traurig und einsam, wie ich damals war, in der Hoffnung über eine vergangene Beziehung hinweg zu kommen, ließ ich mich auf den Spaß ein. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich wütend auf mich selber, weil ich einen tollen Mann offensichtlich ausgenutzt habe, um jemand anderen zu vergessen.
Wir wurden ein Paar und es schien als wären wir glücklich, doch zu viele Dinge waren unausgesprochen und standen zwischen  uns. Wie ihr euch vermutlich denken könnt, trennten wir uns nach kurzer Zeit wieder. Wie traurig, dass ich nicht mal mehr sagen kann, wann genau. Es war irgendwann im Sommer.

Das Schicksal macht die verrücktesten Dinge. Als wir beide aus dem wohlbehüteten Dörfli in die große Stadt zogen, waren unsere Wohnungen nur 5 Minuten Fußweg voneinander entfernt und aus einer Situation heraus, in der ich um seine Hilfe bat, wurde eine tiefe Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen Männlein und Weiblein ist sowieso nicht einfach aber zwischen zwei Expartnern ist es noch mal schwieriger. Wir hatten unsere Beziehung noch nicht ausgelebt, sondern uns wegen einer Streitigkeit getrennt. Wir waren, so hatte ich das Gefühl, beide noch nicht bereit dafür.

Unsere Freundschaft haben wir monatelang verteidigt bis aufs Blut. Immer, wenn jemand sagte, wir wären doch sowieso ein Paar, stritten wir es ab und beharrten darauf, dass es ja schon mal nicht funktioniert hat. Aber im Grunde hatten sich Recht. Das einzige, was uns von einem Paar unterschied war, dass wir uns nicht an diese Gebundenheit halten mussten. Wir konnten uns treffen mit wem wir wollten und wussten doch beide genau, dass der anderen eifersüchtig sein würde. Ich wurde jedes Mal gelb vor Neid oder zum Monster mit den grünen Augen. Ich wollte es nicht wahr haben.

Als ich ihn drauf ansprach, dass ich Gefühle für ihn habe, führten wir die übliche Diskussion. Ich argumentierte dafür und er gegen eine Beziehung. Letztendlich entschieden wir alles zu lassen wie es ist, denn ich wollte nicht, dass sich zwischen uns etwas ändert. Das hätte mir mehr weh getan, als einfach so weiterzumachen. So ging es also wieder Monate weiter und als er mich neulich erzählte er habe ein Mädchen kennengelernt und fragte, was ich von ihr halte, hätte ich am liebsten losgeheult. Meine beste Freundin beharrte darauf, ich solle mit ihm reden, er würde es bestimmt genauso empfinden aber ich hatte zu große Angst einen so wichtigen Menschen in meinem Leben zu verlieren. Irgendwann konnte ich aber doch meinen Schatten überspringen:

„Das einzige, was zu meinem Glück noch fehlt ist, dass mein Schwarm mich auch will.“ 
– „Was soll das denn heißen?“ 
„What’s it called when your crush likes you back? – Imagination“
– „Ich mag dich auch!! Aber crush… das haben wir irgendwie schon durch oder?“

So schnell zerplatzte der Traum, wie eine Seifenblase. Wir waren abends verabredet und obwohl ich traurig war, gab ich mir einen Ruck. Ich tat so, als wäre alles wie immer und als die anderen gegangen waren, fragte er irgendwann:

„Liebst du mich? Ich liebe dich auch. Weißt du was? Wenn du morgen aufwachst sind wir ein Paar.“

Ich habe noch nie so sehr vor Glück geweint, wie in diesem Moment. Wir beide wissen, dass diese Beziehung nicht für immer hält und wir wissen nicht mal, ob sie bis zum nächsten Jahr hält oder bis zum nächsten Monat aber wir wollen die Zeit genießen, die wir gemeinsam haben. Wer weiß schon, was das Schicksal als nächste verrücktes für uns bereithält.

Vielleicht ist es ja doch für immer. Für immer vielleicht.

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Flirtapps im Test

Ich unterziehe nun schon seit längerem die 4 bekannten Flirtapps einem kleinen Test. Bewertet werden hier die Apps Tinder, Lovoo, Badoo und Spotted nach Bedienbarkeit, Einstellungen und Kontaktaufnahme.

Einstellungen
Installiert sind alle Apps dank PlayStore (ich nutze ein Androidhandy für den Test) sehr einfach. Auch die Registration ist bei allen Apps sehr simple.
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Lovoo                                   Lovoo
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Lovoo                                   Badoo

Leider habe ich nur noch von Badoo und Lovoo Bilder der Registration. Bei den Apps Lovoo und Badoo könnt ihr zwischen verschiedenen Plattformen der Registration wählen. Zum Beispiel: Facebook, Google+ oder einfach E-Mail. Tinder hingegen läuft nur über Facebook, weist aber bereits vor dem Prozess darauf hin, dass keine Inhalte dort gepostet werden.

Demnach haben die Apps Lovoo und Badoo einige Vorteile, da die Auswahl der Plattformen hier größer ist. Tinder hingegen erzielt einen Punkt Abzug, da man ein Facebookprofil braucht und längst nicht jeder dort angemeldet ist. Hier wäre es einfach, wenn die Option per E-Mail anmelden hinzugefügt würde, um auch Nicht-Facebook-Nutzern die Benutzung der App zu ermöglichen.
Tinder macht dies aber im Laufe der Bearbeitung aber wieder wett. Fotos müssen hier nicht mehr extra hoch geladen werden, sondern werden direkt von Facebook übertragen. Ansonsten lässt sich das Profil hier und bei Spotted auch sehr einfach anlegen, ganz im Gegenteil zu den Apps Lovoo und Badoo. Bei diesen muss nicht nur die Orientierung, das Geschlecht, die Größe, Haarfarbe etc, sondern auch etwa das Gewicht, die Figur, das Einkommen und was erotisch/unerotisch ist angegeben werden. Meiner Meinung nach sind das alles keine Angaben, die in einer seriösen Dating-/Flirtapp vorhanden sein sollten. Das ganze greift sehr schon sehr stark in das Privatleben einer Person ein und wird tausenden fremden Personen offen gelegt. Will man das wirklich?
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Lovoo (Badoo sieht sehr ähnlich aus)
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Spotted                                 Tinder

Die Menüs sind in allen vier Apps sehr übersichtlich.
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potted                                 Tinder

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ovoo                                   Badoo

Bedienung
Die Bedienung ist in einem Ranking gesehen bei Tinder am einfachsten. Durch einen swipe nach links entscheidet man sich gegen und durch einen swipe nach rechts für ein Match. Bei Lovoo hingegen werden einfach alle möglichen Singles der Umgebung angezeigt. Hier gibt es zwar auch die Möglichkeit ein Match zu finden und mit einem X abzulehnen bzw. Herz anzunehmen, allerdings habe ich noch nicht ganz durchschaut wonach die App diese Matches auswählt. Weiter zu Badoo hier gibt es ähnlich wie bei Tinder die Funktion durch ein Herz zu bestätigen und durch ein X abzulehnen. Ausgewählt wird bei beiden Apps nach gemeinsamen Freunden und gemeinsamen Interessen. Spotted zeigt euch einfach nur an, welcher Nutzer der App wann in eurer Umgebung war.
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Suche nach Personen im Umkreis
Lovoo                                    Tinder

Nun zum wohl wichtigsten Punkt der Apps:
die Kontaktaufnahme
Ich persönlich finde es sehr nervig, wenn jeder einem Schreiben kann. Bei diesen Nachrichten kommen nämlich längst nicht nur nette Nachrichten wie: „Hey, wie geht’s dir?“ bei rum. Nein! Man erhält auch Nachrichten, die einfach unterste Schublade sind. Von „Du siehst geil aus“ über „Bock zu ***?“ über „Ich hab eigentlich eine Freundin aber…“ Solche Nachrichten möchte ich nun wirklich nicht in meinem Postfach haben. Der Pluspunkt geht hier definitiv an Tinder, denn nur wenn beide ein Match eingehen, können sie auch miteinander schreiben. So werden lästige Nachrichten und unnötige Unterhaltungen vermieden. Man kann so also viel gezielter suchen. Ebenfalls positiv an dieser App ist, dass sich das Alter beschränken lässt und man so die Kontaktaufnahme mit zu Alten/Jungen Usern vermeiden kann.
Spotted fällt hier völlig aus der Reihe. Ich finde diese App wirklich nicht schlecht, wenn man jemanden wiederfinden will, den man zum Beispiel im Zug oder auf einer Party kennengelernt aber keine Kontaktdaten hat. Über die Flirtbotschaften kann man hier einen kleinen Aufruf gestalten und hoffen, dass die/der Angebetete sich meldet. Durch zu zwinkern ist es hier möglich ein Match zu bekommen und dann mit diesem zu chatten. Hier werden also auch ungewollte Nachrichten im Postfach gekonnt vermieden.
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potted

Fazit
Alle Apps glänzen mit einfacher Bedienbarkeit und Installation. Allerdings ziehe ich den Apps Lovoo und Badoo einen Punkt ab, weil sie Informationen verlangen, die meiner Meinung nach definitiv nicht jeder Unbekannte über mich wissen muss. Wollt ihr also unangebrachte Nachrichten von zu Alten/Jungen Bewerbern vermeiden empfehle ich euch die App Tinder. Bei Spotted kann man leider das Alter nicht beschränken und deswegen werden hier auch zum Beispiel 16Jährige als gespotted angezeigt.
Wer also eher auf der Suche nach einer ernsthaften Geschichte ist, sollte sich an die App Tinder wenden. Natürlich ist es hier auch nicht gegeben, dass das Match das gleiche möchte, die Chance wird aber relativ hoch gehalten.
Wer auf der Suche, nach einer/einem bekannten Gesicht ist, dass er unbedingt wiedersehen will, wendet sich an die App Spotted. Hier ist es relativ einfach eine Flirtbotschaft aufzusetzen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass die begehrte Person sich dann auch meldet.
Ist es euch aber egal und ihr wollt nur ein bisschen Spaß oder Bestätigung seid ihr bei Badoo und Lovoo genau richtig. Durch zahlreiche Zusatzfunktionen, wie Küsse verschicken und eine Art Pic of the day ist dies definitiv möglich.
Ich persönlich präferiere definitiv die App Tinder. Die Auswahl für ein Match geht schnell, einfach und die „faulen Eier“ können direkt aussortiert werden, ohne mit euch in Kontakt zu treten.

Hoffentlich konnte dieser kleine Test euch ein wenig Weiterhelfen. Was habt ihr so für Erfahrungen mit den verschiedenen Apps gemacht? Ich bin sehr gespannt und wünsche euch viel Spaß beim flirten.