Heißhunger auf gebratenen Reis

Neulich hatte ich abends auf einmal totalen Heißhunger auf gebratenen Reis. Nun war es aber schon 20:30… nach langem hin und her entschied ich mich dann aber doch dagegen welchen zu machen. Was einerseits an der Uhrzeit und andererseits am Mangel an Zutaten lag. Ich hatte zwar Reis, Eier und Soja-Sauce aber weder Fleisch, noch irgendeine Art an Gemüse.
Gebratenen Reis bestellen? Das wäre die einzige Alternative gewesen, doch das wäre nun wirklich zu spät geworden. Also griff ich kurzerhand zu meinem Handy und schrieb meinem Freund

Morgen wird nicht auf der Arbeit gegessen! Wir machen gebratenen Reis!

Hier also nun unser Rezept (5 Portionen):
Wir haben hier ein Wok-Rezept umgewandelt und das ganze in mehreren Pfannen zubereitet.

Ihr braucht:

  1. 250g gekochten Reis = 2 Kochbeutel (den bereitet ihr am besten schon vorher zu, ich habe das morgens um zehn gemacht – es reicht aber etwa eine Stunde vorher)
  2. drei Eier
  3. eine Zucchini
  4. zwei Möhren
  5. eine Zwiebel
  6. 2 Hähnchenschnitzel
  7. ein Bund Frühlingszwiebeln
  8. Soja-Sauce
  9. Pfeffer, Salz, Sambal Olek, Paprika-Chili Gewürz
  10. zwei Pfannen, eine Schüssel, einen Topf

Zubereitung:

  • Den Reis wie oben schon beschrieben am besten schon vorher zubereiten.
  • Wenn ihr zu zweit seit, dann könnt ihr schnippeln und braten gleichzeitig – alleine solltet ihr aber besser zuerstschnippeln, damit euch nichts anbrennt.
    • Zwiebeln in Würfel schneiden und anschließend möglichst klein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig anbraten.
    • Möhren schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Diese zu den Zwiebeln dazu geben, da die Möhren am längsten brauchen, bis sie durch sind.
    • Zucchini ebenfalls halbieren und in Scheiben schneiden und anschließend mit zu den Möhren und Zwiebeln in die Pfanne geben.
    • Als letztes die in Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden. Das Gemüsegemisch nun eine kurze Zeit braten lassen, mit Pfeffer und Salz würzen und anschließend von der Platte nehmen – in ein separates Gefäß füllen (wir haben einen Topf genommen)
  • In einer seperaten Pfanne bratet ihr nun das in Streifen geschnittene Hähnchen an.
  • Die drei Eier in einer Schüssel mit etwas Soja-Sauce verrühren und danach mit dem bereits vorbereiteten Reis in die „Gemüsepfanne“ geben und kurz anbraten.
  • Hähnchen und Gemüse wieder mit zum Reis geben und das ganze weiter anbraten. Zuletzt mit Pfeffer, Salz, Sambal Olek und Paprika-Chili Gewürz abschmecken. Wer mag kann auch noch etwas Soja-Sauce ergänzen.

Et violà.

Mein Freund war mehr als begeistert von diesem Gericht, da es so gesund und sättigend ist. Nach der kleinen Portion, die ihr auf meinem Teller sehen könnt war mein Bauch voller als voll. Dieses Rezept ist auch nahezu glutenfrei (Soja-Sauce enthält leider Weizenstärke) und nebenbei auch noch gut für die Linie.

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Bon appétit!

60 Tage sind um und was nun?

Passend zum ersten Geburtstag von outlawedvogelfrei gibt es heute endlich nochmal einen Post. Viel zu lange habe ich das vor mir hergeschoben und viel zu oft kamen mir Prüfungen, Meisterschaft und andere Dinge dazwischen aber nun ist alles vorbei. Meine Prüfung habe ich bestanden – ich bin nun also eine fertig ausgebildete medizinische Fachangestellte und wurde mit Freude auf die Menschheit losgelassen. Seit Ende Mai ist außerdem meine 60-Tage-Diät durchgestanden und das Fazit dazu mit einem weiteren tollen Rezept gibt es heute!

60 Tage glutenfrei Leben

Zu Beginn viel es mir wirklich sehr schwer auf all die bekannten Produkte zu verzichten, doch nach und nach entdeckte ich gute Alternativen. Natürlich sind diese wesentlich teurer aber dafür kann ich nun auch wieder Nudeln essen. Ich habe also mit und mit meine Ernährung umgestellt und immer mehr Produkte gefunden, die glutenfrei sind. Mittlerweile habe ich mich voll und ganz daran gewöhnt und bin stolz auf mich, dass ich diese 60 Tage mehr oder weniger konsequent durchgezogen habe. Den ein oder anderen Aussetzer und Rückfall gab es natürlich in dieser Zeit und der kommende Tag war mir mal wieder eine Lektion.
In dieser Zeit habe ich aber nicht nur festgestellt, dass ich keine ganze Pizza essen sollte, sondern auch, dass ein Brötchen bei einem Frühstück asymptomatisch bleibt, d.h. ich dadurch keine Probleme bekomme. Jeder Ernährungsberater wird nun wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und einen Vortrag über Resorption und die Rückbildung meiner Darmzotten halten.

Was passiert denn eigentlich im Körper, sollte man seine Ernährung nicht umstellen?
Ein kleiner Ausflug in das Innenleben eines jeden. Wie ihr bestimmt wisst wird die Nahrung, die wir mit unserem Mund zerkleinern und durch die Speiseröhre in den Magen schicken irgendwann den Dünndarm erreichen. Der Dünndarm ist bei einem Erwachsenen in etwa 5-6m lang, er liegt in Schlingen in unserem Bauchraum. Auf der in Falten gelegten Schleimhaut des Dünndarms sitzen die sogenannten Dünndarmzotten. Diese Zotten und genauso die ganze Schleimhaut weisen eine haarähnliche Struktur auf, die Mikrovilli (Saumzellen). Es wird also sowohl durch die Länge des Dünndarms, die Falten, die Zotten und die Mikrovilli eine ernorme Oberflächenvergrößerung des 2,5cm breiten Darms erzielt.
Und warum das ganze? Im Dünndarm werden lebenswichtige Nährstoffe aus der Nahrung resorbiert. Sollte ein Zöliakie-Patient seine Ernährung nicht umstellen führt dies zu massiven Schädigen der Schleimhaut. Der Darm kann die wichtigen Nährstoffe nicht mehr aufnehmen. Die Darmzotten bilden sich zurück und können bei einer erfolgreichen Umstellung nur noch durch Narbengewebe ersetzt werden. Das bedeutet, dass der Körper die zurückgebildeten Zotten nicht mehr funktionsfähig ausbilden kann und sie nur noch mit „billigem“, schlechtem Gewebe – dem Narbengewebe – ersetzen kann. Die Rückbildung der Zotten und die daraus resultierende mangelnde Aufnahme an Nährstoffen kann unter anderem zu schweren Folgeerkrankungen, wie z.B. Anämien (Blutarmut), Wachstumsstörungen, Nyktalopie (Nachtblindheit), Diabetes mellitus, Dermatitis (Entzündungen der Haut), Hepatitis C (chronische Leberentzündung) und noch vielem mehr führen. Das bedeutet nicht, dass jeder der eine Zöliakie hat auch eine oder mehrere dieser Folgeerkrankungen hat und es bedeutet ebenso wenig, dass jeder der eine dieser Erkrankungen hat gleichzeitig eine Zöliakie hat!

Nachdem meine 60-Tage-Diät vorbei war, habe ich nochmal Rücksprache mit meinem Hausarzt gehalten und nun ja es kam so, wie ich bereits vermutet hatte. Keine Zöliakie, sondern eine leichte Unverträglichkeit lautete die Diagnose.

Es ist natürlich doof, wenn Sie bei Freunden eingeladen sind. Dann kann man ja nicht einfach sagen „das esse ich nicht und das nicht und das auch nicht“, dann ist man das halt einfach mal.

Und genau diesem Rat werde ich wohl auch folgen. Ich weiß worauf ich achten muss und ich werde mich hüten mir ein Paket glutenbeladener Nudeln oder ähnliches reinzuschaufeln. Stattdessen lieber etwas mehr Geld ausgeben und glutenfreie Produkte wie Nudeln, Brot und Mehl kaufen aber wenn Freunde einladen und es nun mal etwas mit Gluten gibt, dann wird gegessen was auf den Tisch kommt.
Ich für meinen Teil habe außerdem beschlossen, dass es bestimmte Produkte gibt, auf die ich nicht verzichten will.

Es hat sich alles wunderbar eingespielt, ich weiß, wo ich gute glutenfreie Produkte erhalten kann (eine gute Anlaufstelle ist zum Beispiel dm und die Marke Schär), ich weiß worauf ich verzichten muss und was ich essen kann und das wichtigste von allem mir geht es viel besser. Meine Ernährung ist seitdem um einiges gesünder – mehr Obst und Gemüse, weniger Kohlenhydrate (sind ja schließlich ziemlich teuer jetzt), meine Müdigkeit ist nicht mehr so ausgeprägt wie zuvor, meine Stimmung hat sich gebessert und ein positiver Effekt an all unsere Fitnessjunkies – mein Bauch ist flacher, weil nicht mehr so aufgebläht! Daumen hoch für die (meistens) glutenfreie Ernährung und diesen Selbsttest!

Für glutenfreie Pfannkuchen braucht ihr:

  • 125g glutenfreies Mehl (ich kann wirklich nur die Mischung von Schär empfehlen!)
  • 250ml Milch
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • eine Prise Zucker

Einfach alle Zutaten zu einem Pfannkuchenteig verquirrlen und in einer Pfanne mit etwas Öl braten. Als Topping habe ich mich einmal für die Variante Speck und Zwiebeln und einmal für die vegetarische Variante Champignons und Schnittlauch entschieden. Nach Belieben auf der noch flüssigen Seite des Pfannkuchens verteilen, wenden und kurz auf der belegten Seite backen. Et violà!
Ihr könnt mit dem Grundrezept natürlich alles auf den Pfannkuchen verteilen, wonach euch grade ist. Ein super einfacher und wirklich leckerer Pfannkuchen (schmeckt übrigens auch noch am nächsten Tag).
Viel Spaß beim ausprobieren! Wie würdet ihr euren Pfannkuchen belegen?

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Wie alles begann und noch weitere tolle Rezepte findet ihr hier, hier und hier

DIY: glutenfreie Sonnenblumenkernbrötchen

Ich wünsche euch allen noch frohe Ostern und einen letzten schönen Familientag. Gestern fand bei meinen Eltern ein Osterfrühstück statt und da ich ja keine gewöhnlichen Brötchen vom Bäcker essen darf, entschied ich mich kurzerhand dazu selber welche zu backen.
Im Supermarkt griff ich selbstbewusst zum Bio Buchweizen-Vollkornmehl und musste an der Kasse mit Entsetzen feststellen, dass sogar dieses Mehl Gluten enthält. Eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass Buchweizen glutenfrei ist, doch auf der Verpackung stand in fettgedruckter Schrift

Enthält Gluten.

Also bin ich schnell wieder zurück in die Mehlabteilung gelaufen, um das einzige glutenfreie Mehl des Sortiments zu wählen

Kichererbsenmehl

Das ganze ist wirklich ein sehr teurer Spaß. Für 1kg Weizenmehl bezahlt man knapp 1€, für 350g Kichererbsenmehl zahlt man knapp 3€. Dann waren endlich alle Zutaten zusammengetragen und der Backspaß konnte beginnen.

 

Das ganze soll etwa 10 Brötchen ergeben, bei mir waren es nur sechs (dafür aber sehr große)

Ihr braucht:
250g Kichererbsenmehl
2Tl Backpulver
1/2 Tl Salz
150g Magerquark
6El Milch
1 Ei (Größe M)
6 El Öl
Sonnenblumenkerne (oder Andere) zur Verzierung

Zubereitung:
Mehl mit Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen, in einer zweiten Schüssel Magerquark, Milch, Ei und Öl verquirlen. Anschließend das Mehlgemisch hinzugeben und alles mit Knethaken zu einem festen Teig verkneten. Der Teig sollte etwa 30Min im Kühlschrank ruhen. Währenddessen könnt ihr den Backofen schon mal auf 200° vorheizen.
Nach den 30Minuten teilt ihr den Teig in 10 gleichgroße Portionen. Mit feuchten Händen formt ihr nun die Brötchen, am besten stellt ihr euch eine Schüssel mit Wasser daneben, damit ihr die Hände immer wieder benetzen könnt (glutenfreie Teige sind sehr klebrig!). Die fertigen Brötchen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einem Messer kreuzweise einschneiden.
Als letztes könnt ihr nun die Brötchen nach eurem Belieben verzieren. Ich habe Sonnenblumenkerne verwendet. Im heißen Ofen werden sie ca. 25 Minuten gebacken.
Achtung! Sollten die Brötchen sehr flach sein, dann holt sie früher raus, da sie sonst schnell zu trocken werden.

Lasst euch nicht durch den Geschmack des Teiges abschrecken. Natürlich schmeckt dieser sehr nach Erbsen, der Geschmack verändert sich aber durch das Backen. Anschließend ist der Geschmack zwar immer noch ungewohnt aber das Erbsenaroma ist verschwunden. Das Mehl ist nicht so fein, wie gewöhnliches Weizenmehl, d.h. die Brötchen werden etwas krümelig – deswegen müsst ihr ganz besonders auf die Backzeit achten!

Zur ersten Verkostung habe ich das ganze mit einem Steak und meinem Lieblingssmoothie der Marke Innocent serviert.

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DIY: Zimttaler

Ich bin morgen bei den Eltern meines Freundes zum Essen eingeladen und wollte eine Kleinigkeit mitnehmen, um nicht nur das Essen dort abzustauben. Eigentlich wollte ich meine neuen Keksstempel ausprobieren und einfache Ausstechplätzchen machen aber Zimt mag seine Mutter sehr und deswegen habe ich mich dann doch für Zimttaler entschieden.
Na gut eigentlich wollte ich die Stempel dabei auch benutzen, was sich aber leider als unmöglich herausgestellt hat. Deswegen sind es übrigens auch keine Sterne, sondern Taler. Improvisation war gefragt, weil ich auch keine Ausstechformen hatte und deswegen ein Glas herhalten musste. Ja es ist so einiges schief gegangen aber alles in allem sehen sie zwar etwas unförmig aber lecker aus.

Für 9 Taler benötigt ihr:
190g Puderzucker
100g gemahlene Mandeln
200g gemahlene Nüsse
2 Eiweiß
1TL Zimt
Einen Spritzer Zitrone

Ihr schlagt den Puderzucker mit dem Eiweiß zu einer steifen Eiweißglasur. 1/3 von dieser Glasur stellt ihr beiseite für die spätere Glasur der Sterne. Die anderen 2/3 mischt ihr mit einem Löffel oder Schaber mit 100g Mandeln, dem Zimt und der Zitrone. Anschließend knetet ihr den Teig noch mal mit den Händen durch und rollt ihn auf den restlichen 200g Nussmischung aus.

SONY DSCSoweit zum Rezept. In der Realität war mein Teig leider viel zu klebrig und flüssig um ihn ausrollen zu können also habe ich noch Nüsse und Zimt hinzugefügt, um dem ganzen etwas mehr Festigkeit zu geben. Das ausrollen auf den Nüssen ist mir aber immer noch ein Rätsel. Ich habe einfach ein Backpapier untergelegt und den Teig mit Nüssen bestreut, damit das Nudelholz nicht kleben bleibt.
Die ausgestochenen Taler habe ich anschließend mit der bestäubten Seite auf ein weiteres Backpapier gelegt.
Zum Schluss verteilt ihr einfach die restliche Glasur auf den Talern und backt sie 10-12 Minuten bei 150°. Nach 8 Minuten solltet ihr den Ofen einen Spalt öffnen und die Taler die restliche Zeit so weiterbacken. Falls ihr diesen Schritt vergesst ist es aber auch nicht so schlimm (das ist mir nämlich auch passiert).
Wundert euch nicht, dass sie solange sie noch warm sind leicht brechen und noch sehr weich sind. Sobald sie abgekühlt sind lassen sie sich wunderbar vom Backpapier ablösen.

Leider bin ich nicht mehr zum Xenos gekommen, um noch eine schöne Verpackung zu besorgen und improvisiere deswegen mit herkömmlichen Brottüten, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt und einfachem Geschenkband. So können die Taler schön und preiswert zum verschenken eingepackt werden.

Viel Spaß beim nachbacken. Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.

Quelle:
Chefkoch.de Omas Zimtsterne