Das heilige Wort zum Sonntag

Da liegt man an einem gewöhnlichen Sonntag mit Sonntagsgammeloutfit und Dutt im Bett des eigenen Freundes und versucht sich „nur ganz kurz“ (ist doch klar) davon abzulenken, dass man eigentlich an der bald fälligen Hausarbeit arbeiten sollte. Nur mal schnell Instagram checken – mal sehen, was in den letzten Stunden neues interessantes hochgeladen wurde. Man herzt verschiedene Bilder und bleibt auf einmal bei einem Bild hängen. Es sind besonders in letzter Zeit viele dieser Bilder aufgetaucht. Bilder und darunter ein ganzer Blogpost über „Ghostfollower“. Ein seufzen rutscht mir über die Lippen und die Gedanken „Wie kann man sich nur so viele Gedanken darum machen? Wen interessiert das denn schon?“ machen sich in meinem Kopf breit, während die Kommentare fleißig gelesen werden.

Viele, ja wirklich sehr viele, dieser Bilder, Texte und Kommentare habe ich in letzter Zeit gesehen und jedes Mal frage ich mich, was man bei seinen Followern mit einem solchen Post erreichen will? Will man sie dazu überreden jedes Bild zu liken und zu kommentieren? „Wie unnötig“, denke ich mir und lege letztendlich das Handy wieder mit einem Kopfschütteln weg. Das Bild habe ich nicht geliked und kommentiert habe ich dazu auch nichts. Wieso? Weil ich mir von niemandem, dem ich folge vorschreiben lassen will, wie ich auf seine Posts reagieren soll.

Follower kommen und gehen. Die Interessen der Onlinegemeinschaft verändern sich in rasendem Tempo. An einem Tag sind Tiervideos noch total aktuell, am nächsten dann doch eher Fitnessposts. Nicht jeder kann immer Unmengen an Likes und Kommentaren bekommen, besonders nicht für jedes hochgeladene Bild. Bilder sind mal besser und mal schlechter, mal erwischt man zufällig die richtigen Ansprechpartner, mal eben nicht. Das Internet hilft uns dabei eine schier unbegreiflich riesige Masse an Menschen zu erreichen, sind wir also up-to-date, dann bekommt man viel Resonanz zurück, ist man es nicht… tja dann kriegt man sie nicht. Ist doch ganz klar. Aber nicht nur die gerade angesagten Trends machen einen Unterschied, auch der Zufall gerade die richtigen Follower zu finden.
Kann ich als Instagramler wirklich von meinen Millionen (ja schön wär’s) Followern erwarten jedes Bild zu liken, einen Kommentar abzugeben oder mich anders bemerkbar zu machen und dem Account bzw. seinem Ersteller genügend Aufmerksamkeit zu schenken? Kann ich nicht auch einfach Bilder liken, die ich gut finde und die, die mir nicht so gefallen nicht liken?

Follower kommen und gehen. Wenn mir ein Account nicht mehr gefällt, dann fliegt er raus. So ist das eben in der harten, gemeinen, rücksichtslosen Welt in der die Zahl an Likes und Followern den Marktwert bestimmt. Bringe ich es nicht, dann werde ich immer ein Niemand sein mit wenig Resonanz, bin ich entweder sehr gutaussehend oder poste die gerade aktuellen Sachen, dann bekomme ich viel Resonanz. Aufmerksamkeit und freundliche, zusprechende, geheuchelte Worte. Ich möchte allerdings nicht sagen, dass es auch Accounts gibt, die mit „wenigen“ Followern viel Rückmeldung bekommen. Freunde und Bekannte lassen schließlich immer wieder gerne mal einen Smiley oder ein, zwei nette Worte da. Aber müssen sie das immer tun? Müssen alle Follower bei jedem meiner Bilder Zuspruch oder Kritik ausdrücken? Manchmal ist mir dieses Gehabe wirklich unbegreiflich.

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Liebe Mit-Instagramler,
ein kurzes Wort, eure Arbeiten natürlich in Ehren gehalten! Entspannt euch doch mal ein bisschen. Likes, Follower, Resonanz von fremden Menschen ist schön und gut aber nur die halbe Miete. #like4like und #follow4follow hin oder her (verwende ich auch ganz gerne mal – Schande über mein Haupt) aber bitte lasst doch eure armen, treuen Begleiter reagieren, wie sie es wollen. Lasst sie liken, sich auskotzen und freuen und zwingt es ihnen nicht auf.
Kann man überhaupt kontrollieren, wer wie oft welche Art von Rückmeldung gegeben hat? Gebt ihr euch wirklich so viel Mühe? Verwendet ihr so viel Zeit eures Lebens damit zu versuchen das nachzuvollziehen? Muss ich wirklich gezwungen sein, immer meinen Senf abzugeben, jedes Bild zu liken und am besten noch zu kommentieren?

Puh. So jetzt habe ich hiermit für jeden dieser Posts, die ich in den letzten Wochen gesehen habe meine persönliche Rückmeldung gegeben. Wieder zurück zum Ernst des Lebens.

Peace ♡

 

 

 

 

Eine kurze Entschuldigung an dieser Stelle für dieses Bild mit unglaublich schlechter Qualität – auf die schnelle Auskotzerei habe ich kein besseres gefunden oder machen können. Nächstes Mal wird’s bestimmt wieder besser!

Das möchte ich aber eigentlich nicht direkt preisgeben…

Seit zwei Wochen bin ich nun schon Studentin, in diesen beiden Wochen habe ich so viele neue Leute kennengelernt, viele neue Gesichter und Namen erfahren bzw. gesehen und in jeder neuen Unterhaltung höre ich mindestens einmal den Satz

„Das möchte ich aber erst mal nicht/nicht direkt preisgeben“

In jedem Gespräch vermittelt einer der Beteiligten immer, dass es etwas in seinem Leben gibt, mit dem er nicht bei jedem hausiert. In jedem Gespräch wird aufgeklärt was genau es ist und danach dieser Satz eingeschoben. Aber wieso tun wir das? Wieso verheimlichen wir diese (meist) banalen Dinge, wie

„Ich schaue Anime/bin Cosplayer“

„Ich habe einen Blog“

„Ich mache…“

Das sind doch alles scheinbar unwichtige Dinge, die nun mal Teil unseres Alltags und sogar Teil unserer Persönlichkeit sind. Vielleicht sogar ein Teil, der nicht mehr wegzudenken ist und ohne den wir nicht mehr leben wollen. Trotzdem unterliegen wir tagtäglich diesem Phänomen, das sich „soziale Erwünschtheit“ nennt. Dinge von denen wir denken, dass sie in unserem Umfeld vielleicht auf verwirrte Blicke und Ablehnung stoßen verheimlichen wir bis zu einem bestimmten Grad des Vertrauens oder bis es letztendlich schon zu spät ist und der Gesprächspartner unser kleines Geheimnis entlarvt hat.
Jeder einzelne von uns umgibt sich am liebsten mit Menschen, durch die wir Bestätigung in unserer Person und unseren Interessen erhalten. Das bedeutet nicht, dass wir bewusst nach diesen Menschen suchen aber wenn wir uns vor Augen führen, was den eigenen Freundeskreis ausmacht, wird sehr stark deutlich, dass in irgendeiner Form Interessen und Charaktereigenschaften übereinstimmen.

A: „Ich habe heute doch nichts für die Uni gemacht, meine Serien haben mich mal wieder in ihren Bann gezogen.“

B: „Das kann ich gut verstehen… mich auch aber ich glaube meine Serien sind etwas anders als deine.“

A: „Achja? Was guckst du denn grade?“

B: „Anime…“

Ich weiß, dass ich grade dieses Thema Anime oft als Beispiel nutze, es ist auch eins der klassischen Beispiele meines eigenen Alltags, bei dem verwirrte Blicke oder Ablehnung am häufigsten entsteht. In diesem Beispiel war ich tatsächlich besagte Person A und ich wusste bereits bei B’s erster Antwort von welche Art Serie er spricht. Ich kenne diese Unterhaltungen nämlich nur zu gut, dieses langsame Herantasten an den Gegenüber, das Herausfinden der Interessen und den Mut, dieses gut gehütete Geheimnis direkt preiszugeben, aufzubringen. Oh ja wirklich nur zu gut.

Die „soziale Erwünschtheit“, also der Grad Bestätigung, den wir in unserem Freundeskreis bzw. vermeintlichem Freundeskreis suchen, steht dann aber auch noch neben dem „ersten Eindruck“, den wir vermitteln. Es gibt niemanden, der keinen ersten Eindruck vermittelt und es gibt ebenso niemanden, der keinen ersten Eindruck wahrnimmt. Jeder von uns empfindet aufgrund verschiedenster Faktoren den eigenen Gegenüber entweder als sympathisch oder nicht, als ungepflegt oder gepflegt, als attraktiv oder unattraktiv etc. Das liegt nicht nur an der Person, die einem gegenübersteht, sondern auch an dem eigenen momentanen Befinden, der Umgebung und der allgemeinen Stimmung. Dieser erste Eindruck ist einer der wichtigsten Momente für zwischenmenschliche Beziehungen, da er viel zu schwer zu revidieren ist.
Sieht mich also jemand mit meinem „Attack on Titan“-Rucksack durch die Stadt laufen oder hört eine Unterhaltung von mir über Animes und ist dem ganzen abgeneigt, wird er auch von mir einen schlechten Eindruck haben. Mich vielleicht als Freak oder Nerd bezeichnen und kaum Interesse daran haben unsere Beziehung zu vertiefen. Was passiert aber, wenn ich es nicht so offensichtlich preisgebe? Was passiert, wenn mein Gegenüber einen anderen ersten Eindruck von mir gewinnt und erst später herausfindet, dass ich dieses Genre mag? Vermutlich wird er das ganze als eine meiner Interessen abstempeln und sich entweder nicht weiter dafür Interessieren oder nachhaken. Natürlich kann es auch dazu kommen nach dem ersten Eindruck Ablehnung zu erfahren und genau das ist der Moment in dem der Satz fällt

„Das erzähle ich aber nicht direkt jedem“

Die Stimme wird leiser und der Körper signalisiert Unsicherheit. Selbst dieser Satz signalisiert das. Wir versuchen damit das Gesagte irgendwie wieder gutzumachen und hoffen (möglicherweise unbewusst), dass der Gesprächspartner es vielleicht ja auch gar nicht richtig wahrgenommen hat. Wir versuchen unseren Eindruck wieder zu retten und keine Ablehnung zu erfahren. Wir versuchen unser Möglichstes um nicht in die Außenseiterrolle zu geraten, abgestempelt und abgeschoben zu werden. Gerade in diesen ersten Wochen, in der die Findung neuer Freunde oder Bekannter stattfindet, spielt die soziale Erwünschtheit so eine große Rolle. Haben sich Beziehungen erst einmal gestärkt, werden wir kaum noch ein Problem damit haben es preiszugeben, doch zu Beginn hüten wir es, wie einen Schatz.

Mittlerweile gehe ich offener mit meinen Interessen und den Dingen, die mir Spaß machen um – ich versuche es zumindest. Früher durfte niemand wissen, dass ich Animes geguckt habe. Selbst vor meinen Eltern habe ich das verheimlicht. Sobald jemand in mein Zimmer kam habe ich den Sender gewechselt oder den Internetbrowser geschlossen. Seht euch mal an wo ich jetzt bin – mein „Attack on Titan“-Rucksack ist eins meiner liebsten Stücke und eine Wand meines WG-Zimmers ziert eine Mangafigur, die ich mir habe malen lassen. Trotz allem möchte ich das nicht direkt preisgeben, aus Angst auf Ablehnung zu stoßen, das ist mir besonders in den letzten Wochen nochmal bewusst geworden. Ob das nun gut ist oder nicht liegt vermutlich an der eigenen Persönlichkeit und wie sehr man es aushält auf Ablehnung zu stoßen. Ist es einem wichtig, von vielen Leuten gemocht zu werden oder ist man stark genug nur mit wenigen auszukommen, muss letztendlich jeder für sich entscheiden und ausleben.

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im Modelhimmel

Wer hätte gedacht, dass die kleine (1,60m) Lena einmal ein Shootingangebot bekommt. Ein Angebot das Model des Shootings zu sein. Ein Angebot mit kostenlosen Bildern und jeder Menge Spaß. Ja ich nicht aber so kam es nun doch vor einigen Wochen. Eine Visagistin postete in einer Gruppe bei Facebook, dass sie noch weibliche Modelle für ein Shooting sucht. Ich machte mir natürlich keinerlei Hoffnung und klickte nur auf Gefällt mir geklickt. Kurz darauf erhielt ich bei Facebook eine Nachricht:

Hallo. Du hattest mein Shooting-Gesuch in der Fotogruppe mit“Gefällt mir“ markiert, daher bin ich auf deine Seite gestoßen und habe mich ein bisschen umgesehen.
Ich finde dich als Model sehr ansprechend und könnte mir gut eine Zusammenarbeit mit dir vorstellen. Deswegen wollte ich fragen, ob du eventuell an dem in der Gruppe ausgeschriebenen Angebot interessiert wärst?
Ich suche für ein TfP-Shooting am Sonntag mit dem Fotografen www.kuchtsbelichtung.de noch ein Model. Geplant sind je nach Wetter entweder Outdoor-Aufnahmen im romantischen Stil (Makeup in zarten Farben, Flechtfrisur, Outfit in Pastellfarben, Rüschen, usw) oder Studio-Aufnahmen in einem ähnlichen Stil. Das Shooting würde entweder Outdoor in Düsseldorf oder im Studio in Mönchengladbach stattfinden.
Hättest du Interesse? Würde mich über eine Antwort freuen.

Ich war natürlich total begeistert. Wie oft wird einem schon so ein Angebot unterbreitet? Wohlwollend stimmte ich dem ganzen zu und nach einigen weiteren Absprachen machte ich mich also letzten Sonntag auf zum vereinbarten Treffpunkt.

Terminvereinbarung
Einen Termin mussten wir wie gesagt nicht mehr vereinbaren. Durch die bereits vorhergegangene Planung hielt sich die Vereinbarung sehr einfach und reibungslos. Ich musste lediglich das Angebot von Lisa annehmen und alles war erledigt. Das Shooting lief auf TfP Basis ab, d.h., dass jede der beteiligten Parteien (in diesem Fall Visa, Fotograf und Model) die Zeit gegen Fotos aufwiegen und nicht in Geld. Jeder bekommt also die Fotos umsonst und kann diese für seine Eigenwerbung nutzen. Ich durfte mir 8 Bilder aussuchen und erhielt die ganzen Originale auf meinem USB-Stick. Das ist das beste Angebot, das ich bisher bei einem Fotografen hatte.

Anfahrt
Durch meine letzten Erfahrungen bezüglich Fahrten zu Shootings, habe ich dieses mal möglichst viel Zeit für meine Anfahrt eingeplant – okay ich muss gestehen ich war wirklich großzügig. Ganze zwei Stunden rechnete ich für eine Fahrt, die laut Navi 36 Minuten dauern sollte. Naja mit einem während der Fahrt ausgehenden Auto, Baustellen, Stau, Suchen und Fahrten irgendwo im Nirgendwo wie bisher wäre ich so auf jeden Fall pünktlich gewesen. Ich fuhr also wie geplant um 10 Uhr los und war wie beschrieben um halb elf am Treffpunkt. Ja Mist. Was macht man denn in einer Stadt wie Mönchengladbach mitten in einem Wohngebiet? Nach langem hin und her entschied ich mich nach einem Bäcker zu suchen und mir einen Kaffee gegen meine Müdigkeit zu kaufen. Bestimmt könnte man sich auch dort gemütlich hinsetzen und die Zeit vertrödeln – ja weit gefehlt. Ich bin tatsächlich eine dreiviertel Stunde rumgelaufen und habe nach einer Bäckerei gesucht. Laut Google Maps waren auch viele in meiner Nähe aber jedes mal wenn ich intuitiv in eine Straße abgebogen bin, habe ich diese verfehlt. Leider konnte ich Maps nicht die ganze Zeit benutzen, weil ich meinen Akku sparen wollte. Naja dafür habe ich mir mal ein bisschen die Stadt angesehen.
Die restliche Zeit habe ich übrigens in meinem Auto mit rumliegen und versuchen ein Nickerchen zu halten, meinem Handy und in die Luft starren verbracht.
Die Location war wie gesagt sehr schnell und leicht gefunden und auch die Parkmöglichkeiten in der Umgebung waren nicht schlecht. In der Straße selber ist das Parken umsonst und es waren sogar noch ziemlich viele Parkplätze frei, sodass ich quasi vor der Tür halten konnte.

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Zuverlässigkeit
Auch in dieser Kategorie habe ich nichts auszusetzen. Alle erschienen wie vereinbart und auch die versprochenen Fotos erreichen mich in Lichtgeschwindigkeit.

Freundlichkeit
Eine lustige und verrückte Truppe war an diesem Tag dabei. Von Beginn des Shootings an wurde ich liebevoll umsorgt, mir wurde jeder einzelne Schritt erklärt, viele Beispielbilder und Arbeiten des Fotografen gezeigt (dadurch auch die Arbeit der Visa), es gab Snacks und Getränke und jede Menge Späßchen und Scherze. Es war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Auch während dem Shooting selber wurde ich nicht einfach in der Luft hängen gelassen, gewollte Posen wurden genau erklärt und gezeigt und auch hier löste sich der ein oder andere Spruch von den Lippen. Auch wie bei meinen bisherigen Shootings mit Martha konnte ich mich in dieser Umgebung und mit diesen Leuten sehr wohlfühlen und während dem Shot.

Equipment
Von beiden Parteien, sowohl Lisa als auch den Fotografen war wirklich mehr als genug Equipment vorhanden. Ich hatte den Eindruck, dass es Lisa niemals an Pinseln und Make-Up fehlen kann, weil sie scheinbar für jeden Hauttyp die richtigen Sachen dabei hat und für jedes Thema passenden Lidschatten und Lippenstift. Bei den beiden Fotografen war es ähnlich von allen möglichen Objektiven über Accessoires und Deko bis hin zu Lampen war alles vorhanden. Zwischendurch konnten Objektive je nach gewünschter Einstellung gewechselt werden, ich erhielt eine Sonnenbrille und wurde sogar mit einer Nebel- und Windmaschine angepustet.

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Ergebnis
Wie bereits oben beschrieben waren sehr romantische und mädchenhafte Fotos gewünscht. Ähnlich wie bei meinem letzten Shooting mit Martha packte ich viele verschiedene Kleidchen und Jumpsuits ein – alles was ich in meinem Kleiderschrank zum Thema romantisch, Blümchen und Spitze finden konnte. Die Bilder sind echt toll geworden irgendwie anders als die bisherigen Fotos, die ich von mir habe.
Als ich meine beste Freundin um Rat gefragt habe, als ich mir Bilder aussuchen durfte sagte sie

Das sieht aus wie aus einem Modejournal

Na, wenn das mal kein Kompliment war.
Die Bearbeitung der Fotos verlief wie gesagt rasend schnell. Nur einige wenige Tage nach dem Shooting erreichte mich schon die erste Mail mit den ersten Fotos und Tag für Tag gibt es 1-2 neue Fotos in mehreren bearbeiteten Ausführungen. Aber nicht nur die Arbeit der Fotografen sollte man an dieser Stelle loben, sondern auch die Arbeit der Visa. Obwohl sie sich das Schminken selber beigebracht hat, beherrscht sie ihr Handwerk wirklich gut. Wie gesagt hatte sie genug Auswahl an verschiedensten Utensilien und auch ihre Pinselstriche saßen. Durch ihre Ausbildung zur Friseurin konnte sie auch meine Haare wundervoll herrichten und ich dachte mir

Wenn du jemals so nach einem Firseurtermin ausgesehen hättest, dann würdest du diese Termine wesentlich mehr genießen

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Fazit
Es war wirklich ein gelungenes Shooting und auch hier kann ich sowohl Fotograf, als auch Visa nur weiterempfehlen. Klickt euch mal durch ihre Seiten durch und taucht in wundervolle Fotos, verrückte Ideen und kreative Umsetzungen ein. Wenn ihr also auf nette Leute und unterhaltsame, entspannte und gut durchgeführte Shootings legt, seid ihr dort auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Alle strahlen nur so vor Kreativität und Einfallsreichtum aber auch die Umsetzung dieser Ideen wird gut gemacht.
Schaut euch die Fotos an und entscheidet selbst.

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Hair & Make-Up: Lisa Knape Makeup Artist
Photo & Retouch: Kuchtsbelichtung

 

 

 

 

Meine bisherigen Reviews findet ihr über Marei Photography/Make-Up Artist Mareike Thelen hier und über Victoria Lindt hier

Wir sind nur so unzufrieden, wie wir uns selber machen.

Durchaus keine „Weisheit“, die auf alle Lebenslagen aber definitiv eine, die auf meine gestörte weibliche Wahrnehmung im Hinblick auf meine Figur zutrifft. Seit einigen Wochen gehe ich neben meinem normalen Training in der Tanzschule wieder regelmäßig mit einer Freundin ins Fitnessstudio. Eigentlich wollte ich meinen Vertrag kündigen, weil ich rundum sehr zufrieden mit meiner Figur und der zusammenhängenden Lebensweise war. Nun kam es aber so, dass wir bereits im Oktober 2013 uns zusammen angemeldet hatten aber nie wirklich zusammen trainieren waren. Damals war ich ein regelrechter Fitnessfanatiker. Ich trainierte jeden Tag, entweder im Fitnessstudio oder zu Hause. Das Minimum war damals zwei Stunden schwitzen am Stück. Natürlich sah man Erfolge aber glücklich war ich irgendwie trotzdem nicht. Ich hatte immer mehr an meiner Figur auszusetzen.
Der Po war nicht rund genug. Die Beine zu dick. Der Bauch und Rücken zu speckig. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, erscheint mir das ganze mehr als verrückt. Ich trage in Oberteilen Kleidergröße 34 und in Hosen 36. Von Natur aus habe ich sehr kräftige und muskulöse Beine, was durch das regelmäßige Tanztraining auch noch verstärkt wird. Meine Schwachstellen sind definitiv meine Arme. Die typischen Schwabbelarme der Frauen. Am Bauch zeichnete sich schon lange der Ansatz meiner Bauchmuskeln ab, naja man sieht, dass unter dem Speck welche sind.
Während dieser Phase habe ich so viele Dinge meines Lebens aufgegeben, die mir Freude bereiten und das nur, um in dieses perfekte Bild unserer doch ziemlich kranken Gesellschaft zu passen. Fit sein – Nein, wohl eher 0% Körperfett haben. Schon lange sage ich zu meinem Freund:

Ich habe lieber ein bisschen Speck auf den Hüften aber dafür eine weibliche Figur!

Es klang für mich selber oft nach einer Ausrede aber seitdem ich selber wieder ins Fitnessstudio gehe ist mir erst bewusst geworden wie viel Wahrheit dahinter steckte. Ich war in der Zeit, in der ich einfach aß, was ich wollte und Sport machte, wann ich es wollte so zufrieden mit meiner Figur, wie schon lange nicht mehr. Ich verbannte die schreckliche Waage vollkommen aus meinem Leben. Von ein-zweimal pro Tag wiegen wurde keinmal. Ganz ehrlich? Ich weiß nicht wie viel ich wiege und es interessiert mich auch nicht. Da stelle ich mich lieber vor den Spiegel und entscheide nach dem Anblick darin, ob ich mir gefalle oder nicht und nicht nach irgendwelchen Zahlen einer Waage. Wer regelmäßig Sport betreibt, versteht, dass diese Zahlen sowieso kaum eine Aussagekraft haben, denn

Muskeln wiegen mehr als Fett.

Man quält sich jeden Tag ins Fitnessstudio und wird einfach nicht leichter. Man ärgert sich und gibt letztendlich auf.
Seit einigen Wochen gehe ich wie gesagt wieder regelmäßig um besagte Freundin zu unterstützen. Vorhin stand ich vorm Spiegel und bemerkte erst gar nicht, wie ich direkt wieder anfing unzufrieden mit mir zu sein. Ich ärgerte mich darüber, dass meine Beine einfach nicht dünner werden, dass meine Waden und mein Bauch zu dick sind und die Knochen an den Schlüsselbeinen hat man auch schon mal besser gesehen. In dem Moment als mir klar wurde, was ich da eigentlich dachte, ärgerte ich mich nur noch über mich selbst. Ich ärgerte mich darüber, dass ich meinen Körper nicht mehr mochte. Ich ärgerte mich darüber, dass ich innerhalb dieser paar Wochen wieder unzufrieden war. Ich ärgerte mich darüber, dass ich wieder anfing zu überlegen was ich wann esse. Aber am meisten ärgerte ich mich darüber, dass ich mich so schnell von dieser fitnessbesessenen Gesellschaft beeinflussen lasse!

Zum Abschluss noch ein Foto, das dem Trend entspricht. Ein after-workout-selfie #nothighgapneeded

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Sorry for bad quality

P.S. Leben und leben lassen lautet die Devise. Mein Gott nichts gegen Fitnessfreaks. Es geht lediglich darum, dass eben nicht nur die Menschen akzeptiert werden, die in dieses Bild passen – Nein eben auch die, die keine Lust haben sich jeden Tag ins Fitnessstudio zu quälen und Sport zu machen, der ihnen eigentlich gar keinen Spaß macht. Es geht doch darum, jeden seine persönlich optimale Lebensweise zu finden und mit sich selbst im Einklang zu sein, ganz gleich ob mit abs oder ohne. Ein glückliches, gesundes Leben führen, ganz ohne diesen Fitnesszwang, das wäre doch schön.

Meine Klamotte und ich

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Ich hatte mir bei der Gründung dieses Blogs fest vorgenommen nichts über Kleidung zu schreiben, weil ich es selber nicht leiden kann, wenn mir jemand sagt, was schön aussieht und was man auf keinen Fall zusammen tragen kann. Ich entscheide selber, was ich wie anziehe und was mir in welcher Kombination gefällt.
Modeblogs gibt es in der Blogosphäre wie Sand am Meer. In diesem Post möchte ich euch aber nicht zeigen, welche Kleidung wie kombiniert gut aussieht und woher ich sie habe, sondern ich möchte euch Mut machen zu tragen was euch gefällt und wie es euch gefällt. So, dass ihr euch wohl fühlt. Findet euren eigenen Stil. In meinem ersten Post habe ich bereits eine Situation erläutert, in der ich eine damalige Freundin verlor, weil ich meinen Stil veränderte. Von Lappalien und dem möglichen Ende einer Freundschaft.  Dazu später mehr.
Eine Sache mal vorweg – ich bin nicht so eine Art Mädchen, die ihre Kleidung wechselt, nur weil sie von letzter Saison ist. Viele meiner Stücke habe ich bereits seit der 9. Klasse oder noch länger. Diese Stücke sind schon fast sieben Jahre alt (wow, mir fällt jetzt erst auf wie lange das schon her ist). Solange sie mir noch gefallen und noch nicht kaputt sind, wieso sollte ich sie also weg tun? Sind Kleidungsstücke nur verwaschen kann man sie ganz einfach wieder neu einfärben, weiße, mittlerweile gelblich gewordene Stücke, können gebleicht werden und im Handumdrehen hat man ein altes Stück wieder in ein neues verwandelt.

Nun aber zum Wesentlichen – mein Kleidungsstil. Bis vor kurzem war mir nicht mal bewusst, dass ich einen Stil habe. Ich trage einfach was mir gefällt und wie es mir gefällt. Meine Lieblingsjacke kann ich nicht mehr tragen, weil das Bordeauxrot der Jacke und das Kupfer meiner Haare sich beißt? So ein Blödsinn. Ein Volbeat und Rise Against Bandshirt passen nicht in den gleichen Kleiderschrank wir rosa Kleidchen und Blümchenshirts? Blödsinn. Als Frau kann man keinen Männerpulli tragen? Erst Recht Blödsinn.

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Jeder von uns hat mehr als nur eine Fassette und sollte die auch zeigen. Ich habe sehr lange gebraucht, um das zu verstehen und pendelte stehts zwischen dem girly und dem Wunsch alternativ und anders zu sein. Einige Jahre war meine Kleidung so und einige andere Jahre wieder anders. Die Klamotten, die nicht zum jeweils gewählten Stil passten wurden aussortiert oder ganz unten im Schrank verstaut. Doch mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mich nicht für einen Stil entscheiden muss. Ich bin wer ich bin und zeige das durch die Kleidung die ich trage. Meine Kleidung zeigt, wie ich mich gerade fühle. Ganz gleich, ob es sexy, süß oder entspannt ist. Ich entscheide morgens, was ich anziehe nach meinem Gefühl. Habe ich keine Lust mir großartig Gedanken darum zu machen wird es eben ein schlabriger Kapuzenpulli und wenn ich den schönen weißen Strickpulli mit einer Jeansbluse drunter, geziert von einer Statement-Kette tragen will, dann wähle ich eben das.
Das einzige, was mich interessiert ist, ob ich mich in meiner Klamotte wohl und schön fühle. Wie ihr merkt verbinden mich und meine Kleidung wirklich eine bizarre Beziehung mit vielen Höhen und Tiefen.

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Laut meiner Mutter habe ich bereits mit anderthalb Jahren angefangen meine Kleidung selber auszusuchen. Mit 9 Jahren trug ich am liebsten meine pinkglitzernde Schlaghose und meinen pinken Rollkragenpullover. Ja ein richtiges Mädchen eben. Irgendwann machte ich eine Verwandlung durch und entschied mich gegen pink – es ging wieder zurück zu dem Mädchenstil und wieder vorwärts zu dem „Ich-hasse-pink“-Stil. Erst seit einem Jahr fühle ich mich wirklich bei mir angekommen. Erst seit einem Jahr erkenne ich mich wirklich in meiner Kleidung wieder. Erst seit einem Jahr habe ich das Gefühl mich nicht mehr verstellen und so kleiden zu müssen, wie andere es schön finden.
Ich möchte damit nicht sagen, dass ich auf die Meinung meiner Freunde keinen Wert lege um Gottes Willen aber die Gewichtung hat sich einfach anders verteilt. Die Zeit, in der die Kleidung bestimmte wer unsere beste Freundin ist, ist für mich einfach vorbei. Die Zeit, in der ich mich durch Leute beeinflussen ließ, die mich wegen meines veränderten Kleidungsstils nicht mehr mochten, ist für mich einfach vorbei. Ja ich höre viel eher auf mich selber, auf mein Bauchgefühl und meinen eigenen persönlichen Sinn für Schönheit.

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Langsam einen Fuß vor den anderen setzen.

Schritt für Schritt gefällt mir mein Blog immer besser. Schritt für Schritt traue ich mich immer mehr ihn vorzuzeigen, nicht nur in Bloggergruppen – NEIN, vor allem auch vor meinen Freunden und meiner Familie. Es war schon länger bei vielen bekannt, dass ich diesen Blog führe aber einen bewussten Schritt in die Richtung dazu zu stehen und stolz auf meine Arbeit sein zu können das begann erst so langsam als ich anfing meine Posts per Instagram Publik zu machen.
Das war an sich kein riesiger Schritt – eher ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Meine eigene Facebookpage zu veröffentlichen war eine ganz andere Nummer. Ich habe schon sehr lange darüber nachgedacht diesen Schritt zu wagen und für die meisten scheint es vielleicht auch gar kein bewegendes Erlebnis zu sein aber für mich ist es eine ganz andere Hausnummer ein Feedback von „Fremden“ zu bekommen oder von Leuten, die ich gut kenne. Es entstehen viel zu schnell Lästerein und fiese Tuscheleien. Es entstehen Gerüchte und Lauffeuer. Ich kenne meine Heimat sehr gut und weiß wie schnell so was geht. Wie schnell eine Einladung zum liken meiner Page zu einem Lauffeuer wird. Es bleibt nicht dabei, man schaut es sich vielleicht nicht mal an, nein man schreibt direkt der besten Freundin

Hast du schon gesehen?!

Ja ich kenne es doch selber und bin wahrscheinlich nicht viel besser. Vielleicht hatte ich deswegen so große Angst davor diesen Schritt zu gehen.

Das erstellen der Seite hat mir großen Spaß gemacht und auch die Gestaltung meines (nennen wir es mal) vorläufigen Logos. Ich habe viel Arbeit in alles investiert und bin total überrascht, meine Blogstatistik schien förmlich zu explodieren. So viele Leser hatte ich noch nie an einem einzigen Tag. Outlawedvogelfrei steckt eben immer noch in den Kinderschuhen und wie das eben bei Kindern so ist, gibt es noch viele Dinge die es lernen muss und mit seinen kurzen Beinchen kann es auch nur kleine Schritte vorwärts machen aber es macht sie und ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden.

Wieso mache ich mir überhaupt so viele Gedanken? Weil Leute, die ich sowieso nicht leiden kann hinter meinem Rücken schlecht über mich reden? Weil ich ihnen wieder einen Aufhänger liefern könnte? Könnte – JA genau das. Ich könnte einen liefern aber vielleicht auch nicht. Woher weiß ich das schon? Menschen brauchen immer etwas worüber sie sich unterhalten können. Sie brauchen immer jemanden über den sie sich unterhalten können. Möglicherweise, weil ihr eigenes Leben zu langweilig ist oder sie selber nichts erreicht haben. Wer weiß das schon. Wer weiß schon, was in den Köpfen der Menschen vor sich geht.

Also Welt hör‘ mich an! Ich bin Lena, 20 Jahre alt und das Gesicht hinter dem Blog outlawedvogelfrei.

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Was tun bei einem Haardebakel?

Wer kennt es nicht man kommt vom langersehnten Friseurbesuch und ist todunglücklich? Man guckt in den Spiegel und würde am liebsten losheulen. Der Friseur scheint alles falsch gemacht zu haben. Die Haare sind zu kurz, schlecht geschnitten, auf einmal hat man einen Pony und die Farbe ist auch misslungen.
Aber was macht man dann? Was tun?

  • Sagt schon bei dem Besuch selber Bescheid, dass es euch nicht gefällt. So kann es direkt verbessert werden. Klar ist das unangenehm aber es wird nicht besser durch bloßes abwarten.

Ich war bisher erst einmal zufrieden mit meinen Haaren nach einem Friseurbesuch und gehe deswegen in der Regel immer mit dem Gedanken nach Hause, dass es besser aussieht, wenn ich es erst einmal selber gestylt habe.

  • Wenn ihr mit dem Schnitt unzufrieden seid, dann kann das am Styling des Friseurs liegen. Er föhnt eure Haare anders als ihr es gewohnt seid. Stylt eure Haare zu Hause selber noch mal nach.

Sollte das nicht helfen und der Schnitt ist daneben, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Zum Friseur gehen und nachschneiden lassen – falls es dann nicht zur kurz wird.
  2. Sollte nichts mehr zu retten sein, dann helfen Flechtfrisuren, Zöpfe und Haarbänder.

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Ich sah selber nach einem Friseurbesuch aus wie Willy Wonka – das ist kein Scherz. Es war nicht nur viel zu kurz, sondern auch schief geschnitten. Das pure Grauen. Offen konnte ich meine Haare nicht tragen aber einfach einen Zopf machen ging auch nicht, dafür waren sie zu kurz. Also bin ich monatelang nur mit einem Bauernzopf rumgelaufen. Das war ungewohnt und eigentlich trage ich nicht gerne Zopf aber das war die beste Alternative.

    • Ist ungewollt ein Pony da oder er gefällt euch doch nicht, dann könnt ihr ihn einfach wegstecken bis er nachgewachsen ist. Bei einem schrägen Pony sieht eine Flechte zum Beispiel sehr schön aus.

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Und was macht man nun, wenn die Farbe total versaut ist? Die Haare die Farbe nicht richtig angenommen und alles total fleckig ist? Die Farbe viel zu knallig ist oder euch einfach nicht steht?

    • Färbt bitte nicht selber drüber. Klar ist das billiger und es erspart die unangenehme Beschwerde aber man weiß vorher nie wie die beiden Farben sich vertragen. Eventuell müsst ihr danach noch mal zum Friseur, weil aus Blond und Braun Grün geworden ist.
    • Geht einfach noch mal zum gleichen Friseur und sagt, dass ihr unzufrieden seid. Das sollte bei keinem Friseur ein Problem sein. Die Nachbesserung muss sogar kostenlos erfolgen.

Sollte der Friseur bei eurer Beschwerde Widerspruch einlegen und euch keine Nachbesserung gewähren, dann könnt ihr sogar verlangen auf die Kosten des Friseursalons zur Konkurrenz zu gehen.
Wenn ihr natürlich nicht noch mal das gleiche Debakel riskieren wollte, dann dürft ihr auch einen Termin bei einem anderen Friseur des Salons, in dem ihr vorher wart, wahrnehmen.

Sollten eure Haare oder eure Kopfhaut durch den Besuch sogar so sehr geschädigt sein, dass ihr längere Schäden dadurch davontragt (zum Beispiel: Zerstörung der Kopfhaut nach Blondierung oder Abrrechen der Haare nach einer Dauerwelle) dann könnt ihr sogar Schmerzensgeld fordern.

Wie viel wird in solchen Fällen gezahlt?

    • Haare brechen nach Dauerwelle ab – 250€ (Amtsgericht Köln, AZ: 141 C 5/01).
    • Haare müssen nach einer Blondierung kurz geschnitten werden, weil sie kaputt sind – 500€ (Landgericht Berlin AZ: 23 O 539/01, Amtsgericht Hannover AZ: 10 C 705/94).
    • Es fallen büchelsweise Haare nach einer Blondierung aus – 1000€ (Amtsgericht Erkelenz, AZ: 8 C 351/08)
    • Wenn nach unsachgemäßem Färben alle Haare ausfallen und eine Perücke getragen werden muss, bis die Haare wieder nachgewachsen sind – 1500€ (Oberlandesgericht Köln, AZ: 19 U 62/99)
    • Blondierungsmittel verätzt die Kopfhaut und Haare müssen operativ eingepflanzt werden – 5000€ (Landgericht Coburg, AZ: 21 O 205/09)

Das sind aber absolute Ausnahmefälle – nicht nach jedem misslungenen Schnitt müsst ihr zu einem Gericht rennen. In der Regel reicht ein freundlicher Nachbesserungswunsch aus und alles wird wieder gut.

Zum Glück wachsen Haare schließlich nach!

Um ein solches Haardebakel allerdings verhindern zu  können solltet ihr unbedingt folgende Dinge beachten:

    • Der Friseur sollte euch stets gut beraten und sich Zeit für euch nehmen.
    • Er sollte euch über mögliche Risiken einer Behandlung z.B. einer Dauerwelle oder Blondierung informieren.
    • Er sollte schon im Voraus erkennen, wenn euch etwas nicht steht und euch davon abraten.
    • Alle Produkte, die auf euren Kopf kommen sollten für euch sichtbar sein. Seid ihr euch unsicher, dann fragt einfach nach.
    • Ihr könnt im Salon frei wählen, ob ihr zum Azubi oder Meister kommt. Fragt von vornherein danach oder wer am besten für welche Aufgabe (Schneiden, Färben) geeignet ist. Ich persönlich finde aber, dass das lange nichts über das Können aussagt.
    • Euer Friseur sollte sich vor der Behandlung erkundigen, ob ihr irgendwelche Allergien gegen Produkte aufweist.

So nun hoffe ich, dass mit diesen Tipps nichts mehr schief gehen kann und euer nächster Friseurbesuch wird wieder ein Tag der Entspannung.

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Karneval – eine Woche in der die Gesellschaft akzeptiert

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Ich bin kein großer Fan von Karneval. Während alle anderen feiern sitze ich zu Hause und drücke mich. Früher war Karneval noch toll, als man sich das Gesicht bemalte und zum Kinderprogramm ging. Jetzt mit 20 verkleide ich mich immer noch liebend gerne aber diese Partys müssen nicht sein.

Eine Woche, in der die Gesellschaft akzeptiert, dass alle Menschen sich schon morgens anfangen zu betrinken.

Eine Woche in der die Menschen schon morgens um 8 mit einem Bier in der Hand durch die Straße laufen. Die Musik wird mehr gelallt als gesungen und geschunkelt wird auch nicht passend zu dieser, sondern eher als Nebenwirkung des Alkohols. Als Mädchen weiß man schon vorher, dass einem abends nicht nur ein Typ einen gelallten Anmachspruch ins Ohr säuselt. Es ist vorauszusehen, dass alle fünf Meter jemand mehr in einer Hecke liegt und sich übergibt als zu stehen.
Muss das wirklich sein? Ist das noch der eigentliche Sinn dieses Fests? All das macht mir die Freude daran irgendwie kaputt.

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Trotz allem habe ich mich heute in Schale geschmissen und war in meinem improvisierten Matrosenkostüm in der Stadt unterwegs. Extra ein Kostüm gekauft habe ich nicht, sondern lediglich aus meinem Kleiderschrank zusammengebastelt. Wozu auch ein Kostüm kaufen, wenn man sowieso nirgendwohin geht?

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Es ist und bleibt eben nur diese Woche, in der man sich verkleidet, weil es dazugehört.

Eine Woche in der man sich verkleidet, um sich betrinken zu können und um nicht als „Asi“ dazustehen.

Aber ist das nicht genau das?
Es ist eine Woche in der sogar „Kinder“ (ehm Entschuldigung Jugendliche oder besser Teenager) an harten Alkohol kommen. Menschen, die ihre Grenzen noch nicht kennen und so ihrem Körper schaden. Am nächsten Morgen liegen sie im Bett und denken mit Scham an den vorigen Tag. An all die Dinge, die sie im Suff getan haben – falls sie sich überhaupt noch erinnern.
Das kennen wir doch alle. Jeder von uns hat das früher gemacht, es als Fest des Trinkens – nein des Betrinkens – genutzt. Als ein Fest in dem wir mit 14 an Schnaps und ähnliches kamen. Ein Fest an dem es uncool war nüchtern zu sein. Wenn ich zurückdenke dann frage ich mich: Wieso? Wieso musste das sein?

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Was haltet ihr so von Karneval? Feiert ihr noch richtig oder seid ihr auch solche Muffel wie ich?

 

Pah, Kinderkram!

Willkommen zurück im Alltag. Willkommen zurück im Berufsleben. Willkommen zurück im Stress. Der Urlaub ist jetzt seit zwei Wochen vorbei und ich bin wieder voll eingebunden in Arbeit, Schule und Uni-Bewerbungen. Ich fühle mich jetzt schon wieder Urlaubsreif…
Wenn ich auf meine To-Do Liste gucke wird mir glatt ein bisschen übel. Im April habe ich meine Abschlussprüfungen, d.h. lernen, lernen, lernen, lernen lernen, Berichtsheft schreiben und die Prüfungsanmeldung nicht vergessen, bis Ende März muss meine erste Uni-Bewerbung weg sein, ein Umzug muss geplant werden und dann kommen natürlich noch die alltäglichen Dinge, die erledigt werden müssen hinzu… einkaufen, putzen, Wäsche machen und irgendwann will ich auch noch ein Leben haben. Eine kurze Zeit meines Tages genießen und abschalten können, bevor es am nächsten Morgen wieder von vorne losgeht.

Die beste Möglichkeit „runterzukommen“ besteht definitiv bei meinem Freund. Abends zusammen sein, zu reden, zu lachen und den Alltag zu vergessen. Doch wenn er keine Zeit hat – wir sind nicht eins dieser Paare, das dauerhaft aufeinander hängt – dann muss ich meinen Abend alleine gestalten und eine eigene Möglichkeit der Entspannung finden.
Das erste was ich mache, wenn ich nach Hause komme ist meinen Laptop einzuschalten, nicht um zu sehen was es neues bei Facebook gibt, sondern um eine Serie weiterzuschauen. Selbst wenn ich nur eine Folge schaffe, so sind es doch 20 Minuten der Ablenkung. 20 Minuten, in denen man den Ärger der Arbeit und den Stress der Schule hinter sich lassen kann.

Nur was schaue ich dann am besten? Einige gucken gerne Breaking Bad, andere Game of thrones, ich bleibe dann doch eher bei Dingen wie Naruto, Code Geass, Bleach und Death Note.

Animes? Das ist doch Kinderkram.

Ja wir leben alle mit diesem Klischee. Doch es ist und bleibt nun mal nichts weiter als ein Klischee. Ein Klischee, dass sich so hartnäckig in unseren Köpfen hält. Ein ähnliches Klischee wie „alle Blondinen sind dumm“.
Natürlich verbinden wir dieses Genre auch mit Serien unserer Kinderzeit. Wir verbinden es mit deutschem oder englischem Zeichentrick. Der erste Anime eines jeden wird vermutlich Heidi gewesen sein. Ja man glaubt es kaum aber Heidi ist tatsächlich ein Anime.
Dieser Gedanke an Zeichentrick steckt so unglaublich fest in unseren Köpfen, dass wir uns gar nicht mehr auf eine neue Erfahrung einlassen. Ich muss gestehen zur Zeit wird dieses Genre sehr gehyped. Jeder scheint auf ein Mal ein riesen Fan davon zu sein und muss das auch unbedingt Preis geben. Es ist irgendwie eine Art Modephänomen. Ich bin nicht wirklich sicher, ob ich diese positive oder die altbekannte negative Ansicht besser finden soll. So oder so wird dieses faszinierende Genre zu einem Hipsterphänomen.

Natürlich wünsche ich mir, dass mehr Menschen den wirklich guten moralischen Hintergründen und Geschichten eine Chance geben. Denn ein Anime besteht nicht nur aus nackter Haut, Freizügigkeit oder Blümchen und Kindergeschichten. Es steckt oft so viel mehr dahinter, was von den meisten schon allein durch die Zeichnungen übersehen wird. Ein klassisches Beispiel dafür ist definitiv Naruto. Das jedoch jetzt alles vorzustellen würde zu weit führen, werde ich aber definitiv in einem späteren Post nachholen.
Also gebt neuen Dingen eine Chance und kommt von euren alten Denkweisen weg und bedenkt im Gegensatz zu einer Serie mit Schauspielern ist in einem Anime nichts unmöglich.

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Probleme mit der Figur und der eigenen Wahrnehmung

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Bin ich zu dick? Bin ich zu dünn? Ich sollte abnehmen…
Jeder von uns oder wohl meistens jede Frau hat wohl diese Gedanken. Meistens geht es eben darum zu dick zu sein. Aber ist ein 20jähriges Mädchen mit einer Größe von 165cm und einem Gewicht von 60kg wirklich zu dick? Oder ist das nur unsere verzerrte Wahrnehmung?
Ich persönlich habe selber große Probleme mit meiner Selbstwahrnehmung. Oft sehe ich in den Spiegel und finde mich bei meinen 160cm und durchschnittlich 52kg zu „dick“, zu „speckig“, nicht „schlank genug“. Dann gibt es aber auch wieder diese seltenen anderen Tage an denen ich mir denke: Mir doch egal. Ich esse was und so viel ich will und zähle nicht dauernd irgendwelche Kalorien. Dein Bauch ist eigentlich flach und das bisschen Speck an Hüfte und Beinen macht dich doch erst sympathisch. Genieße dein Leben und scheiß auf die ganzen Models, die man so in den Medien sieht!
Ich sehe es eigentlich gar nicht ein mich durch ein Fitnessprogramm zu quälen oder durch Diäten, nur damit andere mich schön finden. Nur damit ich in dieses Bild passe, das im Moment modern ist.
Natürlich ist eine sportliche, schlanke Figur schön und ich bestreite auch nicht, dass diese Mädchen durch ihre Figur sehr hübsch sind aber will ich mir das wirklich antun? Will ich nicht viel lieber essen worauf ich Lust habe und Sport machen, wenn ich dazu Lust habe? Ab und zu mal ein bisschen süßes essen oder etwas fettiges ohne es zu bereuen und am nächsten Tag panisch ins Fitnessstudio zu rennen?
Für mich persönlich eine viel gesündere Einstellung. Nicht, weil es ein gesünderer Lebensstil ist, sondern weil mir das eine gewissen Zufriedenheit mit mir und meinem Leben gibt. Ich möchte mich nicht zum Sport und 2 Stunden im Studio quälen. Zwei Stunden, in denen ich so viele schöne Dinge tun könnte an denen ich Spaß habe.
Eine Sache ist natürlich klar: wenn ich mein Leben genieße, dann in Maßen!
Wir wollen ja nun auch nicht, dass die kleinen Monster nachts meine Kleidung enger nähen. Ein gutes, aktuelles Beispiel für einen neuen Schlankheitstrend ist die sogenannte thigh gap. So nennt man wohl jetzt die Lücke zwischen den Oberschenkeln (wenn man denn eine hat). Mädchen hungern sich runter, um eben eine solche Lücke zu bekommen. Ist das denn dann noch weiblich? Natürlich werden in den Medien mal wieder nur die Extrema gezeigt und die Tatsache, dass Rebecca Mir bei Taff im Studio steht und über diesen „unmöglichen Trend“ berichtet finde ich auch etwas widersprüchlich.
Es gibt eben wie in allen Dingen im Leben die Extrema und die noch gesunde Einstellung. Ich persönlich habe keine thigh gap aber mit meinen Beinen war ich schon seitdem ich mir Gedanken über meine Figur mache unzufrieden und das werde ich wohl auch immer sein – was die bösen Gene nicht alles anstellen. Aber kommt es nicht darauf an, dass man mit seinem Gesamtpaket zufrieden ist? Dass man sich selber im Spiegel anschauen und sich denken kann: Heute siehst du aber gut aus? Dass man in seinen Speck kneifen und dann doch mit den Schultern zucken und mit einem Lächeln in den Tag starten kann? Dass man auch schon mal ein Eis im Sommer essen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Dass man sich eben nicht zu jeder Minute Gedanken über Kalorien, Fett, Zucker und die Figur machen muss? Dass man sich nicht zum Sport quält, nur um die perfekten Maße zu haben?
Genau das sollten wir uns alle wohl öfter vor Augen führen. Dann würde es wohl auch weniger Mädchen geben, die magersüchtig sind oder die Depressionen wegen ihres Aussehens bekommen.
Genau das sollten sich alle Designer, Fotografen und und und sich öfter vor Augen führen, denn sie sind es, die diese extremen Schönheitsideale in unsere Köpfe bringen.
Genau das sollten wir alle an unserer Gesellschaft ändern. Denn laut unserer Konsumgesellschaft ist es schön, wenn man schlank ist und man verzichten kann. (In armen Ländern ist es übrigens genau umgekehrt.)
Aber können wir wirklich was daran machen? Vermutlich nur, wenn jeder einzelne anfängt sich schön zu finden. Solange wir unserer Gesundheit nicht mit übermäßigem Konsum von Essen oder Sport schaden und es bei den fraulichen Kurven bleibt ist doch alles gut. Finden viele Männer nicht sowieso Frauen „an denen was zum anpacken ist“ schöner? Sieht das nicht sowieso viel weiblicher aus? Und ist es nicht genau das, was viele Mädchen sein wollen? Weiblich sein?