Das heilige Wort zum Sonntag

Da liegt man an einem gewöhnlichen Sonntag mit Sonntagsgammeloutfit und Dutt im Bett des eigenen Freundes und versucht sich „nur ganz kurz“ (ist doch klar) davon abzulenken, dass man eigentlich an der bald fälligen Hausarbeit arbeiten sollte. Nur mal schnell Instagram checken – mal sehen, was in den letzten Stunden neues interessantes hochgeladen wurde. Man herzt verschiedene Bilder und bleibt auf einmal bei einem Bild hängen. Es sind besonders in letzter Zeit viele dieser Bilder aufgetaucht. Bilder und darunter ein ganzer Blogpost über „Ghostfollower“. Ein seufzen rutscht mir über die Lippen und die Gedanken „Wie kann man sich nur so viele Gedanken darum machen? Wen interessiert das denn schon?“ machen sich in meinem Kopf breit, während die Kommentare fleißig gelesen werden.

Viele, ja wirklich sehr viele, dieser Bilder, Texte und Kommentare habe ich in letzter Zeit gesehen und jedes Mal frage ich mich, was man bei seinen Followern mit einem solchen Post erreichen will? Will man sie dazu überreden jedes Bild zu liken und zu kommentieren? „Wie unnötig“, denke ich mir und lege letztendlich das Handy wieder mit einem Kopfschütteln weg. Das Bild habe ich nicht geliked und kommentiert habe ich dazu auch nichts. Wieso? Weil ich mir von niemandem, dem ich folge vorschreiben lassen will, wie ich auf seine Posts reagieren soll.

Follower kommen und gehen. Die Interessen der Onlinegemeinschaft verändern sich in rasendem Tempo. An einem Tag sind Tiervideos noch total aktuell, am nächsten dann doch eher Fitnessposts. Nicht jeder kann immer Unmengen an Likes und Kommentaren bekommen, besonders nicht für jedes hochgeladene Bild. Bilder sind mal besser und mal schlechter, mal erwischt man zufällig die richtigen Ansprechpartner, mal eben nicht. Das Internet hilft uns dabei eine schier unbegreiflich riesige Masse an Menschen zu erreichen, sind wir also up-to-date, dann bekommt man viel Resonanz zurück, ist man es nicht… tja dann kriegt man sie nicht. Ist doch ganz klar. Aber nicht nur die gerade angesagten Trends machen einen Unterschied, auch der Zufall gerade die richtigen Follower zu finden.
Kann ich als Instagramler wirklich von meinen Millionen (ja schön wär’s) Followern erwarten jedes Bild zu liken, einen Kommentar abzugeben oder mich anders bemerkbar zu machen und dem Account bzw. seinem Ersteller genügend Aufmerksamkeit zu schenken? Kann ich nicht auch einfach Bilder liken, die ich gut finde und die, die mir nicht so gefallen nicht liken?

Follower kommen und gehen. Wenn mir ein Account nicht mehr gefällt, dann fliegt er raus. So ist das eben in der harten, gemeinen, rücksichtslosen Welt in der die Zahl an Likes und Followern den Marktwert bestimmt. Bringe ich es nicht, dann werde ich immer ein Niemand sein mit wenig Resonanz, bin ich entweder sehr gutaussehend oder poste die gerade aktuellen Sachen, dann bekomme ich viel Resonanz. Aufmerksamkeit und freundliche, zusprechende, geheuchelte Worte. Ich möchte allerdings nicht sagen, dass es auch Accounts gibt, die mit „wenigen“ Followern viel Rückmeldung bekommen. Freunde und Bekannte lassen schließlich immer wieder gerne mal einen Smiley oder ein, zwei nette Worte da. Aber müssen sie das immer tun? Müssen alle Follower bei jedem meiner Bilder Zuspruch oder Kritik ausdrücken? Manchmal ist mir dieses Gehabe wirklich unbegreiflich.

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Liebe Mit-Instagramler,
ein kurzes Wort, eure Arbeiten natürlich in Ehren gehalten! Entspannt euch doch mal ein bisschen. Likes, Follower, Resonanz von fremden Menschen ist schön und gut aber nur die halbe Miete. #like4like und #follow4follow hin oder her (verwende ich auch ganz gerne mal – Schande über mein Haupt) aber bitte lasst doch eure armen, treuen Begleiter reagieren, wie sie es wollen. Lasst sie liken, sich auskotzen und freuen und zwingt es ihnen nicht auf.
Kann man überhaupt kontrollieren, wer wie oft welche Art von Rückmeldung gegeben hat? Gebt ihr euch wirklich so viel Mühe? Verwendet ihr so viel Zeit eures Lebens damit zu versuchen das nachzuvollziehen? Muss ich wirklich gezwungen sein, immer meinen Senf abzugeben, jedes Bild zu liken und am besten noch zu kommentieren?

Puh. So jetzt habe ich hiermit für jeden dieser Posts, die ich in den letzten Wochen gesehen habe meine persönliche Rückmeldung gegeben. Wieder zurück zum Ernst des Lebens.

Peace ♡

 

 

 

 

Eine kurze Entschuldigung an dieser Stelle für dieses Bild mit unglaublich schlechter Qualität – auf die schnelle Auskotzerei habe ich kein besseres gefunden oder machen können. Nächstes Mal wird’s bestimmt wieder besser!

Wenn Träume Wirklichkeit werden

IMG_9539-2Erinnert ihr euch noch an eure Kindheitsträume? Wolltet ihr vielleicht Superstar, Sänger oder Astronaut werden? Habt ihr auch davon geträumt etwas zu erreichen, dass scheinbar unerreichbar ist?

IMG_9522-3Ich habe immer davon geträumt Model zu werden. Auf großen Laufstegen zu sein, tolle Fotoshootings zu haben und natürlich weltberühmt zu sein. Nun ja ein wahrhaftig sehr unwahrscheinlich zu erreichender Traum. Dieser Traum ist aber nicht nur so unerreichbar, weil die Wahrscheinlichkeit ihn zu erfüllen viel zu gering ist – Nein! Er scheitert schon an einem winzigen Detail: meiner Größe.
Mit gerade mal 1,60m sind die Laufstege dieser Welt nicht nur unerreichbar, sie sind sozusagen in meiner Welt nicht existent.
Trotz allem liebe ich es vor der Kamera zu stehen, damals wie heute auch. Ich dachte mir immer, dass ich diesen Kindheitstraum aufgegeben habe. Dass ich irgendwann anfing zu realisieren, wie unmöglich das Alles ist und trotzdem bemerke ich jetzt, dass ich es doch nie vollkommen tat.

So ein Fotoshooting kostet viel Geld, deswegen habe ich immer lange darauf gespart, es mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken lassen oder mich selbst damit beschenkt.

IMG_9574-2Doch irgendwann kam der Moment, als für ein TfP-Shooting angeschrieben wurde.
Der Kindheitstraum, den ich tief in meinem Inneren verborgen hatte, flammte plötzlich wieder auf und so wurde mein Traum Wirklichkeit. Nun ja… nicht ganz! Ich würde mich auch heute nicht als „Model“ bezeichnen aber in einer gewissen Art und Weise hat sich mein Traum erfüllt.
Es schneite schließlich einige weitere Anfragen in meinen Facebook-Postfach, die ich mit großer Freude und Dankbarkeit las und beantwortete.

Auf den Fotos in diesem Post seht ihr die Ergebnisse meines letzten Shootings in einem Lost Place in Spa mit KMK-Fotografie. Ich habe mich schon einige Zeit für Lost Places begeistert und ich liebe lange Abendkleider. Die Vorstellungen des Fotografen und meine Eigenen kamen also sehr schnell überein. Allerdings war ich zu Beginn etwas skeptisch – mit einem fremden Fotografen in einem verlassenen Hotel? Klingt ziemlich gruselig.

IMG_9581-2Diese Skepsis wurde mir aber bereits zu Beginn genommen! Es war ein tolles Shooting in dem ich meinem Kindheitstraum wieder ein kleines Stück näher gekommen bin.
Ist es naiv daran zu glauben, dass Träume Wirklichkeit werden können? Oh Nein, gewiss nicht! Wenn man nur hart genug an sich arbeitet, wenn man fest genug daran glaubt, dann kann man seine Träume Wirklichkeit werden lassen!
Ich muss allerdings gestehen, dass mein Traum sich durch die harte Erkenntnis der Realität, sprich meiner Größe und den Anforderungen generell, etwas abgewandelt hat
aber würdet ihr mir nicht zustimmen, wenn ich behaupte

Mein Traum ist Wirklichkeit geworden!

 

 

Das Ziel ist doch letztendlich nichts weiter, als ein Zwischenstopp auf dem langen Weg des Lernens und Lebens!

Wie ich bereits sagte tue ich mich mit dem Begriff „Model“ sehr schwer. Ich habe noch viel zu lernen und zu erreichen, bis ich diesen Begriff auf mich anwenden möchte. Aber wie heißt es doch so schön: Man lernt niemals aus!

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Das möchte ich aber eigentlich nicht direkt preisgeben…

Seit zwei Wochen bin ich nun schon Studentin, in diesen beiden Wochen habe ich so viele neue Leute kennengelernt, viele neue Gesichter und Namen erfahren bzw. gesehen und in jeder neuen Unterhaltung höre ich mindestens einmal den Satz

„Das möchte ich aber erst mal nicht/nicht direkt preisgeben“

In jedem Gespräch vermittelt einer der Beteiligten immer, dass es etwas in seinem Leben gibt, mit dem er nicht bei jedem hausiert. In jedem Gespräch wird aufgeklärt was genau es ist und danach dieser Satz eingeschoben. Aber wieso tun wir das? Wieso verheimlichen wir diese (meist) banalen Dinge, wie

„Ich schaue Anime/bin Cosplayer“

„Ich habe einen Blog“

„Ich mache…“

Das sind doch alles scheinbar unwichtige Dinge, die nun mal Teil unseres Alltags und sogar Teil unserer Persönlichkeit sind. Vielleicht sogar ein Teil, der nicht mehr wegzudenken ist und ohne den wir nicht mehr leben wollen. Trotzdem unterliegen wir tagtäglich diesem Phänomen, das sich „soziale Erwünschtheit“ nennt. Dinge von denen wir denken, dass sie in unserem Umfeld vielleicht auf verwirrte Blicke und Ablehnung stoßen verheimlichen wir bis zu einem bestimmten Grad des Vertrauens oder bis es letztendlich schon zu spät ist und der Gesprächspartner unser kleines Geheimnis entlarvt hat.
Jeder einzelne von uns umgibt sich am liebsten mit Menschen, durch die wir Bestätigung in unserer Person und unseren Interessen erhalten. Das bedeutet nicht, dass wir bewusst nach diesen Menschen suchen aber wenn wir uns vor Augen führen, was den eigenen Freundeskreis ausmacht, wird sehr stark deutlich, dass in irgendeiner Form Interessen und Charaktereigenschaften übereinstimmen.

A: „Ich habe heute doch nichts für die Uni gemacht, meine Serien haben mich mal wieder in ihren Bann gezogen.“

B: „Das kann ich gut verstehen… mich auch aber ich glaube meine Serien sind etwas anders als deine.“

A: „Achja? Was guckst du denn grade?“

B: „Anime…“

Ich weiß, dass ich grade dieses Thema Anime oft als Beispiel nutze, es ist auch eins der klassischen Beispiele meines eigenen Alltags, bei dem verwirrte Blicke oder Ablehnung am häufigsten entsteht. In diesem Beispiel war ich tatsächlich besagte Person A und ich wusste bereits bei B’s erster Antwort von welche Art Serie er spricht. Ich kenne diese Unterhaltungen nämlich nur zu gut, dieses langsame Herantasten an den Gegenüber, das Herausfinden der Interessen und den Mut, dieses gut gehütete Geheimnis direkt preiszugeben, aufzubringen. Oh ja wirklich nur zu gut.

Die „soziale Erwünschtheit“, also der Grad Bestätigung, den wir in unserem Freundeskreis bzw. vermeintlichem Freundeskreis suchen, steht dann aber auch noch neben dem „ersten Eindruck“, den wir vermitteln. Es gibt niemanden, der keinen ersten Eindruck vermittelt und es gibt ebenso niemanden, der keinen ersten Eindruck wahrnimmt. Jeder von uns empfindet aufgrund verschiedenster Faktoren den eigenen Gegenüber entweder als sympathisch oder nicht, als ungepflegt oder gepflegt, als attraktiv oder unattraktiv etc. Das liegt nicht nur an der Person, die einem gegenübersteht, sondern auch an dem eigenen momentanen Befinden, der Umgebung und der allgemeinen Stimmung. Dieser erste Eindruck ist einer der wichtigsten Momente für zwischenmenschliche Beziehungen, da er viel zu schwer zu revidieren ist.
Sieht mich also jemand mit meinem „Attack on Titan“-Rucksack durch die Stadt laufen oder hört eine Unterhaltung von mir über Animes und ist dem ganzen abgeneigt, wird er auch von mir einen schlechten Eindruck haben. Mich vielleicht als Freak oder Nerd bezeichnen und kaum Interesse daran haben unsere Beziehung zu vertiefen. Was passiert aber, wenn ich es nicht so offensichtlich preisgebe? Was passiert, wenn mein Gegenüber einen anderen ersten Eindruck von mir gewinnt und erst später herausfindet, dass ich dieses Genre mag? Vermutlich wird er das ganze als eine meiner Interessen abstempeln und sich entweder nicht weiter dafür Interessieren oder nachhaken. Natürlich kann es auch dazu kommen nach dem ersten Eindruck Ablehnung zu erfahren und genau das ist der Moment in dem der Satz fällt

„Das erzähle ich aber nicht direkt jedem“

Die Stimme wird leiser und der Körper signalisiert Unsicherheit. Selbst dieser Satz signalisiert das. Wir versuchen damit das Gesagte irgendwie wieder gutzumachen und hoffen (möglicherweise unbewusst), dass der Gesprächspartner es vielleicht ja auch gar nicht richtig wahrgenommen hat. Wir versuchen unseren Eindruck wieder zu retten und keine Ablehnung zu erfahren. Wir versuchen unser Möglichstes um nicht in die Außenseiterrolle zu geraten, abgestempelt und abgeschoben zu werden. Gerade in diesen ersten Wochen, in der die Findung neuer Freunde oder Bekannter stattfindet, spielt die soziale Erwünschtheit so eine große Rolle. Haben sich Beziehungen erst einmal gestärkt, werden wir kaum noch ein Problem damit haben es preiszugeben, doch zu Beginn hüten wir es, wie einen Schatz.

Mittlerweile gehe ich offener mit meinen Interessen und den Dingen, die mir Spaß machen um – ich versuche es zumindest. Früher durfte niemand wissen, dass ich Animes geguckt habe. Selbst vor meinen Eltern habe ich das verheimlicht. Sobald jemand in mein Zimmer kam habe ich den Sender gewechselt oder den Internetbrowser geschlossen. Seht euch mal an wo ich jetzt bin – mein „Attack on Titan“-Rucksack ist eins meiner liebsten Stücke und eine Wand meines WG-Zimmers ziert eine Mangafigur, die ich mir habe malen lassen. Trotz allem möchte ich das nicht direkt preisgeben, aus Angst auf Ablehnung zu stoßen, das ist mir besonders in den letzten Wochen nochmal bewusst geworden. Ob das nun gut ist oder nicht liegt vermutlich an der eigenen Persönlichkeit und wie sehr man es aushält auf Ablehnung zu stoßen. Ist es einem wichtig, von vielen Leuten gemocht zu werden oder ist man stark genug nur mit wenigen auszukommen, muss letztendlich jeder für sich entscheiden und ausleben.

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im Modelhimmel

Wer hätte gedacht, dass die kleine (1,60m) Lena einmal ein Shootingangebot bekommt. Ein Angebot das Model des Shootings zu sein. Ein Angebot mit kostenlosen Bildern und jeder Menge Spaß. Ja ich nicht aber so kam es nun doch vor einigen Wochen. Eine Visagistin postete in einer Gruppe bei Facebook, dass sie noch weibliche Modelle für ein Shooting sucht. Ich machte mir natürlich keinerlei Hoffnung und klickte nur auf Gefällt mir geklickt. Kurz darauf erhielt ich bei Facebook eine Nachricht:

Hallo. Du hattest mein Shooting-Gesuch in der Fotogruppe mit“Gefällt mir“ markiert, daher bin ich auf deine Seite gestoßen und habe mich ein bisschen umgesehen.
Ich finde dich als Model sehr ansprechend und könnte mir gut eine Zusammenarbeit mit dir vorstellen. Deswegen wollte ich fragen, ob du eventuell an dem in der Gruppe ausgeschriebenen Angebot interessiert wärst?
Ich suche für ein TfP-Shooting am Sonntag mit dem Fotografen www.kuchtsbelichtung.de noch ein Model. Geplant sind je nach Wetter entweder Outdoor-Aufnahmen im romantischen Stil (Makeup in zarten Farben, Flechtfrisur, Outfit in Pastellfarben, Rüschen, usw) oder Studio-Aufnahmen in einem ähnlichen Stil. Das Shooting würde entweder Outdoor in Düsseldorf oder im Studio in Mönchengladbach stattfinden.
Hättest du Interesse? Würde mich über eine Antwort freuen.

Ich war natürlich total begeistert. Wie oft wird einem schon so ein Angebot unterbreitet? Wohlwollend stimmte ich dem ganzen zu und nach einigen weiteren Absprachen machte ich mich also letzten Sonntag auf zum vereinbarten Treffpunkt.

Terminvereinbarung
Einen Termin mussten wir wie gesagt nicht mehr vereinbaren. Durch die bereits vorhergegangene Planung hielt sich die Vereinbarung sehr einfach und reibungslos. Ich musste lediglich das Angebot von Lisa annehmen und alles war erledigt. Das Shooting lief auf TfP Basis ab, d.h., dass jede der beteiligten Parteien (in diesem Fall Visa, Fotograf und Model) die Zeit gegen Fotos aufwiegen und nicht in Geld. Jeder bekommt also die Fotos umsonst und kann diese für seine Eigenwerbung nutzen. Ich durfte mir 8 Bilder aussuchen und erhielt die ganzen Originale auf meinem USB-Stick. Das ist das beste Angebot, das ich bisher bei einem Fotografen hatte.

Anfahrt
Durch meine letzten Erfahrungen bezüglich Fahrten zu Shootings, habe ich dieses mal möglichst viel Zeit für meine Anfahrt eingeplant – okay ich muss gestehen ich war wirklich großzügig. Ganze zwei Stunden rechnete ich für eine Fahrt, die laut Navi 36 Minuten dauern sollte. Naja mit einem während der Fahrt ausgehenden Auto, Baustellen, Stau, Suchen und Fahrten irgendwo im Nirgendwo wie bisher wäre ich so auf jeden Fall pünktlich gewesen. Ich fuhr also wie geplant um 10 Uhr los und war wie beschrieben um halb elf am Treffpunkt. Ja Mist. Was macht man denn in einer Stadt wie Mönchengladbach mitten in einem Wohngebiet? Nach langem hin und her entschied ich mich nach einem Bäcker zu suchen und mir einen Kaffee gegen meine Müdigkeit zu kaufen. Bestimmt könnte man sich auch dort gemütlich hinsetzen und die Zeit vertrödeln – ja weit gefehlt. Ich bin tatsächlich eine dreiviertel Stunde rumgelaufen und habe nach einer Bäckerei gesucht. Laut Google Maps waren auch viele in meiner Nähe aber jedes mal wenn ich intuitiv in eine Straße abgebogen bin, habe ich diese verfehlt. Leider konnte ich Maps nicht die ganze Zeit benutzen, weil ich meinen Akku sparen wollte. Naja dafür habe ich mir mal ein bisschen die Stadt angesehen.
Die restliche Zeit habe ich übrigens in meinem Auto mit rumliegen und versuchen ein Nickerchen zu halten, meinem Handy und in die Luft starren verbracht.
Die Location war wie gesagt sehr schnell und leicht gefunden und auch die Parkmöglichkeiten in der Umgebung waren nicht schlecht. In der Straße selber ist das Parken umsonst und es waren sogar noch ziemlich viele Parkplätze frei, sodass ich quasi vor der Tür halten konnte.

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Zuverlässigkeit
Auch in dieser Kategorie habe ich nichts auszusetzen. Alle erschienen wie vereinbart und auch die versprochenen Fotos erreichen mich in Lichtgeschwindigkeit.

Freundlichkeit
Eine lustige und verrückte Truppe war an diesem Tag dabei. Von Beginn des Shootings an wurde ich liebevoll umsorgt, mir wurde jeder einzelne Schritt erklärt, viele Beispielbilder und Arbeiten des Fotografen gezeigt (dadurch auch die Arbeit der Visa), es gab Snacks und Getränke und jede Menge Späßchen und Scherze. Es war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Auch während dem Shooting selber wurde ich nicht einfach in der Luft hängen gelassen, gewollte Posen wurden genau erklärt und gezeigt und auch hier löste sich der ein oder andere Spruch von den Lippen. Auch wie bei meinen bisherigen Shootings mit Martha konnte ich mich in dieser Umgebung und mit diesen Leuten sehr wohlfühlen und während dem Shot.

Equipment
Von beiden Parteien, sowohl Lisa als auch den Fotografen war wirklich mehr als genug Equipment vorhanden. Ich hatte den Eindruck, dass es Lisa niemals an Pinseln und Make-Up fehlen kann, weil sie scheinbar für jeden Hauttyp die richtigen Sachen dabei hat und für jedes Thema passenden Lidschatten und Lippenstift. Bei den beiden Fotografen war es ähnlich von allen möglichen Objektiven über Accessoires und Deko bis hin zu Lampen war alles vorhanden. Zwischendurch konnten Objektive je nach gewünschter Einstellung gewechselt werden, ich erhielt eine Sonnenbrille und wurde sogar mit einer Nebel- und Windmaschine angepustet.

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Ergebnis
Wie bereits oben beschrieben waren sehr romantische und mädchenhafte Fotos gewünscht. Ähnlich wie bei meinem letzten Shooting mit Martha packte ich viele verschiedene Kleidchen und Jumpsuits ein – alles was ich in meinem Kleiderschrank zum Thema romantisch, Blümchen und Spitze finden konnte. Die Bilder sind echt toll geworden irgendwie anders als die bisherigen Fotos, die ich von mir habe.
Als ich meine beste Freundin um Rat gefragt habe, als ich mir Bilder aussuchen durfte sagte sie

Das sieht aus wie aus einem Modejournal

Na, wenn das mal kein Kompliment war.
Die Bearbeitung der Fotos verlief wie gesagt rasend schnell. Nur einige wenige Tage nach dem Shooting erreichte mich schon die erste Mail mit den ersten Fotos und Tag für Tag gibt es 1-2 neue Fotos in mehreren bearbeiteten Ausführungen. Aber nicht nur die Arbeit der Fotografen sollte man an dieser Stelle loben, sondern auch die Arbeit der Visa. Obwohl sie sich das Schminken selber beigebracht hat, beherrscht sie ihr Handwerk wirklich gut. Wie gesagt hatte sie genug Auswahl an verschiedensten Utensilien und auch ihre Pinselstriche saßen. Durch ihre Ausbildung zur Friseurin konnte sie auch meine Haare wundervoll herrichten und ich dachte mir

Wenn du jemals so nach einem Firseurtermin ausgesehen hättest, dann würdest du diese Termine wesentlich mehr genießen

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Fazit
Es war wirklich ein gelungenes Shooting und auch hier kann ich sowohl Fotograf, als auch Visa nur weiterempfehlen. Klickt euch mal durch ihre Seiten durch und taucht in wundervolle Fotos, verrückte Ideen und kreative Umsetzungen ein. Wenn ihr also auf nette Leute und unterhaltsame, entspannte und gut durchgeführte Shootings legt, seid ihr dort auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Alle strahlen nur so vor Kreativität und Einfallsreichtum aber auch die Umsetzung dieser Ideen wird gut gemacht.
Schaut euch die Fotos an und entscheidet selbst.

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Hair & Make-Up: Lisa Knape Makeup Artist
Photo & Retouch: Kuchtsbelichtung

 

 

 

 

Meine bisherigen Reviews findet ihr über Marei Photography/Make-Up Artist Mareike Thelen hier und über Victoria Lindt hier

60 Tage sind um und was nun?

Passend zum ersten Geburtstag von outlawedvogelfrei gibt es heute endlich nochmal einen Post. Viel zu lange habe ich das vor mir hergeschoben und viel zu oft kamen mir Prüfungen, Meisterschaft und andere Dinge dazwischen aber nun ist alles vorbei. Meine Prüfung habe ich bestanden – ich bin nun also eine fertig ausgebildete medizinische Fachangestellte und wurde mit Freude auf die Menschheit losgelassen. Seit Ende Mai ist außerdem meine 60-Tage-Diät durchgestanden und das Fazit dazu mit einem weiteren tollen Rezept gibt es heute!

60 Tage glutenfrei Leben

Zu Beginn viel es mir wirklich sehr schwer auf all die bekannten Produkte zu verzichten, doch nach und nach entdeckte ich gute Alternativen. Natürlich sind diese wesentlich teurer aber dafür kann ich nun auch wieder Nudeln essen. Ich habe also mit und mit meine Ernährung umgestellt und immer mehr Produkte gefunden, die glutenfrei sind. Mittlerweile habe ich mich voll und ganz daran gewöhnt und bin stolz auf mich, dass ich diese 60 Tage mehr oder weniger konsequent durchgezogen habe. Den ein oder anderen Aussetzer und Rückfall gab es natürlich in dieser Zeit und der kommende Tag war mir mal wieder eine Lektion.
In dieser Zeit habe ich aber nicht nur festgestellt, dass ich keine ganze Pizza essen sollte, sondern auch, dass ein Brötchen bei einem Frühstück asymptomatisch bleibt, d.h. ich dadurch keine Probleme bekomme. Jeder Ernährungsberater wird nun wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und einen Vortrag über Resorption und die Rückbildung meiner Darmzotten halten.

Was passiert denn eigentlich im Körper, sollte man seine Ernährung nicht umstellen?
Ein kleiner Ausflug in das Innenleben eines jeden. Wie ihr bestimmt wisst wird die Nahrung, die wir mit unserem Mund zerkleinern und durch die Speiseröhre in den Magen schicken irgendwann den Dünndarm erreichen. Der Dünndarm ist bei einem Erwachsenen in etwa 5-6m lang, er liegt in Schlingen in unserem Bauchraum. Auf der in Falten gelegten Schleimhaut des Dünndarms sitzen die sogenannten Dünndarmzotten. Diese Zotten und genauso die ganze Schleimhaut weisen eine haarähnliche Struktur auf, die Mikrovilli (Saumzellen). Es wird also sowohl durch die Länge des Dünndarms, die Falten, die Zotten und die Mikrovilli eine ernorme Oberflächenvergrößerung des 2,5cm breiten Darms erzielt.
Und warum das ganze? Im Dünndarm werden lebenswichtige Nährstoffe aus der Nahrung resorbiert. Sollte ein Zöliakie-Patient seine Ernährung nicht umstellen führt dies zu massiven Schädigen der Schleimhaut. Der Darm kann die wichtigen Nährstoffe nicht mehr aufnehmen. Die Darmzotten bilden sich zurück und können bei einer erfolgreichen Umstellung nur noch durch Narbengewebe ersetzt werden. Das bedeutet, dass der Körper die zurückgebildeten Zotten nicht mehr funktionsfähig ausbilden kann und sie nur noch mit „billigem“, schlechtem Gewebe – dem Narbengewebe – ersetzen kann. Die Rückbildung der Zotten und die daraus resultierende mangelnde Aufnahme an Nährstoffen kann unter anderem zu schweren Folgeerkrankungen, wie z.B. Anämien (Blutarmut), Wachstumsstörungen, Nyktalopie (Nachtblindheit), Diabetes mellitus, Dermatitis (Entzündungen der Haut), Hepatitis C (chronische Leberentzündung) und noch vielem mehr führen. Das bedeutet nicht, dass jeder der eine Zöliakie hat auch eine oder mehrere dieser Folgeerkrankungen hat und es bedeutet ebenso wenig, dass jeder der eine dieser Erkrankungen hat gleichzeitig eine Zöliakie hat!

Nachdem meine 60-Tage-Diät vorbei war, habe ich nochmal Rücksprache mit meinem Hausarzt gehalten und nun ja es kam so, wie ich bereits vermutet hatte. Keine Zöliakie, sondern eine leichte Unverträglichkeit lautete die Diagnose.

Es ist natürlich doof, wenn Sie bei Freunden eingeladen sind. Dann kann man ja nicht einfach sagen „das esse ich nicht und das nicht und das auch nicht“, dann ist man das halt einfach mal.

Und genau diesem Rat werde ich wohl auch folgen. Ich weiß worauf ich achten muss und ich werde mich hüten mir ein Paket glutenbeladener Nudeln oder ähnliches reinzuschaufeln. Stattdessen lieber etwas mehr Geld ausgeben und glutenfreie Produkte wie Nudeln, Brot und Mehl kaufen aber wenn Freunde einladen und es nun mal etwas mit Gluten gibt, dann wird gegessen was auf den Tisch kommt.
Ich für meinen Teil habe außerdem beschlossen, dass es bestimmte Produkte gibt, auf die ich nicht verzichten will.

Es hat sich alles wunderbar eingespielt, ich weiß, wo ich gute glutenfreie Produkte erhalten kann (eine gute Anlaufstelle ist zum Beispiel dm und die Marke Schär), ich weiß worauf ich verzichten muss und was ich essen kann und das wichtigste von allem mir geht es viel besser. Meine Ernährung ist seitdem um einiges gesünder – mehr Obst und Gemüse, weniger Kohlenhydrate (sind ja schließlich ziemlich teuer jetzt), meine Müdigkeit ist nicht mehr so ausgeprägt wie zuvor, meine Stimmung hat sich gebessert und ein positiver Effekt an all unsere Fitnessjunkies – mein Bauch ist flacher, weil nicht mehr so aufgebläht! Daumen hoch für die (meistens) glutenfreie Ernährung und diesen Selbsttest!

Für glutenfreie Pfannkuchen braucht ihr:

  • 125g glutenfreies Mehl (ich kann wirklich nur die Mischung von Schär empfehlen!)
  • 250ml Milch
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • eine Prise Zucker

Einfach alle Zutaten zu einem Pfannkuchenteig verquirrlen und in einer Pfanne mit etwas Öl braten. Als Topping habe ich mich einmal für die Variante Speck und Zwiebeln und einmal für die vegetarische Variante Champignons und Schnittlauch entschieden. Nach Belieben auf der noch flüssigen Seite des Pfannkuchens verteilen, wenden und kurz auf der belegten Seite backen. Et violà!
Ihr könnt mit dem Grundrezept natürlich alles auf den Pfannkuchen verteilen, wonach euch grade ist. Ein super einfacher und wirklich leckerer Pfannkuchen (schmeckt übrigens auch noch am nächsten Tag).
Viel Spaß beim ausprobieren! Wie würdet ihr euren Pfannkuchen belegen?

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Wie alles begann und noch weitere tolle Rezepte findet ihr hier, hier und hier

Ein Geburtstagsgeschenk an mich selbst.

Ein Wochenende bei meinen Eltern und ich kann endlich wieder arbeiten. Der Umzug in meine neue Wohnung ist quasi abgeschlossen allerdings fehlt uns noch Kabelfernseh, Telefon und Internet, deswegen ist es auch hier in letzter Zeit ziemlich ruhig. Nun aber zu meinem eigentlichen, bereits angekündigtem Anliegen: mein Fotoshooting mit der lieben Martha von Marei Photography.
Das ganze war nun schon wirklich viel zu lange in Planung und scheiterte meistens an meinen finanziellen Mitteln. Doch Ende April entschloss ich mich endlich dazu und dachte mir

Das wird dein Geburtstagsgeschenk an dich selbst

Geburtstag habe ich zwar erst Ende diesen Monats, aber was soll’s. Ich werde auch diesen Post wieder in verschiedene Kategorien gliedern. Einen Vergleich zu einer anderen Fotografin könnt ihr hier ziehen.

Terminvereinbarung
Einen Termin hatten wir überraschenderweise schnell gefunden. Sogar ein Termin am Wochenende war ohne Probleme möglich – shooten wollten wir draußen. Nach einigen Tagen überbrachte Martha mir dann allerdings die „Schreckensnachricht“

Am Sonntag soll schlechtes Wetter werden

Nun musste ganz kurzfristig ein neuer Termin gefunden werden an dem sowohl ich, Martha und meine Stylistin Mareike Zeit hatten.
Dementsprechend war ein Wochenendtermin leider nicht mehr möglich. Nun kam es dazu, dass ich an einem Donnerstagabend nach der Arbeit direkt in die Eifel losgefahren bin. Wie der Zufall es so wollte kamen aber natürlich viel zu viele Dinge dazwischen – mein Auto wollte nicht anspringen, mein Bus hatte Verspätung etc.
Allgemein war es für mich dieses mal sehr einfach mit dieser Fotografin in Kontakt zu treten, da ich sie privat kenne und ihr deswegen einfach per Whatsapp schreiben konnte aber auch die Male zuvor war es immer unproblematisch – einfach per Facebook über ihre Seite schreiben und es klappt.
Besonders hervorheben möchte ich in dieser Kategorie ihre Initiative bezüglich des Wetterberichts und der schnellen Suche nach einem neuen Termin.

Anfahrt
Ich machte mich also am Donnerstagabend nach der Arbeit auf den Weg in die Heimat. Wie bereits erwähnt hatte ich einige Probleme dabei. Zunächst kam mein Bus zu spät, dann wollte mein Auto nicht anspringen und natürlich hatte ich Trecker und langsam fahrende Fahrer vor mir. Es lag also nicht an ihr, sondern einfach an meinem eigenen, persönlichem Unglück.
Ansonsten war die Anfahrt sehr einfach. Wir haben uns bei Mareike in Monschau getroffen und selbst, wenn ich den Weg nicht gekannt hätte, wäre es mit einem Navi ganz einfach zu finden gewesen.
Nachdem ich fertig geschminkt war, sind wir drei zusammen zu einer kleinen Kapelle gefahren. Es war wirklich eine traumhaft schöne Kulisse mit Blick über die ganze Stadt und wundervollem Sonnenuntergang-Zauberlicht.

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Zuverlässigkeit
Ich würde ihre und die von Mareike durchaus als sehr hoch bezeichnen. Sie sind beide sehr gut erreichbar und auch die Bearbeitung der Fotos erfolgte wie gewohnt schnell.

_N4A2458Freundlichkeit
Martha ist mir in der Zwischenzeit sehr ans Herz gewachsen. Man merkt ihr an, dass ihre Arbeit nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihre Leidenschaft ist und sie bei jedem Shooting mit eben dieser am Werk ist. Das war nun mein dritter Shootingtermin und ich habe den Eindruck, dass sie je mehr sie in ihrem Beruf gewachsen und professioneller geworden ist auch, umso mehr Freude daran entwickelt.
Bei Shootings mit ihr wird nicht nur fotografiert, sondern auch gescherzt und gelacht. Das Model wird umsorgt und sogar die vom Licht hervorgerufenen Tränchen werden mit einem Taschentuch aus den Augen gewischt. Ich kam mir in den paar Stunden tatsächlich vor wie ein richtiges Model, mit einer Fotografin, die mir Anweisungen gibt und einer Stylistin, die zu jeder Zeit angelaufen kommt um Haare und Kleidung zu richten. Alles in allem herrschte am ganzen Set eine tolle Atmosphäre in der ich mich wohlfühlen und so ohne Bedenken shooten konnte.

Equipment
Gut ausgerüstet zogen wir mit Kamera, Objektiven, Lichtformern und Wechselkleidung zu unserer Wahllocation los. Alles funktionierte einwandfrei. Mareike wurde kurzerhand für das Halten der Lichformer entfremdet, um so für das perfekte Licht auf den Fotos zu sorgen. Ich habe oben schon erwähnt, dass wir von Sonnenuntergang-Zauberlicht gesegnet waren.

Ergebnis
Wie bereits gesagt war es wirklich ein traumhaftes Shooting, indem ich umsorgt, modelliert und unterhalten wurde. Im Shooting enthalten waren 4 bearbeitete Fotos in schwarz-weiß und in Farbe, drei Outfits zum Wechseln und zusätzlich eine kostenlose Stylingberatung. Die Visagistin habe ich zusätzlich dazu gebucht und kann es jedem nur weiterempfehlen.

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vor der Bearbeitung
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nach der Bearbeitung

 

Fazit
Ihr vermutet wahrscheinlich schon wie mein Fazit ausfällt. Eine Fotografin und eine Visagistin, die ich in allem Maße weiterempfehlen kann. Mareike kannte ich nicht nur durch das Shooting, sondern auch schon von einem Auftrag für meine Formation bei der deutschen Meisterschaft im Videoclipdancing und auch damals waren wir alle schon sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Als kleines Extra durfte ich mir sogar ein Foto mehr aussuchen und glaubt mir das war mir wirklich eine große Hilfe, denn bei den ganzen tollen Fotos viel mir die Wahl mehr als schwer. Was haltet ihr so von dem Ergebnis? Vor allem im Vergleich zum letzten Shooting über das ich euch berichtet habe?
Schaut euch doch mal auf den Seiten der beiden um und lasst euch überraschen und verzaubern. Einige von Marthas Fotos könnt ihr auch in meinen Posts wiederfinden. Ich bin gespannt, ob ihr das ein oder andere entdeckt.

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Wir sind nur so unzufrieden, wie wir uns selber machen.

Durchaus keine „Weisheit“, die auf alle Lebenslagen aber definitiv eine, die auf meine gestörte weibliche Wahrnehmung im Hinblick auf meine Figur zutrifft. Seit einigen Wochen gehe ich neben meinem normalen Training in der Tanzschule wieder regelmäßig mit einer Freundin ins Fitnessstudio. Eigentlich wollte ich meinen Vertrag kündigen, weil ich rundum sehr zufrieden mit meiner Figur und der zusammenhängenden Lebensweise war. Nun kam es aber so, dass wir bereits im Oktober 2013 uns zusammen angemeldet hatten aber nie wirklich zusammen trainieren waren. Damals war ich ein regelrechter Fitnessfanatiker. Ich trainierte jeden Tag, entweder im Fitnessstudio oder zu Hause. Das Minimum war damals zwei Stunden schwitzen am Stück. Natürlich sah man Erfolge aber glücklich war ich irgendwie trotzdem nicht. Ich hatte immer mehr an meiner Figur auszusetzen.
Der Po war nicht rund genug. Die Beine zu dick. Der Bauch und Rücken zu speckig. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, erscheint mir das ganze mehr als verrückt. Ich trage in Oberteilen Kleidergröße 34 und in Hosen 36. Von Natur aus habe ich sehr kräftige und muskulöse Beine, was durch das regelmäßige Tanztraining auch noch verstärkt wird. Meine Schwachstellen sind definitiv meine Arme. Die typischen Schwabbelarme der Frauen. Am Bauch zeichnete sich schon lange der Ansatz meiner Bauchmuskeln ab, naja man sieht, dass unter dem Speck welche sind.
Während dieser Phase habe ich so viele Dinge meines Lebens aufgegeben, die mir Freude bereiten und das nur, um in dieses perfekte Bild unserer doch ziemlich kranken Gesellschaft zu passen. Fit sein – Nein, wohl eher 0% Körperfett haben. Schon lange sage ich zu meinem Freund:

Ich habe lieber ein bisschen Speck auf den Hüften aber dafür eine weibliche Figur!

Es klang für mich selber oft nach einer Ausrede aber seitdem ich selber wieder ins Fitnessstudio gehe ist mir erst bewusst geworden wie viel Wahrheit dahinter steckte. Ich war in der Zeit, in der ich einfach aß, was ich wollte und Sport machte, wann ich es wollte so zufrieden mit meiner Figur, wie schon lange nicht mehr. Ich verbannte die schreckliche Waage vollkommen aus meinem Leben. Von ein-zweimal pro Tag wiegen wurde keinmal. Ganz ehrlich? Ich weiß nicht wie viel ich wiege und es interessiert mich auch nicht. Da stelle ich mich lieber vor den Spiegel und entscheide nach dem Anblick darin, ob ich mir gefalle oder nicht und nicht nach irgendwelchen Zahlen einer Waage. Wer regelmäßig Sport betreibt, versteht, dass diese Zahlen sowieso kaum eine Aussagekraft haben, denn

Muskeln wiegen mehr als Fett.

Man quält sich jeden Tag ins Fitnessstudio und wird einfach nicht leichter. Man ärgert sich und gibt letztendlich auf.
Seit einigen Wochen gehe ich wie gesagt wieder regelmäßig um besagte Freundin zu unterstützen. Vorhin stand ich vorm Spiegel und bemerkte erst gar nicht, wie ich direkt wieder anfing unzufrieden mit mir zu sein. Ich ärgerte mich darüber, dass meine Beine einfach nicht dünner werden, dass meine Waden und mein Bauch zu dick sind und die Knochen an den Schlüsselbeinen hat man auch schon mal besser gesehen. In dem Moment als mir klar wurde, was ich da eigentlich dachte, ärgerte ich mich nur noch über mich selbst. Ich ärgerte mich darüber, dass ich meinen Körper nicht mehr mochte. Ich ärgerte mich darüber, dass ich innerhalb dieser paar Wochen wieder unzufrieden war. Ich ärgerte mich darüber, dass ich wieder anfing zu überlegen was ich wann esse. Aber am meisten ärgerte ich mich darüber, dass ich mich so schnell von dieser fitnessbesessenen Gesellschaft beeinflussen lasse!

Zum Abschluss noch ein Foto, das dem Trend entspricht. Ein after-workout-selfie #nothighgapneeded

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Sorry for bad quality

P.S. Leben und leben lassen lautet die Devise. Mein Gott nichts gegen Fitnessfreaks. Es geht lediglich darum, dass eben nicht nur die Menschen akzeptiert werden, die in dieses Bild passen – Nein eben auch die, die keine Lust haben sich jeden Tag ins Fitnessstudio zu quälen und Sport zu machen, der ihnen eigentlich gar keinen Spaß macht. Es geht doch darum, jeden seine persönlich optimale Lebensweise zu finden und mit sich selbst im Einklang zu sein, ganz gleich ob mit abs oder ohne. Ein glückliches, gesundes Leben führen, ganz ohne diesen Fitnesszwang, das wäre doch schön.

Tag 3: Was darf ich eigentlich überhaupt essen?

Seitdem ich mit meiner 60Tage Challenge begonnen habe, habe ich schon deutliche Veränderungen gemerkt. Nicht nur, dass ich mich gesünder ernähre, sondern auch, dass ich mich besser fühle, nicht mehr so schlapp und krank. Trotzdem ist es unglaublich schwierig Lebensmittel zu finden, in denen kein Gluten enthalten ist – ich bin gestern schon in die Walnussfalle getappt. Ja in Walnüssen können Spuren von Gluten vorhanden sein. Manch einer wird jetzt vermutlich sagen

Das sind doch nur Spuren

Das mag schon sein aber ich möchte ja komplett darauf verzichten.

Nach meinem letzten Post habe ich einige Kritik bekommen und möchte nun erläutern, wieso ich mich für diese 60Tage Diät und gegen eine klinische Untersuchung entschieden habe. Zunächst mal vorweg, durch meinen Beruf bin ich kein absoluter Laie was dieses Thema angeht. Wenn mein Arzt mir ein diagnostisches Verfahren vorstellt, dann durchleuchte ich das vermutlich auf einer ganz anderen Ebene, als ein gewöhnlicher Patient. Hoch angepriesene Verfahren werden immer mit einem kritischen Auge betrachtet und wenn er mir etwas andrehen will, lasse ich mich davon nicht bequatschen. Mein Hausarzt weiß das aber auch.

Wieso habe ich mich also für die Diät entschieden?
Ich habe mir sehr viele verschiedene Meinungen eingeholt und nachgelesen und das Problem bei der Blutuntersuchung ist, dass dort nur nach speziellen Antikörpern gesucht wird und die Untersuchung deswegen sehr ungenau ist. Bei geringer Ausprägung, sprich geringer Antikörperbildung, wird der Test meist als negativ gewertet. So können ziemlich schnell Fehldiagnosen gestellt werden – häufig ist es Morbus Crohn (das Reizdarmsyndrom). Ich bin sowieso ein Fan von alternativen, nicht operativen/klinischen Methoden und kann deswegen sehr gut auf eine Dünndarmbiopsie verzichten, wenn sie nicht unbedingt sein muss. Eine Gastroduodenoskopie (auch Gastroskopie, Magenspiegelung) hatte ich vor Jahren auch schon. Deswegen habe ich mich lange mit meinem Hausarzt beraten und letztendlich entschieden zunächst diese Diät zu probieren. Sollte sich der Verdacht erhärten spricht natürlich nichts gegen diese diagnostischen Verfahren.
Vielleicht liegt meine Einstellung auch an meiner Erziehung. Meine Mama ist eine eingefleischte Homöopathin und dementsprechend war ich schon als Kind nur sehr selten beim Arzt. Medikamente gab es nur, wenn es wirklich zwingend notwendig war.

Was ist eine Biopsie?
Bei einer Biopsie werden Gewebeproben aus dem zu untersuchenden Organ entnommen. Am bekanntesten ist wohl die Koloskopie (Darmspiegelung). Es erfolgt aber nicht nur die Entnahme, sondern auch die Untersuchung auf mögliche pathologische (krankhaft veränderte) Befunde bzw. diese auszuschließen.

Was ist, wenn die Symptome nach der Diät wieder auftreten oder sogar schlimmer werden?
Ich bin nun fast 21 Jahre meines Lebens mit dieser möglichen Glutensensitivität klar gekommen und werde das auch noch den Rest meines Lebens, zumal ich dann weiß, wie ich darauf achten kann. Bei einer Diagnose gibt es keine Heilungschancen, man kann lediglich die Symptome lindern durch die Vermeidung von Gluten – erfolgreiche Medikamente sind zur Zeit noch nicht auf dem Markt. So oder so müsste ich meine Ernährung umstellen und wenn der Verdacht sich bewahrheiten sollte, dann werde ich den Teufel tun und wieder Gluten schlemmen wie zuvor. Ich möchte nicht komplett darauf verzichten, sondern es eher in Maßen zu mir nehmen. Nicht weil ich denke, dass es sowieso keinen Sinn hat, sondern eher weil es so unglaublich schwierig und vor allem teuer ist glutenhaltige Produkte zu ersetzen.

Nun zu meinem zweiten Rezept:
Ich habe lange überlegt, was ich mir als Frühstück zubereiten kann, denn Brötchen, Toast, Müsli und Cornflakes sind raus. Also entschied ich mich für Joghurt mit Obst. Als ich nun im Supermarkt meine Zutaten besorgen wollte, dachte ich lange darüber nach, was ich als Ersatz reinpacken kann und entschied mich spontan für Walnüsse. Joghurt mit Mango und Walnuss, das klang doch ganz gut. Zu Hause bemerkte ich erst, dass ich, wie bereits oben erwähnt, in die Glutenfalle getappt war. Ja schade, damit war meine Idee gestorben. Nun hatte ich aber noch Reis von meinem Hähnchencurry übrig, das ist daraus geworden.

Ihr braucht:
etwas Mango/Melone
Joghurt
Reis

Vorbereitung:
Die Mango klein schneiden und den Reis (es muss nicht zwingend Milchreis sein, ich habe Langkornreis genommen) nach Packungsaufschrift in leicht gesalzenem Wasser kochen.

Zubereitung:
Sehr simpel: alles zusammen in eine Schüssel geben und fertig. Ich hätte liebend gerne noch etwas Honig oder ähnliches zum süßen hinzugefügt, leider hatte mein Freund nichts dergleichen in seiner Wohnung zur Verfügung. Trotzdem war es sehr lecker und vor allem sättigend. Ich hätte nie gedacht, dass gesalzener Reis in dieser Kombi schmeckt. Klar war es gewöhnungsbedürftig, ich habe so etwas noch nie vorher gegessen aber alles in allem sehr schmackhaft. Ihr könnt natürlich jedes beliebige Obst nehmen und es in den Joghurt schnippeln.

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Liebster Award.

LiebsterAward_3lilapplesWow, ich wurde von der Lieben natashaneverland für den Liebster Award nominiert. Folgt an dieser Stelle nicht eine Rede? Keine Sorge darauf bin ich nicht vorbereitet aber danke dafür. Ich hätte niemals damit gerechnet.

Der Liebster Award

Im Prinzip sind die Regeln zum Liebster Award ziemlich einfach:

  1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat
  2. Beantworte alle 11 Fragen, die dir gestellt wurden
  3. Nominiere 11 weitere Blogs, die weniger als 200 Follower haben
  4. Denke dir selber 11 Fragen aus, die deine Nominierten beantworten müssen

Hier also meine Antworten auf die Fragen, die natashaneverland mir gestellt hat:

1. Wenn du für einen Tag in die Haut einer berühmten Person schlüpfen könntest, welche wäre es?
– Ich würde gerne nur ein einziges Mal in meinem Leben ein Model sein. Nennen wir sie Heidi Klum oder Gisele Bündchen. Wer es ist, ist mir eigentlich egal. Ich wäre gerne ein einziges Mal groß. Größer als diese winzigen 1,60m für die ich so oft geärgert werde. Nur für einen einzigen Tag mal die Luft schnuppern, die dort oben ist und nicht immer nur zwischen den Achseln der ganzen Leute rumlaufen. Ein Mal über alle anderen drüber hinwegsehen können – das wär’s doch.

2. Was siehst du, wenn du aus dem Fenster blickst?
– Ich habe aus meiner Wohnung einen wunderschönen Ausblick über einen ziemlich grünen Teil der Stadt. Jeden Sommer sehe ich die Bewohner der Nachbarhäuser auf ihren Dachterrassen und Balkonen und beneide sie, dass ich keins von beiden habe. Ich sehe den wunderbar gestalteten Garten meiner Nachbarn und das Krankenhaus, in dem mein Freund arbeitet. Im Winter kann ich sogar bis zu seiner Wohnung sehen.

3. Wovon hast du als letztes geträumt?
– Ich glaube es ging darum, dass mein Freund eine ganze Tafel Schokolade ohne mich gegessen hat und wir ich deswegen sehr entsetzt und zutiefst enttäuscht war. Meine Liebe zu Süßem ist wirklich tiefgehend…

4. Wenn dein Zimmer brennen würde, welche drei Gegenstände (keine Haustiere & Menschen) würdest du retten?
– Da mein Zimmer meine gesamte Wohnung ist, fällt mir die Entscheidung zu dieser Frage wirklich schwer. Mein gesamter Besitz befindet sich schließlich hier. Trotzdem entscheide ich mich für meinen Laptop, weil dort alle Fotos gespeichert sind, die in den letzten Jahren gemacht wurden, Pauly – mein allererstes Kuscheltier, weil einfach zu viele Erinnerungen und gemeinsame Stunden an ihm hängen und der letze Gegenstand wäre ein Bild, das meine Mutter für mich gemalt hat.

5. Was würdest du dir kaufen, wenn du für einen Tag unbegrenzt viel Geld zur Verfügung hättest?
– Ich würde mir definitiv einen Flug und ein tolles Hotel in Japan buchen. Damit würde sich einer meiner größten Wünsche erfüllen.

6. Welche Ziele möchtest du dieses Jahr noch erreichen?
– Meine Ausbildung würde ich gerne abschließen, mit einer Freundin zusammen in eine WG ziehen und am Ende des Jahres mit meinem Studium beginnen. Alles ist bereits in Arbeit. Für die Prüfung wird mehr oder weniger gelernt – ich meinte natürlich lerne ich sehr viel Mama –  eine geeignete Wohnung wird gesucht und die Bewerbungen sind soweit möglich abgeschickt. Alles in Allem sieht es bisher so aus als würde ich alle meine Ziele irgendwann erreichen.

7. Wenn du dir etwas wünschen könntest und es würde mit Sicherheit in Erfüllung gehen, was wäre es?
– Puh. Für diese Antwort kriege ich bestimmt eine Standpauke von meinem Freund gehalten aber ich würde mir wünschen, dass wir noch eine lange Zeit gemeinsam glücklich sein können. Tut mir leid, dass das so naiv klingt.

8. Welches Land möchtest du mal besuchen und weshalb?
– Wie bereits in Frage 5 erwähnt würde ich gerne nach Japan reisen. Mich interessiert die Kultur dort sehr. Ich würde mir gerne ein Bild davon machen, ob es stimmt, was man über dieses Land hört, die verschiedenen Orte sehen und von ihnen verzaubert werden und natürlich auch, weil es das Heimatland des Genres ist, das ich so liebe. Ich würde gerne all die Leute dort treffen, die Shops durchschauen und die „verrücktesten“ Dinge erleben. Irgendwie scheint es mir, im Gegensatz zu Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Ich will die verschiedenen Kulturen, die Heutige aber auch die Alte erkunden. Ich würde gerne einen Kimono tragen und unter einem Kirschbaum sitzen. Klingt ganz schön bescheuert.

9. Wenn du dich in diesem Moment an einen anderen Ort Zauber könntest, wo würdest du hin?
– Ich wäre gerne schon in meiner neuen Wohnung – natürlich wundervoll eingerichtet und renoviert. Ab Mai ist es endlich so weit. Ich ziehe mit meiner längsten Freundin in eine WG. Wuhu – tschüss langweilige Abende alleine, Hallo WG-Leben.

10. Was würdest du nie in deinem Leben tun?
– Das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich überlege nun schon sehr lange aber ich bin zu keiner richtigen Antwort gekommen. Alles was mir in den Sinn kam wurde direkt wieder beiseite geschoben. Eine Vogelspinne anfassen, weil ich große Angst vor Spinnen habe? Hm ja doch wieso nicht? Ich habe mir schon so oft gesagt

Das würdest du nie im  Leben machen

doch irgendwann hat man es eben doch gemacht. Ganz gleich ob es nun ein Besuch in einer Sauna oder das Rauchen einer Zigarette ist. Ich versuche in meinem Leben so viele Erfahrungen zu sammeln wir nur möglich und habe so schon viel zu viele peinliche Situationen erlebt und „das-würde-ich-nie-machen“-Situationen überlebt, dass mir ausser einem Gesichtstattoo oder einem Lippenteller echt nichts einfällt. Vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch und der erste Kommentar reißt mich hinunter.

11. Welche Superkraft hättest du gerne?
– Diese Frage sehe ich in letzter Zeit erstaunlich oft auf diversen Internetseiten. Ich würde gerne die Elemente bändigen können (zählt das als Superkraft?). Dann wäre ich Avatar, die Herrin der Elemente. Die Legende von Lena.
Buch eins: Feuer – Ich war schon immer mehr interessiert an den Bösen, als an den Guten, ganz gleich, ob es in Buch, Serie oder Film war und Feuerkräfte sind schon ziemlich cool. Mir fällt gerade auf, dass viele Charaktere aus meinen liebsten Serien Feuerkräfte besitzen aber auch im realen Leben verzauberte es mich immer sehr. Die Wärme, die es ausstrahlt, das Flackern und die wunderschöne Farbe. Nicht umsonst habe ich mich jedes Jahr beim Kindermitmachzirkus für den Feuerkurs gemeldet.
Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, habe ich oft Ewigkeiten vor dem Kamin gesessen und den Flammen zugesehen und wenn ich jetzt in meiner Wohnung Kerzen anzünde, bleibt mein Blick allzu oft an den tanzenden Flammen hängen.
Buch zwei: Luft – Schon seitdem ich mich zurückerinnern kann, wollte ich fliegen können. Frei wie ein Vogel durch die Lüfte schweben und mich von den Winden tragen lassen. Das Fliegen fasziniert mich so sehr, dass ich sogar überlegte eine Ausbildung als Stewardes zu machen aber wie das Schicksal es so will – ich bin zu klein. Trotzdem fühle ich mich wie ein kleines Kind an Weihnachten, Geburtstag, Silvester, Ostern und Nikolaus zusammen, wenn ich in einem Flugzeug sitze. Es gab bisher keinen Flug, an dem ich nicht begeistert aus dem Fenster gesehen und zu meinem Sitznachbarn Dinge wie

Guck mal da!

Hast du die Berge gesehen?!

Da ist ja das Meer!

Oh wie schön die Wolken sind.

gesagt habe. An dieser Stelle entschuldige ich mich zutiefst dafür.
Buch drei: Wasser – In der Schule habe ich den Schwimmunterricht gehasst und ich war auch nie eine richtige Wasserratte aber was ich nie jemandem verraten habe ist die Reue, die ich jedes Mal empfand, wenn ich am Beckenrand saß. Ich starrte auf das Wasser im Schwimmbecken und wünschte mir ich könne darin schwimmen. Ich wünschte mir, ich hätte mir keine Ausrede einfallen lassen, wieso ich nicht teilnehmen kann. Ich wünschte mir ich könne die sachten „Wellen“ an meiner Haut spüren und mich schwerelos fühlen. Außerdem steht die Fähigkeit das Wasser zu beherrschen in vielen Geschichten für Heilfähigkeiten und das ist auch nicht schlecht.
Buch vier: Erde – Erde war mir immer ein bisschen zu männlich. An sich verbinde ich auch nichts mit diesem Material. Ich mache mich nicht gerne schmutzig oder wühle gerne draußen herum. Ich habe auch keine Fähigkeit dazu Zimmerpflanzen lange am Leben zu erhalten. Sogar meinen Kaktus habe ich innerhalb von zwei Jahren um die Ecke gebracht. Den grünen Daumen hat meine Mutter mir anscheinend nicht vererbt aber ich liebe die Natur, die uns umgibt. Es gibt nichts schöneres als das. Gleichzeitig birgt sich in ihr aber auch etwas unheimliches, unentdecktes und damit meine ich nicht die bösen Pollen, die mich jedes Jahr aufs Neue quälen – Nein ich rede von unberührter Natur. Ich denke an Wasserfälle, schöne (wenn auch gruselige) Wälder, Wiesen und weite Felder.

 

An dieser Stelle sollen eigentlich 11 weitere Blogs nominiert werden. Ich habe mich allerdings nur für drei entschieden, da diese mir wirklich gut gefallen. Die kleinen Blogs sind leider alle sehr unbekannt und deswegen ziemlich schwer zu finden.

Fliederglück

Bleu, Blanc, Rouge

schwarzbuntgestreift

 

Nun also zu meinen 11 Fragen. Ein böses Lachen folgt an dieser Stelle.

1. Wieso hast du dich für diesen Blogtitel entschieden?

2. Woher nimmst du deine Inspirationen für deine Posts? Hast du eine Muse?

3. Hast du neben dem Blog noch andere Hobbys?

4. Wer steckt hinter deinem Blog und was sollte man unbedingt über dich wissen?

5. Wieso hast du mit dem bloggen angefangen?

6. Was möchtest du auf jeden Fall noch erleben?

7. Liest du regelmäßig andere Blogs?

8. In welcher Epoche würdest du gerne leben, wenn du durch die Zeit reisen könntest?

9. Was war das außergewöhnlichste, das du bisher gemacht hast?

10. Welche ist deine liebste fiktive Figur?

11. Was bedeutet es für dich wirklich frei (vogelfrei) zu sein?

Meine Klamotte und ich

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Ich hatte mir bei der Gründung dieses Blogs fest vorgenommen nichts über Kleidung zu schreiben, weil ich es selber nicht leiden kann, wenn mir jemand sagt, was schön aussieht und was man auf keinen Fall zusammen tragen kann. Ich entscheide selber, was ich wie anziehe und was mir in welcher Kombination gefällt.
Modeblogs gibt es in der Blogosphäre wie Sand am Meer. In diesem Post möchte ich euch aber nicht zeigen, welche Kleidung wie kombiniert gut aussieht und woher ich sie habe, sondern ich möchte euch Mut machen zu tragen was euch gefällt und wie es euch gefällt. So, dass ihr euch wohl fühlt. Findet euren eigenen Stil. In meinem ersten Post habe ich bereits eine Situation erläutert, in der ich eine damalige Freundin verlor, weil ich meinen Stil veränderte. Von Lappalien und dem möglichen Ende einer Freundschaft.  Dazu später mehr.
Eine Sache mal vorweg – ich bin nicht so eine Art Mädchen, die ihre Kleidung wechselt, nur weil sie von letzter Saison ist. Viele meiner Stücke habe ich bereits seit der 9. Klasse oder noch länger. Diese Stücke sind schon fast sieben Jahre alt (wow, mir fällt jetzt erst auf wie lange das schon her ist). Solange sie mir noch gefallen und noch nicht kaputt sind, wieso sollte ich sie also weg tun? Sind Kleidungsstücke nur verwaschen kann man sie ganz einfach wieder neu einfärben, weiße, mittlerweile gelblich gewordene Stücke, können gebleicht werden und im Handumdrehen hat man ein altes Stück wieder in ein neues verwandelt.

Nun aber zum Wesentlichen – mein Kleidungsstil. Bis vor kurzem war mir nicht mal bewusst, dass ich einen Stil habe. Ich trage einfach was mir gefällt und wie es mir gefällt. Meine Lieblingsjacke kann ich nicht mehr tragen, weil das Bordeauxrot der Jacke und das Kupfer meiner Haare sich beißt? So ein Blödsinn. Ein Volbeat und Rise Against Bandshirt passen nicht in den gleichen Kleiderschrank wir rosa Kleidchen und Blümchenshirts? Blödsinn. Als Frau kann man keinen Männerpulli tragen? Erst Recht Blödsinn.

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Jeder von uns hat mehr als nur eine Fassette und sollte die auch zeigen. Ich habe sehr lange gebraucht, um das zu verstehen und pendelte stehts zwischen dem girly und dem Wunsch alternativ und anders zu sein. Einige Jahre war meine Kleidung so und einige andere Jahre wieder anders. Die Klamotten, die nicht zum jeweils gewählten Stil passten wurden aussortiert oder ganz unten im Schrank verstaut. Doch mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mich nicht für einen Stil entscheiden muss. Ich bin wer ich bin und zeige das durch die Kleidung die ich trage. Meine Kleidung zeigt, wie ich mich gerade fühle. Ganz gleich, ob es sexy, süß oder entspannt ist. Ich entscheide morgens, was ich anziehe nach meinem Gefühl. Habe ich keine Lust mir großartig Gedanken darum zu machen wird es eben ein schlabriger Kapuzenpulli und wenn ich den schönen weißen Strickpulli mit einer Jeansbluse drunter, geziert von einer Statement-Kette tragen will, dann wähle ich eben das.
Das einzige, was mich interessiert ist, ob ich mich in meiner Klamotte wohl und schön fühle. Wie ihr merkt verbinden mich und meine Kleidung wirklich eine bizarre Beziehung mit vielen Höhen und Tiefen.

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Laut meiner Mutter habe ich bereits mit anderthalb Jahren angefangen meine Kleidung selber auszusuchen. Mit 9 Jahren trug ich am liebsten meine pinkglitzernde Schlaghose und meinen pinken Rollkragenpullover. Ja ein richtiges Mädchen eben. Irgendwann machte ich eine Verwandlung durch und entschied mich gegen pink – es ging wieder zurück zu dem Mädchenstil und wieder vorwärts zu dem „Ich-hasse-pink“-Stil. Erst seit einem Jahr fühle ich mich wirklich bei mir angekommen. Erst seit einem Jahr erkenne ich mich wirklich in meiner Kleidung wieder. Erst seit einem Jahr habe ich das Gefühl mich nicht mehr verstellen und so kleiden zu müssen, wie andere es schön finden.
Ich möchte damit nicht sagen, dass ich auf die Meinung meiner Freunde keinen Wert lege um Gottes Willen aber die Gewichtung hat sich einfach anders verteilt. Die Zeit, in der die Kleidung bestimmte wer unsere beste Freundin ist, ist für mich einfach vorbei. Die Zeit, in der ich mich durch Leute beeinflussen ließ, die mich wegen meines veränderten Kleidungsstils nicht mehr mochten, ist für mich einfach vorbei. Ja ich höre viel eher auf mich selber, auf mein Bauchgefühl und meinen eigenen persönlichen Sinn für Schönheit.

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